Allgemein ist die Akkulaufzeit eines iPhone wirklich nicht verkehrt. Dennoch kann es hier und da vorkommen, dass das iPhone plötzlich schneller am Akkuende ankommt als einem lieb ist. In der Regel könnte es da einige Faktoren geben, welche dafür verantwortlich sind. Der erste wäre eine plötzliche intensivere Nutzung des Gerätes. Doch es können auch Faktoren sein, welche man nicht direkt sieht, geschweige denn kennt. Vielleicht helfen dir diese Ratschläge, um das Akkulaufzeitproblem deines iPhone zu lösen. Und es gibt hier einen kleinen Rat: Alles, was für die Apple Watch gilt (⇒LINK), gilt in gewissen Maßen auch für das iPhone.

Akkulaufzeitproblem-mit-der-iPhone-So-loest-du-das-Problem-vielleicht.-scaled Akkulaufzeitproblem mit dem iPhone? So löst du das Problem vielleicht.

Nummer 1: Software aktualisieren

Eigentlich sollte es klar sein und dennoch machen es viele nicht. Es geht um das Nutzen der neuesten Softwareversion. iOS nennt sie sich auf dem iPhone und ihr solltet hier immer die neueste Version nutzen. Da diese immer auf alle iPhone-Modelle angepasst und somit optimiert ist, nutzt ihr auch immer ein System, welches optimal mit dem Akku umgeht. Checkt in der Einstellungs-App unter “Allgemein” und dort im Punkt “Softwareupdate”, ob nicht doch ein Update für euer iPhone verfügbar ist. Wenn ja, dann installiert es und beobachtet danach ein paar Tage lang, ob sich das Gerät mit dem Akku immer noch identisch verhält – oder eben nicht. Vielleicht löst dies schon das Akkulaufzeitproblem eures iPhone.

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Nummer 2: Das richtige Aufladen

Kann man beim Aufladen eines iPhone etwas falsch machen? Ja, kann man. Zumindest, wenn man es auf Dauer macht. Der Akku eines iPhone mag es zum Beispiel gar nicht, wenn er permanent am Strom hängt und immer auf 100 % gehalten wird. Optimal wäre es, wenn man den Akku immer bei 80 % halten würde. Aber das sind alles technische Märchen, die niemand in der Praxis erfüllen kann. Muss man auch nicht, denn das iPhone soll genutzt und nicht nur gewartet werden. Dem Akku eines iPhone ist es eigentlich relativ egal, ob ihr ihn von 30 % auf 100 % aufladet oder von 70 % auf 100 %.

Es kann aber helfen den Akku einmal zu resetten. Dies macht man am besten dann, wenn man merkt, dass der Akku sich wirklich viel schneller als gewohnt entlädt – ohne dass man etwas an seinem Nutzerverhalten geändert hat. Nutzt das iPhone als so lange bis es komplett 0 % besitzt und ausgeht. Nun ladet ihr es via Lightningkabel auf und zwar ohne Unterbrechung. Ladet es also auf 100 % auf.

Belasst es danach noch eine Stunde am Strom. Durch diesen Vorgang berechnet das iPhonesystem die Kapazität des Akkus neu. Da ein Akku altert, fällt auch mit der Zeit seine Kapazität. Solch ein Trigglecharge könnte euch schon eine Hilfe gewesen sein, dass der Akku wieder länger und wie gewohnt hält. Ich nutze zum schnellen Aufladen eines iPhone übrigens gerne diesen Netzstecker hier (⇒LINK) und dieses Lightningkabel (⇒LINK). Zumal ihr mit beidem das iPhone via Fast-Charging in 30 Minuten von 0 % auf 50 % aufladen könnt.

Um den Akku möglichst schonend zu laden, solltet ihr das optimierte Laden der Batterie aktivieren. Diese Einstellung findet ihr in der Einstellungs-App unter “Batterie” und dort im Punkt “Batteriezustand”. Aktiviert die Funktion, sofern sie nicht bereits aktiviert ist. Das iPhone lädt sich in vielen Fällen nur noch bis 80 % auf. Es entscheidet hier aber intelligent, wann und wie es sich komplett auf 100 % auflädt. Über ein Jahr summiert, spart das einige Ladezyklen und einiges an Akkuverschleiß.

Nummer 3: Batteriezustand checken

Wenn ihr euer iPhone einige Jahre im Einsatz habt, dann altert der verbaute Akku. Das ist normal. Je öfter der Akku in dieser Zeit geladen wurde, umso schneller altert er. Allerdings sind auch andere Faktoren dafür verantwortlich, dass der Akku im iPhone altert. Man sollte ein iPhone zum Beispiel niemals im überhitzten Auto liegen lassen. Auch sollte man es niemals in der Sonne liegen lassen. Gleiches gilt auch für die Kälte. So ein Akku mag es grundlegend nicht heiß und nicht kalt. Er mag die normale Zimmertemperatur. Das sollte man immer beachten. Dennoch altert der Akku und es kann vorkommen, dass das iPhone sich schnell entlädt und einfach ausgeht.

