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Wenn man schon sehr lange im Internet unterwegs ist, dann hat man schon sehr viele Stationen hinter sich. Eine könnte auch Twitter sein. Twitter macht derzeit einen Wandel in zwei Richtungen durch. Und mit etwas Pech ist Twitter plötzlich weg. Doch was kommt nach Twitter?

Was-kommt-nach-Twitter-scaled Was kommt nach Twitter?

Diese Kolumne lese ich dir auch persönlich in einer Podcastepisode vor.

 

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Das Internet …

… hat viele Facetten und hier jede einzige aufzuschlüsseln, würde den Rahmen einer Kolumne sprengen. Könnte aber gut und gerne einmal ein Kolumnenthema für sich sein. Wenn wir uns ca. 20 Jahre zurückerinnern, dann fand die Internetnutzung noch sehr ortsgebunden und lokal statt. In dieser Zeit ging man unterwegs in ein Internet-Café, bezahlte ein paar Euro für eine Stunde Internetzugang und konnte so seine E-Mails abrufen, kurz mit seinen Leuten schreiben und vielleicht das eine oder andere eBay-Gebot abgeben.

Das sind Erfahrungen, die wir heute ganz gerne vergessen, denn das Internet hat sich in etliche Richtungen ausgebreitet. Wo ein Messenger noch auf einem Rechner installiert war und man sich für eine Onlinezeit verabredete, sind wir heute schlicht immer online und damit immer erreichbar. WhatsApp ist also mehr oder weniger das ICQ 2.0.

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Daneben waren es …

… vor allem Facebook und auch Twitter, welche sich als Social Media Kanäle in unser Leben schlichen und über die wir anfingen unsere Informationen zu beziehen und zu teilen. Wir haben uns daran gewöhnt, dass wir vielleicht gar keine Zeitung mehr aufschlagen und auch keine gesonderte Nachrichtenseite im Internet aufrufen, um uns über Neuigkeiten zu informieren. Facebook und Twitter berieseln uns hier auf Wunsch und gerade Twitter war und ist der Garant für das sehr schnelle Übermitteln von Informationen. Gerade deshalb hat sich auch der Journalismus in etlichen Punkten verändert, wodurch heute jeder Internetnutzer ein Teil des heutigen Journalismus geworden ist. Dennoch muss hier noch das Filtern von echten und verzerrten Informationen erwähnt und auch im besten Fall beherrscht werden.

Auf Twitter …

… bin ich schon sehr viele Jahre und gefühlt von Beginn an. Noch lange Jahre zuvor, als Twitter gar keine eigene und offizielle App besaß. Heute ist Twitter nur ein Tippen auf dem iPhone über dessen App entfernt und schon ist man im Geschehen. Für mich ist Twitter zu einem kleinen Zuhause geworden. Über diese Plattform bin ich die ersten Schritte im redaktionellen und journalistischem Bereich gegangen, habe meine erste Anstellung in diesem Bereich darüber gefunden und habe etliche coole Leute kennengelernt. Ein Gefühl, das mir kein Dienst oder eine andere Plattform so jemals geben konnte. Twitter ist essentiell und es vergeht kein Tag, an dem ich dort nicht bin – als stiller Leser oder als Ersteller von Inhalten.

Über Twitter …

… kann man viel reden, denn es hat sich etliche Jahre nahezu nichts an dem Dienst getan. Das kann positiv, aber auch negativ sein. Zum einen blieb Twitter wie es ist und man hatte die gleichen Gewohnheiten weiterführen können. Auf der anderen Seite hat sich Twitter aber auch in Summe wenig weiterentwickelt. Um Twitter herum sind Instagram, TikTok, Clubhouse usw. mit Themen bekanntgeworden, die Twitter verschlafen, aber auch danach weiterhin ignoriert hat. Allein dass man Stories in Twitter einstellen konnte und diese Funktion nach nur sehr wenigen Monaten wieder entfernt wurde, zeigt, dass Twitter Social Media in einigen Punkten nicht ernst genug betrachtete und gerne falsch entschied. Daher existiert die Frage “Was kommt nach Twitter?” schon längere Zeit.

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Nach der Übernahme …

… durch Elon Musk erfordert Twitter eine neue Betrachtung. Grundsätzlich mag ich Elon Musk als Person und seinen Charakter nicht. Das Verhalten, mit dem er anderen Menschen entgegenkommt, wirkt für mich sehr unsympathisch und teils abgehoben. Ein Psychologe würde dies als Narzissmus diagnostizieren.

