Manche Dinge sind zu Beginn ein echter Hype und wenn man sie dann ein wenig nutzt, verblasst auch das Strahlen mit der Zeit. Das ist ganz normal und ist nach nun einem Jahr mit den Apple AirTags genauso. Über die Apple AirTags sprach ich vor einem Jahr ausgiebig in Kolumnenform (⇒LINK). Heute möchte ich hier ein kleines Resümee ziehen – ein Jahr mit den Apple AirTags.

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Diese Kolumne lese ich dir auch persönlich in einer Podcastepisode vor.

 

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Grundsätzlich …

… vergisst man nach einiger Zeit den ersten Eindruck. Und mit den Apple AirTags war es bei mir nicht anders. Die Apple AirTags schwirren gefühlt seit Jahren schon im Code von iOS und Co. herum. Und wenn man sich die Verpackung und Beschreibungen von anderen Produkten so betrachtet hat, dann waren die Dinger eigentlich schon vor gefühlt drei Jahren fertig. Ein wenig wie AirPower – was aber mausetot ist. Nun, die Apple AirTags erreichten uns im Frühjahr 2021 als eine ganz neue Art von Zubehör und sind mittlerweile weltweit millionenfach im Einsatz. Bei mir sind es derzeit sieben Stück.

Wieso eigentlich Apple AirTags?

Ja, da fragte ich bin zu Beginn auch erst kurz. Dann war aber auch relativ schnell klar, dass es einige Dinge gibt, die man verlieren kann und wiederfinden will. Das kann eine Kleinigkeit sein, aber auch eine wichtigere Sache. Daher ist der Apple AirTag bei mir vom Schlüssel über den Rucksack bis zum KFZ im Einsatz. Allerdings vergisst man ihn schlicht. Genau das ist das Faszinierende an ihm und seinen Funktionen. Er ist da, aber man bemerkt ihn erst wieder, wenn man wirklich auf ihn setzen muss und ihn braucht. So erinnere ich mich erst an den Tracker im Auto, wenn ich dieses in einer fremden Umgebung geparkt habe und im Anschluss nach längerer Abwesenheit wiederfinden muss. Klingt das nach einem Luxusproblem? Nein, es klingt nach der Praxis, die jeden tagtäglich trifft.

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Ich war …

… sehr schnell von dem Apple AirTag angetan. Daher wird er auch in einer recht hohen Stückzahl bei mir eingesetzt. Damit ich diese an ihren Orten korrekt befestigen und anbringen konnte, entwarf ich aus Ideen heraus ein paar Halterungen und biete diese auch als fertiges Produkt für euch in meinem Shop an (⇒LINK). Dadurch hängt der Apple AirTag an meinem Schlüsselbund, in insgesamt drei Taschen, im E-Roller und auch im Auto. Er findet demnach in vielen Anwendungsszenarien einen passenden Einsatz. Sein sehr einfaches Design gibt ihm die Möglichkeit ihn wirklich sehr schnell und praktisch an einen Gegenstand befestigen zu können. Über den Preis kann man sich immer streiten. Auch über den der AirTags natürlich. Wichtig zu wissen ist, dass man Gegenstände schlicht mit ihnen absichert und im besten Fall auch wiederfindet. Theoretisch weltweit. Allein dieser Gedanke mag schon die Kaufentscheidung einfacher ausfallen lassen, wenn man so seinen Schlüsselbund absichern kann, oder?

Nach nun einem Jahr …

… mit den Apple AirTags, vergesse ich diese ganz gern. Allerdings sind sie dennoch da und erst für diese Kolumne musste ich mich an sie alle im Einzelnen erinnern. Sie sichern still und heimlich meine Gegenstände. Checke ich nach einem Jahr den Stand der Batterien über die App “Wo Ist?”, so besitzen alle Tracker noch mindestens einen Batteriestand von 50 %. Ab wann sie mich warnen? Das kann ich noch nicht sagen. Wenn, dann sind die CR2032-Knopfzellen aber in wenigen Sekunden getauscht (⇒LINK). Scheinbar ist die Angabe von zwei Jahren doch recht präzise von Apple gesetzt worden. Das Anpingen der AirTags passiert im Hintergrund und auch die Firmware wird ganz automatisch über das AirTag-Netzwerk und den ganzen Geräten darin installiert.

Wieso Netzwerk?