Das ist ein Indiz dafür, dass der Akku nicht mehr die Höchstleistungsfähigkeit besitzt. Das checkt ihr schnell, wenn ihr in der Einstellungs-App zum Punkt “Batterie” scrollt und dort dann “Batteriezustand” auswählt. Euch wird dann nach einer kurzen Berechnung die Höchstleistungsfähigkeit in Prozent angezeigt. Ein neues iPhone besitzt immer 100 %. Mit der Zeit sinkt diese prozentuale Anzeige allerdings. Im Klartext bedeutet dies, dass euch diese Zahl den Verschleiß des Akkus angibt. Sollte diese prozentuale Anzeige zu niedrig sein, kann euch das System auch warnen und einen Akkutausch emfephlen. Dies ist in den meisten Fällen die Ursache für ein Akkulaufzeitproblem mit dem iPhone.

Nummer 4: Hintergrundaktualisierungen checken

Apps können im Hintergrund Aufgaben durchführen. So checkt die Mail-App im Hintergrund nach einem bestimmten Zeitintervall, ob neue E-Mails angekommen sind und lädt sie herunter. Über einen Push der Mail-App bekommt ihr dies dann auch mit. Wenn sehr viele Apps solche Aufgaben im Hintergrund durchführen, geht das an den Akku des iPhone, wodurch ihr wahrscheinlich dann ein Akkulaufzeitproblem mit eurem iPhone besitzt. Zumindest beim ersten Betrachten. Öffnet die Einstellungs-App und wählt dort den Menüpunkt “Allgemein” aus. Wählt dann den Eintrag “Hintergrundaktualisierung”. Zum einen könnt ihr diese Funktion komplett deaktivieren. Das könntet ihr probieren und dann ein paar Tage beobachten, ob dies euer Problem löst.

Wenn ja, wird eine App mit großer Sicherheit an eurem Problem schuld sein und viel Rechenleistung im Hintergrund nutzen – was summiert an die Akkulaufzeit eures iPhone geht. Erkennt ihr dieses Phänomen, dann schaltet die Funktion der Hintergrundaktualisierung wieder ein und deaktiviert die Funktion in dieser Liste für einzelne Apps. Behaltet dann wieder über einige Tage im Auge, ob sich das Problem gelöst hat. Gerade WhatsApp, Facebook und Co. benötigen diese Funktion nicht, da sie sowieso via Push aufgeweckt werden.

Andere Apps benötigen diese Funktion aber grundlegend für ihren Betrieb. Ihr müsst hier einfach etwas experimentieren. Allerdings steckt genau hier oft das Problem, dass sich der Akku des iPhone ungewohnt schnell entleert. Durch App-Updates können sich Apps diese Funktion übrigens auch oft wieder aktivieren. Guckt also ab und an mal nach, um mit eurem iPhone in kein neues Akkulaufzeitproblem zu rennen.

Nummer 5: Stromsparmodus aktivieren

Das iPhone ist ein Hochleistungscomputer in der Hosentasche. Das vergessen viele leider immer. Es kann extrem viel an Rechenleistung aufzeigen und auch für Aufgaben einsetzen. Aber nicht immer braucht es diese. Dafür hat Apple die Stromsparfunktion eingeführt, wodurch die Leistung des Systems etwas gedrosselt und so der Stromverbrauch gemindert wird. Das bedeutet, dass der Akku in der Praxis wesentlich länger durchhält. Ihr aktiviert die Funktion in der Einstellungs-App im Menüpunkt “Batterie”. Das Batteriesymbol ändert in der Statusleiste seine Farbe von schwarz auf gelb, wenn diese Funktion aktiviert wurde.

Nummer 6: Flugmodus nutzen

Diese Option empfehle ich eigentlich nie. In gewissen Fällen kann der Flugmodus aber helfen. Wenn ihr diesen aktiviert, werden viele Verbindungen gekappt. Zum einen die Verbindungen via WLAN, Mobilfunk und Bluetooth. GPS wird niemals ausgeschaltet – auch mit Hilfe des Flugmodus nicht. Schlechter Mobilfunk kann aber dafür verantwortlich sein, dass der Akku sich schnell entleert und das kennt jeder, der nur ein E auf seinem iPhone in der Statusleiste sieht. Und gar kein Empfang ist hier noch schlimmer. Das System sucht in beiden Fällen immer nach einem besseren Netz und verbraucht dabei relativ viel Energie. Sollte man sich also längere Zeit in Gebieten mit sehr schlechtem Mobilfunk aufhalten – zum Beispiel ein Wandertrip in den Bergen – sollte man den Flugmodus aktivieren und so Energie sparen. Im Flugzeug müsst ihr diesen Modus sowieso nutzen und werdet den Effekt daher vielleicht sogar kennen.

