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Die Zeit vergeht wie im Flug und das iPhone 15 (Plus) und iPhone 15 Pro (Max) liegen mittlerweile seit sechs Monaten in unseren Händen. Es ist das erste iPhone mit USB-C und viele haben darauf gewartet, dass wir endlich diesen Port auch am iPhone nutzen können. Doch was hat sich im Alltag mit USB-C am iPhone verändert? Was ist anders geworden?

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Diese Kolumne lese ich dir auch persönlich in einer Podcastepisode vor.

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USB-C ist eine alte Nummer, …

… denn Apple hat diesen Standard schon 2015 in jedes MacBook gedrückt und alle alten Ports einfach verbannt. Weg waren Thunderbolt 2, USB-A und selbst HDMI war einfach weg. Mittlerweile ist Apple hier etwas zurückgerudert und bietet den HDMI-Port und SD-Karten-Slot wieder an bestimmten MacBook-Modellen an. Doch USB-C ist bis heute der Standard geblieben. Wenn wir von USB-C reden, dann reden wir immer nur über einen Steckertyp. Die Spezifikation dahinter ist ein komplett anderes Thema. Beim Mac setzt Apple bei fast allen USB-C-Ports auf Thunderbolt 4 und USB4.

Beim iPhone …

… ist mit USB-C alles anders. zwar besitzen iPhone 15 (Plus) und iPhone 15 Pro (Max) einen USB-C-Port, haben aber beide komplett andere Spezifikationen. Apple trennt hier zwischen einem durchschnittlichen Anwender und einem Profi-Anwender. Demnach besitzt das iPhone 15 (Plus) USB 2.0, was Daten mit bis zu 480 Mbit/s übertragen kann. Daneben wird noch DisplayPort als Protokoll unterstützt, wodurch das iPhone relativ einfach an einem Monitor angebunden werden kann.

Fast-Charging ist mit bis zu 28 Watt möglich – wenn auch nur für eine bestimmte Zeit und bis zu einem bestimmten Akkustand. Im Durchschnitt kann es dies aber nur kurz durchführen und setzt die maximale Leistung auf 20 Watt herunter. Dennoch kann es sich somit in 30 Minuten von 0 % auf 50 % aufladen. Das iPhone 15 Pro (Max) kann über seinen USB-C-Port ebenfalls via DisplayPort verbunden werden. Hinter dem Port steckt aber die Spezifikation USB 3.0, welche Daten mit bis zu 10 Gbit/s übertragen kann. Hierfür wird aber auch das korrekte Kabel benötigt – was Apple nicht mitliefert. Ich nutze für Daten daher ein Thunderboltkabel von Satechi.

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Mein Alltag …

… hat sich mit USB-C am iPhone weniger verändert als ich anfangs angenommen hatte. Geladen wird bei mir zu Hause immer via MagSafe. Hierfür muss gar kein Kabel in die Hand genommen werden und dennoch lädt das iPhone mit maximalen 15 Watt auf. Das ist nett. Vor allem, wenn man wie ich MagSafe in seine Möbeloberflächen verbaut und sich das drahtlose Laden somit noch minimalistischer gestaltet und auch nutzt. Und doch schätze ich USB-C am iPhone sehr. Vor allem, weil ich seit Jahren mit dem MacBook und iPad Pro in der Welt von USB-C bin. Unterwegs braucht es daher wirklich nur noch ein Kabel, um iPhone, iPad und Mac mit Strom zu versorgen

Im Zug greife ich so nur in die Tasche, suche ein USB-C-Kabel und mein Netzteil, was auch energiehungrige Geräte mit Strom versorgen kann. Vorbei ist das Greifen zwischen Lightning und USB-C und eigentlich störte mich das immer am meisten. Es ist einfach keine Entscheidung mehr, sondern ein Standard, dass nur noch zu USB-C gegriffen wird. Auch trauere ich Lightning nicht nach. Eher empfinde ich es am iMac mittlerweile nervig, dass Magic Keyboard und Magic Mouse noch auf Lightning setzen. An den AirPods Max habe ich Lightning einfach durch eine drahtlose Lademöglichkeit ganz abgelöst.

