Apple HomeKit ist das eine, aber der Kommunikationsweg darin etwas vollkommen anderes. Was vor vielen Jahren mit Bluetooth begann, wurde mit WiFi, Zigbee und Co. erweitert. Heute können Apple HomeKit-Geräte allerdings auch via Thread sprechen. Nur ist dieser Kommunikationsweg den meisten noch ein Fremdwort und auch die Funktion und die großen Vorteile dahinter nicht sehr geläufig. Daher gilt es hier etwas mehr Aufklärungsarbeit zu leisten und das beste Beispiel zum Erklären ist hier derzeit der Eve Energy von Eve, der für noch mehr Thread im Apple HomeKit Zuhause sorgt.

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Der Eve Energy von Eve …

… ist ein Zwischenstecker, wie man ihn schon seit sehr vielen Jahren kennt. Für mich war er zum offiziellen Start von Apple HomeKit eines der ersten Produkte, mit denen ich in dieses Thema einstieg und fortan mein Haus immer mehr damit ausbaute. Man setzte hier noch auf Bluetooth, denn selbst eine Apple HomeKit-Steuerzentrale war damals noch nicht greifbar und wurde erst später durch den Apple TV 3 umgesetzt. Alles alte Geschichten, wenn man darüber nachdenkt.

Der Eve Energy ist ein Zwischenstecker, der ein eingestecktes Gerät ein- und ausschalten kann. Das ist seine reine Funktion. Zeitgleich kann er aber auch den Verbrauch messen und diesen sogar summiert aufzeigen. Eve hat Bluetooth mittlerweile auf das Abstellgleis geschickt, so dass aktuelle Revisionen des Eve Energy auch via Thread kommunizieren können. Und da der Eve Energy von Eve immer am Strom hängt, arbeitet er ganz unscheinbar und stumm, neben einem HomePod mini und dem neuen Apple TV 4K, als Thread-Router im Hintergrund mit.

Apple HomeKit ist das Framework, …

… über das alle Geräte in einem Zuhause verschlüsselt kommunizieren – dazu gehört auch der Fernzugriff via iCloud. Es ist somit das Protokoll und die Ebene, auf dem alles arbeitet. Also eine gemeinsame Sprache. Geräte können hier aber mit mehreren Funktechniken arbeiten. Einmal selbstständig via WiFi, wodurch sich diese Geräte einfach drahtlos in das Netzwerk einbinden. Diese Funktechnologie benötigt allerdings sehr viel Energie, wodurch nur durchweg mit dem Stromnetz verbundene Geräte via WiFi kommunizieren. Allerdings kann auch via Zigbee oder anderen Funktechniken kommuniziert werden. Hierfür ist allerdings immer eine Bridge nötig, welche die Kommunikation übernimmt und alles einmal in die Apple HomeKit-Sprache übersetzt.

Das führt leider dazu, dass man bei vielen unterschiedlichen Systemen auch viele unterschiedliche Bridges an seinem Router anschließen muss. Allerdings können Geräte auch über Bluetooth kommunizieren. Der Vorteil ist, dass hier im Batteriebetrieb gearbeitet werden kann und sehr energiesparsam kommuniziert werden kann. Der Nachteil an Bluetooth ist allerdings immer die notwendige Reichweite zu einer nahegelegenen Steuerzentrale.

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Die Lösung ist Thread! Doch was ist Thread?

Thread ist eine neue Kommunikationsart, mit der Geräte arbeiten können. Der große Vorteil ist, dass keine Bridge benötigt wird und auch Sensoren energiesparsam im Batteriebetrieb arbeiten können. So vereint Thread die Reaktionsgeschwindigkeit der Kommunikation via WiFi und die Energiesparsamkeit der Kommunikation via Bluetooth. Und ganz nebenbei baut es noch ein MESH-Netzwerk auf, das man aus der Kommunikation via Zigbee kennt. Thread vereint somit sehr viele Vorzüge auf einmal und bietet einen optimalen Weg, alle Geräte in einem Apple HomeKit-Zuhause über eine Funktechnologie miteinander sprechen zu lassen.

Die Nutzung von Thread passiert ohne Zutun des Nutzers

Die Voraussetzungen zur Nutzung von Thread sind allerdings ein HomePod mini oder das aktuellste Modell des Apple TV 4K. Beide Geräte sind durchweg mit dem Stromnetz verbunden und arbeiten als Apple HomeKit-Steuerzentrale. Ganz nebenbei arbeiten beide auch als Thread Router und können so mit anderen Thread-Geräten in der Nähe direkt kommunizieren. HomeKit-Geräte, die mit dem Stromnetz verbunden sind und Thread sprechen können, fungieren ab diesem Punkt als eine Brücke. Sie erweitern somit eigenständig als Thread-Repeater das Netzwerk und bilden damit ein MESH-Netzwerk. Auch dies passiert automatisch im Hintergrund und ohne Zutun des Nutzers. Und um das zuvor erwähnte Beispiel nochmals aufzugreifen: Der Eve Energy von Eve ist solch ein Thread-Gerät.

