Ist euch heiß? Wenn nicht gerade jetzt, dann mit Sicherheit beim nächsten Temperaturanstieg draußen. Wenn die Sonne so richtig auf die Dächer der Häuser knallt und es im Haus langsam immer wärmer wird, dann sind die Nächte zum Schlafen kaum zu ertragen. Schlimmer noch – man findet dadurch oft kaum Schlaf. Gerade in einer Dachgeschosswohnung kann man im Sommer laute Lieder davon singen. Aber muss das sein? Nein, denn eine Klimaanlage kann dieses Problem lösen. Beginnen wir also das Projekt “kühler Sommer” und steuern wir eine Klimaanlage via Apple HomeKit mit einer Steuereinheit von tado.

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Projekt “kühler Sommer”

Ich lebe mit meinen Eltern in einem Haus. Sie unten und ich oben. Somit wohne ich unter der Dachschräge. Das bemerkt man meistens erst im Sommer, wenn es warm wird. Besser noch – wenn es heiß wird. Gebäude und Räume heizen sich über Tag auf. Wenn sich darin jemand aufhält, sogar noch etwas mehr. Nicht, dass ich so ein heißer Typ wäre – aber Scherz bei Seite. Eine Klimaanlage ist im Sommer genau das, was man haben möchte, um in einem kühlen Klima arbeiten, wohnen oder auch einschlafen zu können. Ein heißes Schlafzimmer bringt einen nämlich nicht wirklich zur Ruhe und raubt einem auch den Schlaf. Das habe ich mit einer mobilen Klimaanlage gelöst. Und diese bediene ich via Apple HomeKit.

Kurz zur Klimaanlage selbst. Hier gibt es mittlerweile unzählige Modelle auf dem Markt. Für mich war aber wichtig, dass sie möglichst kompakt gebaut ist, nicht hässlich ist und auch eine Infrarotfernbedienung mit LCD-Anzeige mitbringt. Ich war fündig und habe das Modell PAC 2100 X von Trotec gefunden und gekauft. Es besitzt einen Abluftschlauch und ein geschlossenes Kühlsystem, das kein Kondenswasser sammelt und geleert werden müsste. Es funktioniert einfach für sich.

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Kompakt und einfach halten. So gut wie möglich.

Eine Klimaanlage zieht die Raumluft an, kühlt diese am Kühlaggregat ab und bläst sie gekühlt in den Raum. So kühlt sie den Raum Schritt für Schritt herunter. Die Wärme muss aber irgendwohin abgeleitet werden. Daher muss sie nach draußen. Hier kann man sich für eine Kernbohrung durch das Mauerwerk entscheiden, auf die man dann den Abluftschlauch steckt und die Wärme nach draußen bläst. Ich hatte darauf keine Lust und wollte keine “unnötigen” Wandbohrungen vollziehen. Daher habe ich mir etwas anderes ausgedacht.

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Eine Plexiglasscheibe auf Maß sitzt direkt im geöffneten Fenster im Fensterrahmen. Da sie passgenau ist, liegt sie direkt an der Gummidichtung an. Es kann somit keine Luft um das Plexiglas in den Raum gelangen. Zwei selbstgedruckte Riegel aus dem 3D-Drucker lassen die Scheibe links und rechts im Rahmen einklemmen. Die eingebrachte Öffnung ermöglicht für das Aufstecken des Abluftschlauches.

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Plexiglasscheiben dieser Art kann man sich online auf Maß bestellen. Ich habe mich für eine 5 mm dicke Plexiglasscheibe entschieden und diese hier bestellt (⇒LINK). Da bei meiner mobilen Klimaanlage schon ein Deckel zum Einlassen in eine Kernbohrung in der Wand dabei war, habe ich diese schlicht in der Plexiglasscheibe verbaut. Dadurch kann der Abluftschlauch passgenau auf die Installation gesteckt werden. Für Mietwohnungen dürfte diese Art der Installation ideal sein, denn man muss nichts bohren oder am Fenster umbauen. Man muss nur das Fenster komplett öffnen, die Plexiglasscheibe in den Fensterrahmen stellen, einklemmen und den Abluftschlauch aufstecken. Die Plexiglasscheibe verschwindet dann einfach im Kleiderschrank oder hinter einer Tür, wenn sie nicht gebraucht wird. Sauber und aufgeräumt. So liebe ich es!