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Lightning …

… war zu Beginn seiner Zeit wirklich voraus und von mir in besonderem Maße geschätzt. Allerdings hat USB-C das alles einfach umgeworfen. Mir kommt einfach nichts mehr ins Haus, was kein USB-C kann. Sollte ein Zubehör auf Micro-USB setzen, ist es direkt raus. Ich möchte nur noch ein Kabel und lade daher mit dem USB-C-Kabel vom iPhone somit auch unterwegs meine elektrische Zahnbürste auf. Braucht man das? Nein. Aber es macht alles besser. Ich würde den Satz “Alles ist besser mit Bluetooth.” heute eher zu “Alles ist besser mit USB-C.” umdichten.

Dass die EU hinter dem Wechsel von Lightning zu USB-C am iPhone steckt, ist nur die halbe Wahrheit. Zwar waren sie dafür, haben aber die Spezifikation vergessen. Aber wer erwartet auch schon, dass Menschen in einem Büro wirklich Ahnung von der technischen Welt außerhalb der Büromauern haben, oder? Apple hat mit USB-C begonnen, als die EU noch Micro-USB als Standard durchsetzen wollte. Mehr muss man hierzu nicht sagen und erwähnen. Es war der logische Schritt, dass das iPhone dem iPad und dem Mac folgt. Selbst die neue Siri Remote des Apple TV setzt auf USB-C.

USB-C am iPhone …

… hat für mich den großen Vorteil, dass ich Videomaterial nicht mehr via AirDrop zum Mac teile oder in die iCloud lade. HDR-Videomaterial ziehe ich mit mittlerweile einfach über den USB-C-Port auf eine externe SSD, welche ich dann am iPad, MacBook oder iMac anbinde und mir das Material zum Schneiden herunterziehe. Das ist ein schnellerer Workflow als drahtlos diese Art von großen Daten herumzuschieben. Allerdings nutze ich keine SSD direkt am iPhone, um Videomaterial direkt auf dieses Speichermedium schon bei der Aufnahme abzulegen. Der Pro-Nutzer bin ich nicht. Aber andere. Ich bin aber froh, dass es diese Möglichkeiten dank anderer Peripherie endlich gibt. Zuvor war hier immer das iPad Pro der Vorreiter – was im März hoffentlich nochmals nachlegt und neue Tore im Tabletbereich öffnet.

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Im Alltag ist USB-C …

… für sehr viele Nutzer:innen eine ganz neue Art von Kabel. Und das ist nicht schlimm, denn nicht jeder verfolgt den Standard von Ports und Kabel. Somit ist es für den durchschnittlichen Nutzer auch immer ein neues Netzteil mit neuem Port, an das sie/er sich gewöhnen muss. Und auch daher ist es dieser Schicht von Nutzer:innen komplett egal, ob diese Daten mit diesem neuen Kabel via USB 2.0 oder USB 3.0 übertragen. Diese Beobachtung muss man immer teilen und verstehen, weil es nur für technisch versierte Nutzer:innen einen Unterschied macht.

Lightning war, wie man bei Apple versprach, der Standard für die nächsten zehn Jahre. Dieser Standard muss erst wieder aus den Köpfen. Auch der Dockconnector musste erst vergessen werden – und das ist er heute. Selbst an Thunderbolt 1 und Thunderbolt 2 erinnert sich heute keiner mehr und setzt wahrscheinlich auch kaum noch jemand. USB-C ist ein logischer Schritt gewesen, der im Alltag nicht alles komplett neu macht, aber Dinge grundlegend vereinfacht – wenn man Spezifikation hinten komplett herunterfallen lässt und sich nur auf das Laden konzentriert.

Lightning, ein Connector für das nächste Jahrzehnt.

∼ Phil Schiller – ehemaliger Apple Marketing-Vizepräsident

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