Nummer 7: Apps im Multitasking schließen

Ab und zu können sich Apps auch aufhängen. Das passiert einfach, meist unbemerkt. Ich schließe Apps nie im Multitasking. Manchmal hilft es hier aber dennoch alles komplett zu schließen, gerade wenn man bemerkt, dass man ein Akkulaufzeitproblem am iPhone hat. Schließt also zwischendurch alle Programme, aber auch nur, wenn es sein muss. Grundlegend schläft eine App im Hintergrund nämlich ein und wird geweckt, sollte man sie wieder öffnen. Schließt man sie jedes Mal komplett und öffnet sie dann wieder, verbraucht dies mehr Akku als das Belassen der App im Hintergrund. Klar, denn eine komplett neu startende App muss sich komplett neu laden und benötigt daher mehr Energie als eine App, die kurz schläft und aufgeweckt wird. Logisch, oder? Diesen Tipp also nur dann befolgen, wenn ihr glaubt, eine aufgehangene App im Hintergrund zu besitzen. Besonders Spiele fallen in diese Kategorie.

Nummer 8: Lieber WLAN statt Mobilfunk nutzen

Ihr werdet es vielleicht selbst kennen. Das iPhone wird im dauerhaften Betrieb schneller warm, wenn es nur im Mobilfunk unterwegs ist und eingesetzt wird. Sollte man es für die gleiche Zeit in einem WLAN-Netzwerk nutzen, wird es weniger warm und auch der Akku nähert sich langsamer seinem Ende. Wenn ihr also könnt, dann nutzt lieber ein WLAN-Netzwerk statt den Mobilfunk. Der WLAN-Chip verbraucht schlicht weniger Energie als der Mobilfunkchip.

Nummer 9: iPhone neu aufsetzen

Ein System kann defekt sein. In manchen Fällen hilft daher das frische Installieren des Systems. In diesem Fall solltet ihr dringend ein Backup all eurer Daten anlegen, entweder via iCloud oder mit Hilfe von iTunes auf einem PC oder dem Finder unter macOS. Setzt das iPhone mit Hilfe eines PC oder Mac zurück. Dabei wird die neueste iOS-Version geladen und dann frisch auf dem Gerät installiert. Im Anschluss spielt ihr euer Backup wieder ein. Beobachtet dann, ob sich euer Akkulaufzeitproblem am iPhone erledigt hat. Wenn ja, war es tatsächlich ein defektes System auf dem Gerät – was nur sehr selten auftritt.

Nummer 10: Akku tauschen lassen

Wenn ein iPhone altert, altert auch der Akku mit. Das lernten wir gerade schon. Am Ende hilft aber alles nicht mehr und der Akku ist einfach durch. Hier hilft es also den Akku tauschen zu lassen. Ein iPhone mit einem Alter von drei Jahren ist hardwaretechnisch noch vollkommen okay und kann weitere drei Jahre eingesetzt werden. Hier lohnt sich daher ein neuer Akku im Gerät. Wenn ihr pfiffig seid, tauscht ihr ihn euch selbst. Ich empfehle aber eher einen professionellen Akkutausch direkt bei Apple. Hier wird der korrekte Akku mit korrekter Kapazität verbaut. Finger weg von billigen Ersatzakkus aus dem Internet. Hier gibt es viele nachgemachte und nicht originale Produkte, die euer iPhone am Ende auch beschädigen könnten.

Nummer 11: Wenn alles nicht hilft

Wenn alles nicht hilft, das iPhone vielleicht auch recht alt wirkt und auch ein Akkutausch keine Lösung brachte oder sich vielleicht auch finanziell nicht mehr rentiert, hilft nur ein neues iPhone-Modell. Es kann auch immer ein schlichter Hardwaredefekt sein. Selbst dann, wenn ein iPhone erst zwei oder drei Jahre alt ist. Grund sind hier oft Unfälle. Ein Sturz des Gerätes auf den harten Boden oder das Liegenlassen des Gerätes in extremer Hitze oder Kälte. Auch eingedrungene Flüssigkeit kann der ausschlaggebende Faktor sein.

Zwar sind iPhone-Modelle oft wasserdicht, aber auch nur für eine gewisse Zeit und auch nur, wenn es sich um klares Wasser handelt. Wenn also alles nicht hilft, ist nur der Griff zu einem neuen iPhone die letzte Wahl. Zuvor sollte man aber alle anderen Punkte dringend versucht haben. Sollten solche Probleme innerhalb eines Jahres nach iPhone-Kauf auftreten, solltet ihr direkt bei Apple vorsprechen und die Probleme erläutern. Oft werden solche Geräte komplett von Apple getauscht.

Genaues Hinsehen lohnt sich

Dies sind meine persönlichen Tipps und auch Erfahrungen aus etlichen Jahren der iPhone-Nutzung. Sie sind nicht zu hoch gegriffen und orientieren sich direkt an der Praxis. Hört auf euch Funktionen unnötig zu deaktivieren. Ich sehe zu oft, dass Nutzer Bluetooth aus- und einschalten, um angeblich Akku zu sparen. Alles Quatsch, denn ein iPhone arbeitet nur mit Bluetooth, wenn es muss. Dies ist schlicht ein Mythos aus uralten Handyzeiten. In erster Linie sitzt das Problem oft vor dem Gerät selbst. So bemerkt man oft selbst nicht, dass eine vielleicht vor einigen Tagen neu installierte App das Problem sein könnte, weil sie einfach viel genutzt wird und man dadurch an seinem Akkulaufzeitproblem des iPhone selbst Schuld ist.

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