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Plug & Play!

Alles sollte einfach sein und so ist es auch mit dieser Thematik. Nachdem die Installation für die Warmluftabfuhr besprochen und geklärt ist, gilt es sich mit der mobilen Klimaanlage zu beschäftigen. Diese braucht nun nur noch eine Stromquelle, damit sie auch aktiv arbeiten kann.

Diese vorgestellte Klimaanlage kann die Raumluft auf maximal 17 °C herunterkühlen. Der höchste Wert liegt bei 30 °C. Auch kann man das Gerät nur als Ventilator nutzen, um die Luft umzuwälzen. Hierfür nutze ich aber meinen Apple HomeKit-Luftreiniger (⇒LINK). Wichtig ist aber die LCD-Fernbedienung. Diese erlaubt das Einstellen der Temperatur und die Stärke der Lüftung. Exakt das ist der wesentliche Punkt, um in die nächste Thematik einsteigen zu können – die Steuerung/Bedienung der Klimaanlage via Apple HomeKit mit einer Zentrale von tado.

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Wichtig zu wissen!

Damit man mit der tado-Zentrale auch eine mobile Klimaanlage korrekt und in allen Funktionen steuern oder auch automatisieren kann, muss diese eine Fernbedienung mit LCD-Display besitzen. Nur so kann man später die genaue Temperatur, die Luftstärke und auch den Modus korrekt via Apple HomeKit einstellen. 90 % der mobilen Klimaanlagen haben eine Fernbedienung ohne eine derartige Anzeige und lassen sich mit der tado-Zentrale daher nur ein- und ausschalten, aber nicht die genaue Temperatur und andere Parameter definiert einstellen. Solltet ihr solch eine Klimaanlage besitzen oder euch eine mobile Klimaanlage anschaffen, so bedenkt dies bitte. Angebote aus Baumärkten u.ä. sind meistens immer günstige Modelle ohne eine LCD-Fernbedienung. Die von mir genutzte Variante ist eine große Ausnahme und eine große Empfehlung von mir.

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Noch aufgeräumter und ordentlicher!

Ihr habt es im ersten Bild schon gesehen. Die tado-Zentrale hängt bei mir an der Wand. Leider ist das nicht out-of-the-box machbar. Daher habe ich mir eine Halterung gedruckt. Die Druckdatei findet ihr hier (⇒LINK). Wer keinen 3D-Drucker besitzt, der meldet sich via E-Mail einfach bei mir: ►info@matthias-petrat.com

Die gedruckte Halterung kann man mit Dübeln und Schrauben an die Wand bringen. Ich habe sie schlicht mit doppelseitigem Klebeband an die Wand geklebt – hält! Danach klickt man die tado-Zentrale einfach in die Halterung. Meine Halterung habe ich aus schwarzem Kunststoff gedruckt. Natürlich kann auch weißer Kunststoff gewählt werden.

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Apple HomeKit und die Einrichtung.

Die Einrichtung in Apple HomeKit ist einfach. Home-App öffnen, neues Gerät hinzufügen und der gewohnten Reihenfolge folgen. Danach ist die Klimaanlagensteuerung von tado auch schon eingebunden. Diese muss nun aber konfiguriert werden. Dies macht man mit der App vom Hersteller.

