2020 war meine Werkstatt an der Reihe und erhielt eine Kernsanierung. Seitdem spricht darin natürlich auch alles Apple HomeKit und auch das Heizen war und ist ein technisch interessantes Thema. Klassische Heizlüfter hatte ich getestet, allerdings bringen diese nur Nachteile mit sich. Daher wurde das Heizen nun komplett umgekrempelt. In der Werkstatt wird via Apple HomeKit mit einer Infrarotheizung von Könighaus (⇒LINK) für die nötige Wärme gesorgt.

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Der große Nachteil von Heizlüftern

Ein Heizlüfter bringt Wärme, das ist korrekt. Allerdings arbeitet dieser auch nur mit der Luft, wie es ein üblicher Heizkörper tut. Hört er auf zu arbeiten, kühlt auch direkt die Luft wieder ab. In einer Werkstatt, die bei mir im Keller liegt und nicht die höchsten Isolationsanforderungen aufweist, kühlt die erwärmte Luft noch schneller ab und jeder wird diesen Effekt sicherlich schon selbst irgendwo bemerkt haben. Klimaanlagen besitzen übrigens den gleichen negativen Effekt.

Schuld sind ausgekühlte Oberflächen, die beim Beenden des Heizens direkt die Luftwärme schlucken. Ein weiterer Nachteil ist die Luftfeuchtigkeit im Raum. Warme Luft nimmt mehr Wasserdampf auf als kalte. Kühlt die Raumluft also nach dem Erwärmen wieder ab, schlägt sich die Feuchtigkeit dabei nieder. Diese Feuchtigkeit kondensiert in den kältesten Ecken des Raums und verursacht nasse Ecken und Wände. Auf Dauer ist so auch Schimmel die Folge. Das Erwärmen der Luft durch einen Heizlüfter ist daher absolut ineffizient und bringt nur Nachteile mit sich. Vor allem der hohe Strombedarf ist ein großer negativer Faktor.

Der große Vorteil von Infrarotheizungen

Eine Infrarotheizung braucht zuerst einmal viel weniger Energie. Wo man zuvor mit einem Heizlüfter an die 2500 Watt einsetzte, braucht man bei einer Infrarotheizung in diesem Fall nur 1000 Watt. Allerdings ist das Heizen damit auch eine ganz andere Welt. Die Wärme baut sich beim Heizen mit einer Infrarotheizung in Stufen auf. Denn hier wird Strahlungswärme erzeugt, welche auf Oberflächen trifft und diese erwärmt.

Erwärmte Oberflächen geben Wärme wieder ab – jeder wird diesen Effekt von vielen Menschen in einem Raum kennen, die den Raum nach und nach aufheizen. Auch eine von der Sonne aufgeheizte Mauer oder asphaltierte Fläche gibt nach Sonnenuntergang noch die gespeicherte Wärme wieder ab. Eine Infrarotheizung bedient sich somit des gleichen Effekts.

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Installation und Ausrichtung

Bevor man sich für eine Infrarotheizung entscheidet, gilt es die Größe des Panels zu definieren. Je größer das Heizpanel einer Infrarotheizung ist, desto mehr Watt kann sie zum Heizen aufwenden und desto mehr kann sie einen Raum erwärmen. In meinem Fall hat das Heizpanel eine maximale Leistung von 1000 Watt. Das Heizpanel ist 100 cm lang und 60 cm hoch. Außerdem ist es nur 1 cm tief. Für die Montage kann man sowohl eine Wand als auch die Decke wählen. In beiden Fällen sollte man 15 cm an Platz um das Panel herum vorsehen.

In meinem Fall passte das an eine freie Wand sehr gut. Hier kann die Wärme von der planen Fläche direkt nach vorne strahlen und Raumoberflächen erwärmen. Um die Löcher für die Aufhängung korrekt zu bohren, liegt eine Bohrschablone bei. Diese klebt man einfach an die gewünschte Stelle und zeichnet sich so die passenden Bohrabstände an. Dübel, Schrauben und Abstandshalter liegen dem Infrarotheizgerät bei. Die Abstandshalter müssen genutzt werden, damit das Infrarotheizgerät etwas von der Wand wegsteht und etwas Luftzirkulation ermöglicht wird. Die Wärme wird in jedem Fall aber nur nach vorne abgestrahlt – die Rückseite bleibt kühl und erhitzt den Untergrund dahinter somit nicht.