Die Frage klärt sich erst dann, wenn man etwas wirklich verloren hat und danach sucht. Es muss dafür Kilometer weit entfernt sein und erst dann erkennt man die Magie. Verliert man einen mit einem Apple AirTag gesicherten Gegenstand, dann findet man ihn auf die kurze Distanz recht schnell. Man bekommt in der App “Wo Ist?” schnell den letzten Ort angezeigt. Liegt der Gegenstand in unmittelbarer Nähe, findet man ihn durch ein akustisches Signal recht schnell, sofern er auch in der Bluetoothreichweite vom eigenen iPhone, iPad, Apple Watch oder einem Mac ist.

Hat man diesen Gegenstand viel weiter verlegt, so kann man sich auf das Netzwerk stützen. Dieses baut sich aus iPhone, iPad, Apple Watch und Mac weltweit auf. Bedeutet, dass ein fremdes iPhone euren mit einem Apple AirTag gesicherten Gegenstand im Hintergrund sieht und somit im Netzwerk den Standort verrät. Setzt man in der App “Wo Ist?” den Gegenstand als verloren an, so bekommen andere auch mitgeteilt, wenn ein verlorener Gegenstand in der Nähe ist. So betrachtet klingt dies nach dem weltweit größten Fundbüro. In meinem Fall konnte ich mein Auto geparkt in einer fremden Region wieder auf den Karten finden, da iPhone und AirTag sich zuletzt an einem Ort sahen und dann verloren. Dieser letzte Ort ist demnach der Ort des geparkten Autos und die Navigation dorthin erfolgt via Apple Maps. Ein unsichtbarer Wegweiser also.

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Lohnen sich Apple AirTags?

Das ist eine Frage, die ich aus meiner Sicht nicht pauschalisiert beantworten kann. Grundsätzlich würde ich sagen, dass jeder Schlüsselbund heute einen Apple AirTag als Anhänger besitzen sollte. Irgendwann verlegt man ihn einfach – auch als Pedant. Ich selbst habe drei unterschiedliche Taschen. Jede davon ist so ausgestattet, dass ich sie nur schnappen und mitnehmen muss. Ladekabel, Netzstecker und Zubehör sind immer für jede Tasche gepackt und immer bereit. Auch ein Apple AirTag hängt in jeder Tasche. Würde ich sie mit iPad und MacBook verlieren, wäre mir das mögliche schnellere Auffinden dieser Taschen im Falle des Falles sehr viel wert. Allein in diesen Momenten lohnt sich also ein Apple AirTag. Vielleicht beginnt man hier einfach mit einem und betrachtet sich dann, was man noch gegen Verlust absichern könnte. So würde ich es zumindest heute nach einem Jahr exakt wieder tun.

Mir fehlen allerdings kleine Details und …

… zwar hoffe ich hier auf iOS 16 und Co. Grundsätzlich lassen sich Apple AirTags sehr schnell und auch einfach einrichten. Sie sind aber immer an eine Apple ID gebunden. Das ist soweit auch kein Problem, allerdings kann man diese nicht über die Familienfreigabe teilen. Das sollte aber machbar sein, damit gemeinsam genutzte Objekte auch innerhalb einer Familie auffindbar gemacht werden können. Hier denke ich, dass Apple dem Netzwerk dahinter künftig noch etwas mehr Funktionen spendieren wird. Mir ganz persönlich fehlt die Funktion einem AirTag sagen zu können, dass er nur oder auch ein iBeacon sein soll. Ich nutze einen iBeacon im Auto und zeichne so die Anwesenheit und damit Fahrtdauern ganz automatisiert auf (⇒LINK).

Ich hätte hier gerne die Möglichkeit über die App “Wo Ist?” diese Verhaltensweise einstellen zu können. Dadurch könnte ein AirTag dann auch für Kurzbefehle und künftig vielleicht sogar für HomeKit-Automationen genutzt werden – für beides ist er nämlich ebenfalls derzeit noch nicht empfänglich. Ja, da ginge wirklich noch etwas mehr, um so auch in einem Raum eine Anwesenheit aufzeichnen zu können oder auch bei Annäherung eine Automation auslösen zu können. 

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Fazit

Der Apple AirTag ist ein Helfer, wenn man ihn braucht. Genau dafür ist er da. Man beachtet ihn nicht jeden Tag. Auch dann nicht, wenn er am Schlüsselbund im Sichtfeld hängt. Man vergisst ihn schlicht. Und dennoch ist er da und hilft in der Not. Allein diese Denkweise mag ich und sie verschafft einem ein irgendwie besseres Gefühl, Dinge im Falle des Falles schneller und überhaupt wieder finden zu können.

Kaum verloren wir das Ziel aus den Augen, verdoppelten wir unsere Anstrengungen.

∼ Mark Twain – amerikanischer Autor und Kritiker ∼

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