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Preis: Kostenlos+

Man wählt in der Hersteller-App das Nutzen von Apple HomeKit aus und kann somit alles andere komplett ignorieren. Die App greift dafür auf die Hausdaten zu – was sie schlicht muss. Nun wählt man das bereits in HomeKit eingebundene Thermostat und folgt den Anweisungen. Man bringt mit Hilfe der originalen Fernbedienung nun der Zentrale die Befehle bei. Exakt hier ist die Sache mit dem LCD-Display wichtig, denn nur solche Fernbedienungen können auch die Befehle der Temperaturänderung, Luftstärkenänderung und der Änderung des Modus senden. Diese muss man also der Zentrale beibringen. Da es hier unterschiedliche Hersteller gibt, folgt ihr bitte den Anweisungen der Hersteller-App und lernt so der tado-Zentrale alles an.

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Eingerichtet und weiter geht’s.

Wichtig ist, dass ihr in der App des Herstellers die Betriebsart der Zentrale auf “Nicht-thermostatisch” stellt. Das könnt ihr in den Einstellungen der tado-Zentrale tun. Nur so funkt euch später nicht die tado-App in die HomeKit-Bedienung dazwischen. Denn wir wollen ja alles via Apple HomeKit bedienen, oder? Natürlich! Ihr könnt dennoch nebenbei auch immer die tado-App für die Bedienung nutzen. Solltet ihr also nicht auf Apple HomeKit setzen, hilft euch auch die App des Herstellers.

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Apple HomeKit und der Funktionsumfang

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich es nicht via Apple HomeKit steuern würde. So stelle ich mit Hilfe von Siri gerne die Temperatur ein und schalte die Klimaanlage ein oder auch aus. Hier muss man sagen, dass die Klimaanlage in diesem Punkt dumm ist und die Intelligenz von Apple HomeKit und der tado-Zentrale kommt.

Die tado-Zentrale misst die Raumlufttemperatur und auch die Luftfeuchtigkeit. Somit sagt sie an, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist. Lässt man also via Apple HomeKit die Luft von den bestehenden 29 °C auf 25 °C herunterkühlen, so stoppt die mobile Klimaanlage die Kühlung bei der erreichten Temperatur und lüftet nur noch. Steigt die Temperatur wieder an, wird wieder das Kühlaggregat eingeschaltet und gekühlt.

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Automationen und Bedienung

Apple HomeKit erlaubt auch, dass die tado-Steuerung für die Klimaanlage auch in Automationen genutzt werden kann. So kann sich die Klimaanlage mit einer voreingestellten Temperatur einschalten, wenn man nach Hause kommt und auch alles ausschalten, wenn man das Haus verlässt. Das kann man in Apple HomeKit dann auch mit einem Fenstersensor verknüpfen. Wird ein Fenster gekippt, wird die Kühlung gestoppt. Hierfür empfehle ich euch eine Automation vom Kollegen Yannic von SmartApfel (⇒LINK).

Mit der tado-Zentrale könnt ihr so schnell und einfach mit Hilfe von Siri die Raumluft kühlen oder auch die Kühlung stoppen. Die tado-Zentrale kann somit für mobile Klimaanlagen, aber auch für an der Wand festinstallierte Klimaanlagen genutzt werden. In beiden Fällen macht man aus einer Klimaanlage eine Apple HomeKit-Klimaanlage.

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Apple HomeKit-Klimaanlagensteuerung von tado – Steuerung auch mit Siri.

Wichtig ist, dass man die tado-Zentrale in der Nähe der zu nutzenden Klimaanlage anbringt, damit die von ihr ausgehenden Infrarotbefehle auch bei der Klimaanlage ankommen. Hierfür schickt sie einen Befehl immer von der oberen und rechten Gerätekante weg, damit der Befehl auch wirklich bestmöglich ankommt. Da die tado-Klimaanlagensteuerung via WiFi in Apple HomeKit arbeitet, ist die Bedienung super flott im Alltag. Wie wäre es also bei euch mit dem Projekt “kühler Sommer”? Apple HomeKit, tado und eine Klimaanlage – einer sehr coole Angelegenheit.

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