Wer mich und meine Zeilen im Blog verfolgt, weiß, dass ich ein altes Nintendo-Kind bin. Ja, irgendwie bin ich nie nach dem GameBoy vom Nintendo-Universum weggekommen, die einen im Alltag gut abschweifen lässt. So sind Mario, Zelda und Pokémon bis heute ein Thema bei mir geblieben. Etliche Konsolen von Nintendo waren bereits in meinem Besitz und nach der Nintendo Switch 2017 wurde es Zeit für ein visuelles Upgrade – ich möchte daher etwas mehr aus der Praxis mit der Nintendo Switch OLED reden.

Die-Nintendo-Switch-OLED9-scaled Die Nintendo Switch OLED

Diese Kolumne lese ich dir auch persönlich in einer Podcastepisode vor.

 

Kolumnen-Podcast-Apple-Podcast-App-Badge-2022 Die Nintendo Switch OLED

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Das Display …

… ist das Tor zum Inhalt. Und wenn man sich die Displays von iPhone, iPad und Mac betrachtet, dann bemerkt man dies sehr schnell. Der Inhalt ist nur so brillant, wie das Display ihn demonstrieren kann. Und wer einmal in die Welt von OLED abgetaucht ist, der möchte nichts anderes mehr haben. Auch im Wohnzimmer an der Wand nicht (⇒LINK). OLED hat den großen Vorteil, dass der Kontrast einfach um etliches höher ist als es LCD jemals erlauben wird – auch wenn das miniLED Display des M1 iPad Pro (2021) ebenfalls ein sehr perfektes Bild nahe an OLED abliefert (⇒LINK). Dennoch bleibt OLED gefühlt der Garant für ein gutes Displayerlebnis. Schwarz ist einfach Schwarz und dadurch verschwinden Displayränder ganz automatisch neben dem Inhalt. Diesen Effekt stelle ich immer wieder auch an der Nintendo Switch OLED fest, was das Gefühl für die Tiefe eines Displays beim ständigen Betrachten sehr angenehm gestaltet.

Ich habe mich bewusst für die weiße Variante der Nintendo Switch entschieden. Zum einen finde ich nach fünf Jahren mit einer schwarzen Nintendo Switch den Kontrast zu einem weißen Modell einfach netter. Man sollte eben auch hier seinem individuellen Geschmack bei der Farbwahl vertrauen. Weiße Joy-Cons und ein weißes Dock gefallen mir derzeit einfach besser als es heute schwarze Joy-Cons und ein schwarzes Dock tun. Dennoch hat man hier weiterhin die Wahl zu einer Nintendo Switch OLED mit Joy-Cons in Rot und Blau sowie einem schwarzen Dock. Technisch sind beide Modelle allerdings exakt gleich. Es ist schlicht die Farbgebung, für die man sich entscheidet.

Was ist mit der Nintendo Switch Pro passiert?

Ja, das frage ich mich bis heute auch. Ich hatte darüber philosophiert, dass dieses Modell mit einem neuen Zelda kommen müsste, um einfach ein Bundle aus Leistung und Spielerlebnis abliefern zu können (⇒LINK). Dem war bis heute dann nicht so. Mit etwas genauerem Betrachten ist die Nintendo Switch OLED aber exakt dieses philosophierte Upgrade – wenn auch mit kleinen Abstrichen. Weiterhin kann die Nintendo Switch im Dock nur ein 1080p-Bild ausgeben und somit auf einem großen Display anzeigen. Ich lasse mir dieses Bildsignal aber schon lange von 1080p in 1440p hochskalieren (⇒LINK).

Darüber kann man sich streiten, klar. Aber ich sehe allein an Schriften einen sehr großen Unterschied von Kantenglättungen und dem Vermeiden von Pixeltreppenstufen. Wieso also nicht mehr aus einem Bildsignal herausholen, wenn es geht? Zumindest bin ich dieser Meinung, wenn es doch recht einfach geht. Über das Dock an einem Bildschirm angeschlossen, wird man keinerlei Unterschied zwischen einer Nintendo Switch und einer Nintendo Switch OLED bemerken. Der Fokus beim Betrachten des Inhalts liegt rein auf dem Nutzen als Handheld.

Die-Nintendo-Switch-OLED1-scaled Die Nintendo Switch OLED

Schaut man sich beide Nintendo Switch Generationen nebeneinander an, …

… wirkt das Modell aus 2017 schnell altbacken und sehr überholt. Und wieso? Weil der Fokus auf dem Display liegt, welches man im Handheld-Modus permanent betrachtet. Wo es sich bei dem Modell aus 2017 um ein 6,2 Zoll LCD-Display handelt, reden wir bei der Nintendo Switch OLED von einem 7 Zoll OLED-Display. Auf dem Papier wirkt das nach einem nur sehr kleinen Unterschied. In der Praxis ist dieser Unterschied aber viel gewaltiger zu bemerken. Wo vorher Displayrand vorhanden war, sitzt nun Displayinhalt. Und schaut man sich den Kontrast und die Farbintensität im Vergleich beider Displays an, ist der Unterschied noch gewaltiger. Diesen Mehrwert wird man aber immer nur dann bemerken und auch wertschätzen, wenn man mit der Nintendo Switch im Handheld-Modus spielt. Spielt man vermehrt an einem externen Bildschirm, vergisst man diesen Aspekt der Nintendo Switch OLED komplett.

