Erinnern wir uns noch an das iPhone 5? Nur noch, wenn wir wirklich wollen, oder? Dabei war es das iPhone, das für den größten Aufschrei in der Geschichte gesorgt hat und das hatte sehr bestimmte Gründe. Wenn wir etwas nicht mögen, dann ist es etwas weggenommen zu bekommen. Das iPhone 5 löste den Dockconnector ab und setzte fortan auf Lightning als Anschluss. Das ist nun schon zehn Jahre her und vielleicht gilt es nun einmal in die Zukunft zu fühlen, was nach Lightning kommen mag.

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Diese Kolumne lese ich dir auch persönlich in einer Podcastepisode vor.

 

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Dass die Zukunft drahtlos ist, …

… ist eigentlich fast eine Lüge. Zumindest dann, wenn diese drahtlosen Lösungen nicht zuverlässig funktionieren. Ich meine, man schaue sich bis heute AirDrop, AirPlay und auch AirPrint einmal genauer an. In diesen drei Gebieten stolpert man grundlegend immer in Situationen herein, in denen etwas nicht richtig funktioniert. Das mag nicht einmal an den Betriebssystemen von Apple oder gar an der Hardware der einzelnen Geräten liegen, sondern an dem Konstrukt drumherum. Drahtlose Netzwerke sind hier das Zauberwort und wir nennen diese schlicht WLAN. Genau hier beginnen die Probleme, dass die Zukunft nicht drahtlos funktioniert. Kein Router und dessen Chips sind gleich – egal, ob nun WIFI 6 oder älter. Das eine funktioniert besser und das andere dafür dann schlechter. So laufen AirDrop, AirPlay und AirPrint bei dem einen besser und bei dem einen schlechter. Hätte Apple sich doch niemals aus diesem Segment entfernt und Dinge wie AirPort Extreme und AirPort Express eingestellt. Aber genau hier setzen wir an der Thematik eines Anschlusses vielleicht am besten an.

Der eine Anschluss, …

… der am iPhone noch übrig geblieben ist, ist der Lightninganschluss. Was machen wir im Alltag mit ihm? Außer das iPhone aufzuladen nicht viel mehr. Kaum jemand wird noch sein iPhone mit dem Mac oder Windowscomputer verbinden, um Dateien oder gar Musik zu synchronisieren, oder? Wir wollen eigentlich nur schnell und einfach unser iPhone aufladen und via Lightning bekommen wir das mit Fast Charging auch sehr gut hin. Selbst unterwegs mit der richtigen Powerbank (⇒LINK). USB-C Power Delivery sei Dank, dass wir dadurch sehr flott ein iPhone zu Hause über die Steckdose, aber auch unterwegs via Powerbank aufladen können. Allerdings hat sich an Lightning sonst nie etwas geändert. Nicht einmal von der USB 2.0 Spezifikation ist es höher gesprungen und würde heute, wenn man das machen wollte, ein schnelleres Synchronisieren von Daten über einen Mac oder Windowscomputer ermöglichen.

Lightning …

… wurde 2012 mit dem iPhone 5 eingeführt. Der Aufschrei war zu dieser Zeit echt groß, da der Dockconnector einfach seit den iPod-Zeiten ein gewohnter Anschluss war. Plötzlich wurden somit etliche Dinge nicht mehr kompatibel. Und wenn wir von 2012 reden, dann reden wir hier auch von Dockingstations und Ladeschalen im Auto, worüber man ein iPhone zu damaligen Zeiten aufladen, aber auch Musik zu Lautsprechern übertragen konnte. Ein kleiner Adapter schaffte hier in manchen Fällen Abhilfe. Ich weiß den genauen Preis zur damaligen Zeit nicht mehr genau, meine mich aber an 29 € zu erinnern. Das war damals natürlich direkt ein zweiter Aufschrei. heute wissen wir, dass dieser kleine Adapter das analoge Signal vom Dockconnector in ein digitales AirPlay-Signal umwandelt, um es digital via Lightning ausgeben zu können – oder auch anders herum. Der kleine Adapter hatte also doch einiges auf dem Kasten. Das interessiert heute aber niemanden mehr – und das ist vollkommen okay.