Als CEO macht er das, was der vorherige CEO nicht machte – er nutzt sein eigenes Produkt und twittert in diesem Fall selbst. Das kann gut sein, muss es aber nicht. Grundsätzlich sollte man in dieser Position eine besondere Sensibilität und Moderationsfähigkeit besitzen. Eine Abstimmung in solch einem Medium, ob bspw. Donald Trump wieder auf Twitter reden darf oder nicht, ist eine Umfrage, die einfach in alle Richtungen manipuliert werden kann. Genau dieses Gespür fehlt ihm hier. Twitter mag ein Werkzeug sein, aber für gute und schlechte Dinge gleichermaßen.

Meinungsfreiheit hin oder her. Bisher hat sich in keinster Weise etwas an Hate-Speech geändert und auch am Beurteilen von beleidigenden und rassistischen Texten oder Inhalten hat sich nichts geändert. Dieses Bild zeigt sich schon, wenn man die Antworten auf einen Tweet von Elon Musk selbst betrachtet.

Was kommt nach Twitter?

Wie Twitter war und jetzt ist, wird es vielleicht nicht bleiben. Im Guten, aber auch im Schlechten. Ein CEO, der einen beträchtlichen Teil seiner Angestellten feuert, macht in einem Zuge vielleicht alles falsch, aber auch zugleich vieles richtig. So hilft ein frischer Wind auch immer etwas mehr Klarheit zu schaffen und vielleicht auch die offenen Baustellen von Twitter gesondert anzugehen. Twitter wird sich verändern. Vielleicht fährt Twitter aber auch komplett gegen die Wand und ist dann einfach weg. Vielleicht wandern auch aus diesem Grund viele ab und fangen auf Mastodon neu an. Allerdings ist eben die Frage “Was kommt nach Twitter?” gar nicht so leicht zu beantworten.

Grundsätzlich …

… sind viele Dinge weg, die wir einst gerne genutzt haben. Viele Social Media Plattformen gibt es heute nicht mehr und ohne einen Zukauf von Instagram und WhatsApp, gäbe es Facebook auch nicht mehr in seiner Form. Auch diese Einkäufe waren und sind nur ein Greifen nach mehr Halmen, an denen Nutzer hängen und die diesen Konzern über Wasser halten. Twitter hat es hier schon etwas schwieriger. Vor allem, weil TikTok in etlichen Altersgruppen deutlich populärer ist und einfach einen enormen Einfluss innerhalb der Medienflut im Internet hat (⇒LINK).

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Wenn man …

… von Twitter abwandert, dann wird man dies nicht das erste Mal getan haben. Keine Ahnung auf wie viele Plattformen ich schon war, welche heute nicht mehr da sind – app.net ist nur eine davon. Grundsätzlich sollte man sich dieses Thema immer wieder in den Hinterkopf rufen. Eine Social Media Plattform kann von heute auf morgen weg sein. Die Menschen, die dir dort folgen, sind ebenso von heute auf morgen weg.

Wenn Twitter also morgen weg ist, dann sind auch meine 10.000 Follower dort weg. Vielleicht finden sie mich und meine Inhalte woanders neu. Es bleibt aber der Grundsatz, dass eine Domain und ein RSS dahinter niemals weggeht. Egal, wie oft eine andere Plattform kommt und geht, die Inhalte in deinem RSS-Feed deiner eigenen Domain bleiben. Da wundert es mich nicht, dass ein sehr großer Teil meiner Leser über meinen RSS-Feed meine Inhalte liest.

Vielleicht …

… wäre das auch in diesem Zusammenhang ein guter Ansatz für euch. Wer sich als Influencer bezeichnet, ist morgen vielleicht schon arbeitslos und seine ganzen Arbeitsmaterialen verschollen, wenn seine Plattform morgen dicht macht. Deine Domain verliert nichts so schnell. Es wäre nicht das erste Mal, an dem ein YouTuber so zum Beispiel am Morgen aufwacht und bemerkt, dass sein Account gelöscht wurde. Und vielleicht geht einem dies eines Tages auch mit Twitter so. Also? Was kommt nach Twitter?

Wer möchte, findet mich auch auf Mastodon: @matthias_petrat@dju.social

“Twitter ist wie eine Party, auf der du Leute triffst, die du im echten Leben nie treffen würdest.”

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