Die Displayauflösung ist übrigens identisch geblieben. Den Spieleinhalt hält man weiterhin in 720p (1280 x 720) zwischen den Händen. Dennoch wirkt der Inhalt auf dem größeren OLED-Display höher aufgelöst. Ich würde behaupten, dass die Farben hier diesen Effekt abliefern und einen dadurch etwas täuschen. Aber wenn es funktioniert, wieso nicht? Ich bin nämlich auch nicht sicher, ob man hier den Unterschied zwischen 720p und 1080p krass unterscheiden würde. 4K würde auf solch einer Displaygröße schon gleich gar keinen Sinn machen. Wir sehen diesen Effekt auch bei iPhone und iPad, dass die Bildschirmauflösung nicht unbedingt der erste Faktor ist, wenn es um ein sehr gut wirkendes Display geht. Oder würde jemand das Display des iPhone X in der heutigen Zeit als schlecht betiteln?

Die-Nintendo-Switch-OLED2-scaled Die Nintendo Switch OLED

Ein ebenfalls großer Unterschied …

… ist die Verarbeitung zwischen den beiden Modellen. Wo das Modell aus 2017 noch ein Gehäuse komplett aus Kunststoff besaß, besitzt die Nintendo Switch OLED teilweise ein Gehäuse aus Metall. Das hat den Vorteil, dass das OLED-Display fester und damit geschützter im Rahmen sitzt. Allgemein wirkt die Konsole dadurch robuster, aber auch wesentlich hochwertiger. Das Metallgehäuse lässt die Nintendo Switch OLED 23 Gramm schwerer werden als ihr Vorgänger.

Die-Nintendo-Switch-OLED4-scaled Die Nintendo Switch OLED

Am neuen Dock hat sich etwas getan.

Zum einen besitzt die Rückseite zum Abdecken der Anschlüsse kein Scharnier mehr, sondern der Deckel wird nur noch eingehängt. Ich fand das Scharnier hier zuvor besser. Allerdings sieht man keinen Unterschied, wenn man das Dock einmal angeschlossen und an seinem Platz aufgestellt hat. Neben einem USB-C-Port für die Stromversorgung (ein USB-C-Netzteil liegt dem Lieferumfang bei), ist der bekannte HDMI-Steckplatz vorhanden. Darunter befindet sich nun aber ein LAN-Port. Somit kann die Nintendo Switch, eingesteckt im Dock, auch kabelgebunden online gehen und ist nicht mehr nur auf WiFi angewiesen.

Ich habe die Nintendo Switch OLED aber im reinen WiFi-Modus und hier bis heute keinerlei Leistungsprobleme feststellen können, was ab und an mal im Internet berichtet wird. Ich glaube, dass hier meist gruselige Router das generelle Problem bei Nutzern sind. Weg im Dock ist der eine USB-A-Port, den es beim vorherigen Dock gab. Somit musste dieser schlicht für den LAN-Port weichen.

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Auf der Seite des Docks …

… befinden sich aber weiterhin zwei USB-A-Ports. Hierüber lässt sich Zubehör zum Aufladen anschließen. Man muss also nicht immer ein Netzteil zur Hand haben, sondern braucht schlicht nur ein passendes Ladekabel. Angeschlossene Geräte laden sich immer auf. Egal, ob die Nintendo Switch OLED im Dock steht oder nicht. Der Mechanismus zum Einstecken in das Dock hat sich etwas geändert. Zumindest haptisch ist es etwas anders als zuvor. Zuvor rutschte die Switch einfach nach unten, richtete sich über zwei Nippel aus und rutschte dann mit ihrer USB-C-Buchse auf den USB-C-Stecker. Das ist nun etwas anders.

Zwar justiert sich die Switch weiterhin mittig über dem USB-C-Stecker, es braucht aber noch einen kleinen Druck nach unten, damit die Konsole auch korrekt unten einrastet. Das bemerkt man nur bei einem Wechsel zwischen dem Modell aus 2017 zur Nintendo Switch OLED. Dadurch sitzt die Konsole nun aber auch wesentlich stabiler im Dock und wackelt nicht mehr im darin herum, wenn man dieses bewegt. Auch kann das Display beim Einschub und beim Herausziehen nicht mehr zerkratzen. Da hat Nintendo nach ein paar Jahren wirklich gut nachgebessert. Auch finde ich das Dock mit seinen abgerundeten Ecken wesentlich hübscher und unauffälliger als das alte.

Die-Nintendo-Switch-OLED7-scaled Die Nintendo Switch OLED

Der rückseitige Fuß zuvor war schlicht Müll.

