Alle reden immer nur über Smart-Home, dabei ist Smart-Garden mittlerweile ebenso ein wichtiges Thema. Bei mir ist der Balkon beispielsweise seit Jahren smarter, als es andere Balkone sind. Neben einem Mini-Teich mit Goldfischen und einem Bachlauf, der via Apple Home ein- und ausgeschaltet wird, ist es vor allem smarte Bewässerung, die sich um das Bewässern kümmert. Eine perfekte Symbiose bilden hier Apple Home und das Gardena Micro-Drip-System. Und davon möchte ich euch, nachdem ich euch im Social Media schon ein wenig davon gezeigt habe, mehr zeigen.
KI-erweitertes Bild
Bereits im letzten Jahr …
… hatte ich euch über meinen smarten „Bewässerungscomputer“ erzählt. So nannte man die Dinger tatsächlich früher einmal. Heute ist es ein smartes Ventil, welches via App geöffnet und geschlossen werden kann. Bei mir muss das in Apple Home funktionieren. Daher nutze ich seit einem Jahr nun den MST100-Bewässerungscomputer von Meross (Affiliate-Link). Den gibt es günstig und er nutzt eine Bridge. Das stört mich nicht, da ich ein paar andere Dinge von Meross habe, die an dieser Bridge hängen. Selbst wenn nicht, kann man diese Bridge irgendwo hinhängen, da sie sich via Wi-Fi in das Netzwerk einbindet. Ganz ausführlich habe ich euch über dieses Zubehör hier berichtet. Also gerne alles dazu in diesem Artikel nachlesen.
Auch nach einem Jahr ist dieses Bewässerungszubehör noch 1A. Die Messinganschlüsse mit Innen- und Außengewinde sind perfekt. Ich habe das Zubehör im Winter reingeholt und jetzt nach dem Winter vor ca. vier Wochen einfach wieder mit neuen Batterien für die Saison versorgt und am Wasserhahn angedreht. Fertig. Läuft direkt genauso, wie ich das Zubehör zuletzt im Herbst genutzt hatte. Dabei hatte ich das Gerät einfach gesäubert und trocken über den Winter in einer Schublade verstaut.

Das smarte Ventil …
… lässt sich via Apple Home öffnen und schließen. Ebenfalls kann man direkt in den Einstellungen des Zubehörs in der Home-App definieren, wie lange das Ventil geöffnet bleiben soll, wenn man es öffnet. Mir reichen hier die 5 Minuten, was die kleinste Einstellung ist. Es handelt sich hier um ein Magnetventil, das einfach zugezogen wird, wenn kein Strom mehr fließt, der es offen hält. Selbst bei leeren Batterien wäre das Ventil also immer zu und dicht. Ein wichtiger Punkt, der erwähnt werden sollte. Das Wasser wird somit via Apple Home zum Fließen gebracht. Was jetzt noch fehlt, ist die richtige Leitung, um das Wasser zu verteilen. Ein normaler Gardena-Anschluss sorgt dafür, dass man das Endstück des Gardena Micro-Drip-Systems an den Bewässerungscomputer anschließen kann.
Da der Druck dafür aber etwas hoch wäre, …
… ist ein Druckminderer dabei. Dieser ist schon vorinstalliert und wichtig. Möchte man nicht nur den Druck mindern, kann man auch mit einem Zubehör Dünger einbinden. Dieser wird dann beim Durchfluss immer ein wenig mit in das Wasser gegeben und sorgt dadurch für ein kontinuierliches Düngen. Der Druckminderer ist in einem Starter-Set dabei. Ich habe einen, der erst auf einen dicken Wasseranschluss des Systems geht. Von diesem zweige ich ab. Man kann aber auch direkt auf den dünnen Schlauch gehen. Dafür müsste man dann zu einem anderen Druckminderer greifen. Ich verlinke euch in diesem Abschnitt die unterschiedlichen Produktarten, damit ihr euch diese anschauen könnt.