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Der Vorteil an Thread …

… ist schlicht, dass Geräte in einem MESH-Netzwerk die Sprache Apple HomeKit reden können. Ein zu weit von einem HomePod mini oder Apple TV 4K entferntes Gerät kann somit über eine Brücke mit allem reden. Ebenfalls geht dieser Weg auch exakt anders herum. Ein HomePod mini oder Apple TV 4K erreicht in diesem Fall auch ein weit entferntes Gerät über eine Brücke. So kann ein HomePod mini oder Apple TV 4K über einen Eve Energy in der Mitte auch einen Eve Weather im Garten erreichen (⇒LINK).

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Preis: Kostenlos

Eve bietet mit seiner hauseigenen App die Möglichkeit an, das kreierte Thread-Netzwerk visuell betrachten zu können. In der App kann man über den Punkt “Einstellungen” in den Menüpunkt “Thread-Netzwerk” wechseln. Das Netzwerk wird gescannt und anschließend die Verknüpfung aufgezeigt. So kann man genau sehen, welches Gerät wie und worüber kommuniziert. In meinem Fall kann so auch ein Kontaktsensor (Eve Door & Window) über einen Unterpunkt (Eve Energy) eine Kommunikation zu einer Steuerzentrale (HomePod mini / Apple TV 4K) aufbauen. Diese Anzeige dient rein dem Interesse. Sie kann allerdings auch bei der Platzierung von Geräten helfen, um das Thread-Netzwerk etwas besser ausgerichtet zu platzieren.

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Der Eve Energy …

… wird wie jedes bekannte Apple HomeKit-Gerät eingerichtet. Auspacken, in die Steckdose stecken, Home-App auf dem iPhone/iPad öffnen und als neues Gerät dem Apple HomeKit-Zuhause zuordnen. Ab diesem Zeitpunkt kann man auch wählen, ob der Eve Energy als Steckdose, Lichtquelle oder Lüfter arbeiten soll. Diese Auswahl ist nur für die Sprachbedienung über Siri notwendig.

Siri weiß so, ob ein in den Eve Energy eingestecktes Gerät zum Beispiel eine Kaffeemaschine als Steckdose, eine Stehlampe als Lichtquelle oder ein Ventilator als Lüfter an dem Gerät eingesetzt wird. Dadurch weiß Siri in einem Apple HomeKit-Zuhause auch, dass sie eine eingesteckte Stehlampe als Lichtquelle behandeln muss, wenn der Befehl “Schalte alle Lichter aus” gesprochen wird. Exakt das ist so ein Thema aus meinem Apple HomeKit-Fachbuch, das ich euch immer wieder ans Herz lege (⇒LINK).

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Die Anwendungsgebiete sind schier unendlich

Der Eve Energy kann eingesteckte Geräte mit einer maximalen Leistung von 2500 Watt bedienen. Bei mir schaltet er daher seit etlichen Jahren schon die gesamte Teichtechnik im Garten am Morgen ein und am Abend aus. Dank Thread kann er mit dem HomePod mini in der Werkstatt um die Ecke reden und dient dem Eve Aqua im Garten zugleich als Gesprächspunkt.

Auf diese Weise kann das Thread-Netzwerk auch bis in den Außenbereich verlaufen und Apple HomeKit-Bedienkonzepte landen somit auch im Außenbereich. Auf meinem Balkon sitzt ebenfalls ein Eve Energy, der einen kleinen bepflanzten Brunnen einschaltet. Und damit es in der Werkstatt nicht zu kalt ist, schaltet ein anderer Eve Energy eine Infrarotheizung ein und aus (⇒LINK). Apple HomeKit ist zu Beginn ein kleines Thema, doch mit den richtigen Anwendungsszenarien wird es schnell zu einem großen Thema und bleibt dennoch einfach und verständlich.

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In der Home-App …

… lässt sich der Eve Energy von Eve wie gewohnt bedienen. Man kann den Status zwischen “Eingeschaltet” und “Ausgeschaltet” wechseln – und natürlich auch anders herum. In diesem Fall zeigen die Screenshots den Eve Energy in der Werkstatt bei mir, wo die erwähnte Infrarotheizung somit eingeschaltet und ausgeschaltet werden kann. Dieses Szenario kann man natürlich auch automatisieren. Daher wird die Heizung über den Eve Energy automatisch eingeschaltet, sollte die Raumtemperatur unter 5 °C fallen. Ebenfalls wird die Heizung über eine Automation ausgeschaltet, wenn die Raumtemperatur den Wert von 8 °C übersteigt. In diesem Fall setzt der Eve Energy einen Frostschutz um. Und dank des HomePod mini in der Werkstatt erfolgt diese Regelung blitzschnell via Thread.

Möchte man heute mit Apple HomeKit durchstarten oder sein Zuhause erweitern, dann ist Thread die beste Wahl. Da immer mehr Hersteller von Apple HomeKit-Zubehör auf diesen Funkstandard setzen, wird auch die Komplexität zeitgleich immer kleiner. Das Thread-Netzwerk arbeitet komplett eigenständig und sucht sich seine Knotenpunkte selbst. Alle bisherigen Vorzüge von WiFi und Bluetooth haben daher einen neuen Namen: Thread.

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