Sorry, aber leider ist das so. Wer den Fuß zum Ausklappen kennt, weiß, dass die Nintendo Swtich dadurch nicht stabil aufgestellt werden konnte. Das hat sich mit der Nintendo Switch OLED komplett geändert. Der Fuß ist nun so breit wie die komplette Rückseite der Konsole. Außerdem kann dieser nun über zwei Scharniere in einem gewünschten Winkel eingestellt werden. So lässt sich die Konsole auch mit einer ganz niedrigen Anwinkelung ablegen. Das ist ein wirklich sehr nettes Detail, wenn man die Konsole abstellen, die Joy-Cons abnehmen und zu zweit ein Spiel zocken möchte.

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Hinter dem Standfuß …

… sitzt sehr gut zugänglich der Schacht für die Speicherkarte. Hier wird einfach eine microSD-Karte eingeschoben. Beim Einschub rastet diese ein, wenn man sie etwas fester eindrückt. Möchte man die Speicherkarte herausnehmen, drückt man diese einmal fest an, entriegelt sie damit im Einschub und kann sie dann herausnehmen.

Ich habe eine microSD-Speicherkarte mit einer Kapazität von 1TB eingesteckt. Wieso? Ich habe verschiedene Spiele gerne einfach dabei und möchte nicht mehrere Spiele in Form ihrer Spielekarte mitschleppen. Ja, einige Spiele besitze ich daher schlicht nur als digitale Variante. Kann man mögen, muss man aber nicht. Prinzipiell könnt ihr jede microSD-Speicherkarte nutzen, um die internen 64 GB der Nintendo Switch OLED zu erweitern. Damit besitzt sie auch doppelt so viel internen Speicher wie der Vorgänger und die Nintendo Switch Lite. Diese besitzen nur 32 GB an internem Speicher.

Die-Nintendo-Switch-OLED6-scaled Die Nintendo Switch OLED

Wir müssen über die Lautsprecher reden, …

… denn diese sind so viel besser als die des Vorgängermodells. Der Ton klingt sauberer, breiter und vor allem auch lauter. Möchte man diese nicht nutzen, kann man mit der aktuellen Firmware der Nintendo Switch übrigens auch seine AirPods mit der Konsole via Bluetooth verbinden und so ganz ungestört und kabellos den Klängen lauschen. Zum Ändern der Laustärke nutzt man weiterhin die Lautstärkewippe auf der Oberseite der Konsole. Hier sitzt auch das Lüftungsgitter, wodurch die Konsole ihre Abwärme ableitet. Den Lüfter habe ich bisher nie wirklich wahrgenommen. Quält man die Konsole längere Zeit mit viel Grafikaufgaben, wie zum Beispiel bei Zelda Breath of the Wild, dann wird sie etwas warm und lüftet auch etwas mehr, aber nur sehr gering wahrnehmbar.

Der Akku hält im Handheld-Modus ca. 4,5 bis 9 Stunden durch. Je nachdem, wie viel die Nintendo Switch OLED so an Grafikarbeiten leisten muss. Zelda Breath of the Wild spielt man unterwegs ca. 5 Stunden mit einer Akkuladung. Ein Netzteil habe ich unterwegs übrigens nicht für die Switch dabei. Hier greife ich immer schlicht zum USB-C-Ladekabel des iPad Pro und/oder M1 MacBook Air und dem dazugehörigen Netzteil. Da die Nintendo Switch OLED USB-C PowerDelivery beherrscht, kann sie auch mit einer geeigneten Powerbank aufgeladen werden. Auch kann sie Strom abgeben, wodurch sie einen Pro-Controller aufladen kann, aber über die Kabelverbindung auch das Spielen zulässt.

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Generell …

… ist die Nintendo Switch OLED ein sehr nettes Upgrade, wenn man fünf Jahre am Stück zuvor das erste Modell dieser Konsole benutzt hat. Man merkt die Entwicklung und die Verbesserungen im Detail und allein das Display ist einfach der größte Sprung zwischen diesen beiden Konsolengenerationen. Braucht man dieses Upgrade? Wenn man viel im Handheld-Modus spielt oder spielen möchte, dann ist diese neue Generation der Nintendo Switch wirklich ein großer Mehrwert. Spielt man nur im Dock-Modus und über einen externen Bildschirm, dann ist der Effekt dahin. Die Nintendo Switch OLED ist nicht schneller als ihr Vorgänger, kann kein Pro-Feature wie 4K-Upscaling und ist auch keine NextGen-Konsole. Allerdings ist die Nintendo Switch dennoch die weltweit beliebteste und meistverkaufte Konsole – und allein das kann man als Statement schon für sich stehen lassen.

Für mich ist die Nintendo Switch OLED die Vorbereitung auf das Jahr 2022 – in dem endlich nach fünf Jahren auch ein Nachfolger von Zelda Breath of the Wild erscheinen und das mobile Zocken dieses Spiels einfach mehr Spaß machen wird. Denn wir erinnern uns, dass das Display das Tor zum Inhalt ist. Und falls noch jemand Angst hat, dass sich Inhalt in das OLED Display der Nintendo Switch einbrennen könnte, der wird durch dieses Video hier definitiv beruhigt (⇒LINK).

Eine gute Idee löst nicht nur ein einzelnes Problem, sondern kann mehrere Probleme gleichzeitig lösen.

∼ Shigeru Miyamoto – Spieleentwickler bei Nintendo ∼

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