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Für die Montage …

… hängt man das Panel nur an den Schrauben auf und schiebt die Schraubenköpfe dann in die Nut. So hält sich das Panel komplett alleine – egal, ob an der Wand oder auch an der Decke. Die Wahl der Panelgröße erfolgt übrigens immer in Abhängigkeit der Raumgröße. Das Infrarotheizgerät hat bei mir eine Leistung von 1000 Watt und erwärmt somit die 16 qm große Werkstatt. Wer mehr oder weniger Leistung braucht, der wählt somit nur eine kleinere oder größere Panelgröße. Man sollte hier aber zeitgleich immer bedenken, dass es einen freien Platz zur Montage braucht.

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Das automatische Heizen

Dem Infrarotheizgerät von Könighaus liegt ein Thermostat bei, wenn man möchte. Dieses wird zwischen Netzstecker des Infrarotheizgerätes und der Steckdose eingesteckt und misst hier die Temperatur mit. Somit kann es gezielt ein- und ausgeschaltet werden, wenn eine Temperatur erreicht ist. Ich löse dies alles mit einem Eve Energy in der Werkstatt.

Da dieser Thread spricht, ist er via HomePod mini nun auch im Bruchteil einer Sekunde eingeschaltet und somit auch die Infrarotheizung in der Werkstatt. Eine angelegte Apple HomeKit-Automation agiert als Frostschutz. Sollte die Temperatur in der Werkstatt unter 3 °C fallen, so schaltet der Zwischenstecker die Infrarotheizung ein. Beim Erreichen von 10 °C wird die Heizung wieder deaktiviert. Natürlich braucht es ein Gerät zum Messen der Raumtemperatur. Hierfür setze ich den Apple HomeKit Luftdetektor von Cleargrass ein.

Und damit nicht nach draußen geheizt wird, wird die Heizung direkt ausgeschaltet, wenn das Fenster gekippt oder geöffnet wird. Auch wird die Frostschutzautomation nicht ausgeführt, sollte das Fenster gekippt oder geöffnet sein. Den Zustand des Fensters kontrolliert der Eve Window Guard (⇒LINK) .

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Das Infrarotheizgerät von Könighaus …

… bietet eine Wärme wie vor einem Kamin. Die Strahlungswärme trifft direkt auf einen und wärmt. Der Effekt ist also direkt wahrnehmbar. Wirklich schön ist auch das Erscheinungsbild, denn dieses wirkt nicht störend. Das Heizpanel wirkt wie ein leeres Whiteboard. Wer möchte, kann sich auch direkt beim Hersteller das Panel bedrucken lassen oder schon fertige Druckmuster wählen. So wirkt ein Heizpanel wie ein Bild an der Wand und erwärmt auf Wunsch auch noch zugleich den Raum. Ganz schön pfiffig. Ebenfalls kann die Richtung des Kabelausgangs gewählt werden. Bei mir war das Herausführen des Kabels aus der unteren linken Ecke ideal und somit von mir gewählt worden.

Das Heizen via Infrarot braucht ein wenig Zeit. Der Raum bzw. die Objekte im Raum nehmen nach und nach die Strahlungswärme auf. Der Raum wird also indirekt erwärmt und nicht die Luft im Raum – wie es ein Heizlüfter machen würde. Auch bleibt die Luftfeuchtigkeit in diesem Fall relativ stabil und schwankt nicht. Klar, denn die Luft wird gar nicht bewegt.

Die Wärme ist super angenehm und kann für einen direkten Effekt sehr gezielt eingesetzt werden. Eine Deckenmontage ist daher sehr zu empfehlen, um den Arbeitsbereich darunter direkt in ein warmes Umfeld zu bringen. Schade, dass mir diese Art des Heizens nicht schon früher auffiel, denn dann hätte ich jegliches Heizen mit einem Heizlüfter schon längst unterlassen und richtig geheizt. Übrigens lassen sich auch Badezimmer auf diese Art exzellent beheizen, denn hinter einer Spiegelfläche kann eine Infrarotheizung ideal verbaut werden und bleibt optisch unsichtbar. Auch hierfür hat die Firma Könighaus (⇒LINK) einige Produkte im Sortiment.

*verlinkte Produkte zu Onlineshops sind Affiliate-Links

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