Egal ob dick oder dünn, …
… das Wasser muss an die Punkte gebracht werden, wo es gebraucht wird. Hierfür habe ich mir schon im letzten Jahr Balkonkästen gebaut, die auf einem Balkongeländer sitzen. Darin sitzen gewöhnliche Blumenkästen aus Kunststoff. Diese sind unten etwas mit Kies gefüllt und besitzen auch zwei kleine Ablauflöcher. Es kann somit keinen Wasserstau geben. Das ist auch wichtig, denn sonst läuft euch Wasser auf den Balkon und Pflanzen saufen euch ab. Mit dem kleinen Schlauch habe ich Düsen so im Pflanzkasten platziert, dass diese Wasser in den Kasten tropfen lassen. Pro Kasten sind es drei Düsen. Einer links, einer in der Mitte und einer rechts. Damit diese Düsen etwas Halt haben, habe ich mir diese Halterungen hier via 3D-Druck gefertigt. Diese Düsen können darin eingeklippt werden und alles mit einem Spieß in die Erde gesteckt werden. Hält perfekt. Wenn ihr dieses Zubehör benötigt, sprecht mich gerne über diesen Weg an. Ich fertige es euch gerne an und sende es euch zu.
Zum Legen des Schlauchs um Ecken …
… habe ich Winkelverbinder genutzt. Den Ausgang, den ich nicht nutze, habe ich mit einem Stück Schlauch und einem Endstück abgeschlossen. Optional hat man so auch noch mal einen Zugang für eine zusätzliche Düse frei. Mit Kabelbindern habe ich die längeren Schlauchstrecken am Balkongeländer befestigt. Somit ist auch alles wettersicher. Es gibt unterschiedliche Düsen. Jede funktioniert etwas anders. Manche geben nur Tropfen ab, manche kleine Wasserstrahlen, und manche lassen sich so auch in der Durchflussrate einstellen. Ich verlinke in diesem Absatz ein paar Arten, die ich nutze und empfehle.

Grundsätzlich war es das schon.
Nach der Anbringung der Düsen und dem Verlegen des Schlauchs macht man einen Bewässerungstest, um zu schauen, ob und wie viel Wasser wo ankommt. Man lässt also Wasser über das smarte Ventil laufen und dreht dann jede Düse auf Wunsch mehr auf oder mehr zu, um die Menge an Wasser zu regulieren. Bei Balkonkästen wäre ein tägliches Gießen gut.
Daher lässt man einfach nur Wasser in den Kasten tropfen und das dann fünf Minuten lang. So ist die Erde immer feucht. Ihr solltet nur am frühen Morgen oder am späten Abend auf diese Art bewässern. So haben die Pflanzen die Chance, sich das Wasser zu ziehen, da es nicht bei der Tageswärme verdunstet. Die Pflanzen stärken sich somit über Nacht.

Mein Mini-Teich verliert immer mal etwas Wasser.
Durch Verdunstung ganz normal. Daher ist er mit an meinem Micro-Drip-System angebunden und wird somit jeden Tag etwas nachgefüllt. Überlaufen kann er nicht. Dafür sorgt ein Überlauf aus Messing, wodurch Wasser einfach wegläuft. Auf meinem Balkon habe ich nicht nur Balkonkästen, sondern auch Kübelpflanzen. Diese werden ebenfalls immer mitbewässert. Grundsätzlich kümmere ich mich nie um das Gießen. Ich sage Siri nur „Schalte Sprinkler auf dem Balkon ein.“ und es wird für fünf Minuten bewässert. Wenn ich also sage, dass ich auf dem Balkon gießen gehe, dann mache ich nicht mehr als dieses Sprachkommando.
In Summe nutze ich das Micro-Drip-System so nun schon seit ca. sechs Jahren. Ich habe nur den Grundstock immer mal wieder verändert. In diesem neu Hinzugekommenen ist das Bewässern der Balkonkästen. Ich muss mich so auch nicht darum kümmern, dass in meiner Abwesenheit jemand auf dem Balkon meine Pflanzen gießt. Das mache ich selbst. So sitze ich auch mal nicht in Deutschland, tippe in der Home-App den Sprinkler an und zu Hause wird der Balkon bewässert. Okay, die Fische in meinem Mini-Teich müssen hier gelegentlich einmal gefüttert werden, aber das erledigt die Person, die meine Pflanzen im Haus gießt, wenn ich mal nicht zu Hause bin. Smart-Home ist also das eine, Smart-Garden das andere. Und vielleicht konnte ich euch mit diesem Artikel und diesen Eindrücken dieses Thema etwas näherbringen.
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