2012 …

… meinte Apple, dass der Wechsel des Anschlusses nun ein Anschluss für die nächste Dekade sei. Damit wären wir nun an dem Zeitpunkt angekommen, von dem Apple damals sprach. Denn wie schon erwähnt, wird Lightning nun zehn Jahre alt. In dieser Zeit passierte dennoch etwas am iPhone. Wireless Charging bekamen wir mit dem iPhone 8 und iPhone X erstmals in die Hand. Und wenn wir ehrlich sind, haben wir seit dieser Zeit zum größten Teil Lightning als Lademöglichkeit vergessen. Zumindest ich lade seit dieser Zeit zu 95 % das iPhone drahtlos auf. Und natürlich dürfen wir nun MagSafe für das iPhone nicht vergessen. Ich liebe MagSafe schon seit der MacBook-Zeit und am iPhone spielt es nochmals eine ganz andere Rolle. Drahtlos mit 15 Watt ein iPhone zu laden, ist schon nett. Es dann noch magnetisch anbringen zu können, ist ein sehr netter Nebeneffekt. Daher bietet mein Shop auch zwei MagSafe-Ideen an (⇒LINK).

Wir können unser iPhone heute also einmal via Lightning drahtlos mit 7,5 Watt und via MagSafe drahtlos mit 15 Watt aufladen. Dadurch haben wir eine kabelgebundene Option und zwei kabellose. Sind wir damit also vielleicht doch in der drahtlosen Zukunft angekommen? Ein großes Stück zumindest. Denn auch die AirPods und die Apple Watch können ebenso drahtlos aufgeladen werden. Grundlegend kann man also sagen, dass wir unser Verlangen nach dem einen Anschluss sehr stark abgelegt haben und erst dann darauf zu sprechen kämen, wenn Lightning wegfallen würde.

Was kommt also 10 Jahre nach Lightning?

Ich bin mir unsicher, ob ein iPhone noch einen Anschluss braucht. Grundlegend würde ich diese Frage mit “Nein” beantworten. Wieso, ist relativ klar und nicht mit den Punkten von heute zu begründen. Apple müsste dem iPhone via MagSafe vielleicht noch etwas mehr als 15 Watt erlauben. Auch müsste das iPhone vielleicht in der Lage sein auch drahtlos Strom abgeben zu können. Ich war vor kurzer Zeit etwas länger unterwegs und vergaß natürlich ein Netzteil zum Aufladen meines iPhone. Ich hatte aber ein USB-C- auf Lightningkabel und mein iPad pro dabei. In dieser Situation erinnert man sich dann daran, dass das iPad via USB-C auch das iPhone aufladen kann.

Das war dann in der Praxis die Lösung. Hätte ich die MagSafe Batterie aber dabei gehabt, hätte diese auch dieses Problem lösen können (⇒LINK). Wäre es an der Zeit, dass das iPhone endlich einen USB-C-Port erhält? Vielleicht. Aber was wäre der Vorteil? Außer, dass man für iPhone und iPad nur noch ein Ladekabel nutzen müsste? Was wäre anders? Wahrscheinlich nicht viel, wenn wir weiterhin ein iPhone dann doch drahtlos aufladen?

Ist MagSafe also vielleicht schon die Vorbereitung auf einen nächsten Schritt?

Wird das iPhone auch seinen letzten Anschluss verlieren? Vorteil wäre, dass ein iPhone noch besser wasserdicht und staubdicht wäre als es das heute unter einem iPhone 13 Pro schon ist. Klar wäre auch, dass im Geräteinneren sehr viel neuer Platz frei wäre, den heute die Lightningbuchse belegt. Wichtiger Platz, um ein iPhone vielleicht mehr Lautsprecher auf der Unterseite anbieten zu können oder auch einfach etwas mehr Akkukapazität für eine weitere Stunde an Laufzeit spendieren zu können.

Ja, der Wegfall oder auch nur der Wechsel des Anschlusses hat viele Themen im Hintergrund. USB-C würde schlicht das eine durch etwas anderes ablösen, aber nicht viel besser machen. In der Praxis greifen wir aber dennoch in gewissen Situationen zu einem Kabel. Was ist also nach zehn Jahren die genaue Strategie, um Lightning durch etwas anderes zu ersetzen oder den Geräteanschluss komplett vergessen zu lassen? Oder haben wir uns nicht auch nach vielen Jahren an den Wegfall des Kopfhöreranschlusses gewöhnt?

Lightning, ein Connector für das nächste Jahrzehnt.

∼ Phil Schiller – ehemaliger Apple Marketing-Vizepräsident ∼

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