Ich wäre nicht ich, wenn nicht auch Türen mit Hilfe von Apple HomeKit geöffnet, geschlossen und deren Status überwacht werden würde. Gerade die Haustür ist ein Durchgang der speziell behandelt werden möchte und zugleich auch gesichert werden muss. Mit Hilfe des Nuki 2.0 Türschlosses kann das endlich in vollem Umfang getan werden – sogar über einen Siri-Sprachbefehl am Handgelenk.

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Nuki 2.0 mit Apple HomeKit – das smarte Türschloss

Die Installation eines solchen Türschlosses ist die erste große Hürde. Dabei ist es gar keine Hürde. Viele Türbesitzer befürchten, dass zur SmartHome-Aufrüstung das Türschloss, der Schließzylinder oder die ganze Tür umgebaut oder gewechselt werden müssen.

Alles Humbug, denn die eigene Tür lässt sich ganz einfach, ohne Schraubenzieher, ohne Bohrmaschine und ohne großen Aufwand smart aufrüsten. Es gilt nur die richtige Tür im Zuhause auszuwählen und das kann im Eigenheim, aber auch in der Mietwohnung passieren.

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Alles dabei, was man braucht…

Im Set für das Nuki-Türschloss 2.0 sind alle Dinge vorhanden, die es für die schnelle Installation an der Tür braucht. Da wäre das Türschloss selbst, zwei Montageplatten für an die Tür selbst, die Bridge, der Türkontakt und etwas Lesestoff und Form kleiner Anleitungen. Auspacken und einfach loslegen! Im Eigeheim mag es die Haustür sein. In der Mietwohnung die Wohnungstür. Egal für was man sich hier entscheidet oder entscheiden muss, das Nuki-Türschloss ist an jeder Tür einsetzbar. In meinem Fall ist und war es die Haustür des Hauses.

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Kein Bohren oder Schrauben…

Was  viele hier gern vergessen ist, dass man wirklich nichts an der Tür selbst verändern muss. Wichtig ist, dass man einen Zweitschlüssel besitzen muss. Denn dieser Schlüssel muss von innen auf der Tür stecken bleiben. Das elektrische Türschloss greift sich diesen und dreht damit dann die Tür auf und zu. Was man vorher also von innen händig machte, übernimmt das Nuki-Türschloss. Eine der zwei mitgelieferten Grundplatten wird schon passen und in den meisten Fällen ist es die Variante A. Auf der Rückseite der Grundplatte wird die Folie des Klebebandes abgezogen und die Grundplatte dann passend über das Schlüsselloch auf der Innenseite der Tür geklebt. Das Klebeband hält wirklich sehr sicher und stabil und auch Wärme- und Kälteeinflüsse mache in der späteren Praxis keinen Unterschied.

Wenn die Grundplatte angebracht ist, dann kann der Schlüssel in das Türschloss gesteckt werden. Wenn die Tür später auch von außen mit einem Schlüssel geöffnet werden soll oder muss, dann ist es wichtig zu kontrollieren, ob es sich bei dem vorhandenen Zylinder um einen beidseitig aufschließbaren Zylinder handelt.

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Nach der Hardware folgt die Software…

Das Nuki-Türschloss wird nach der Anbringung der Grundplatte einfach auf die Grundplatte gesteckt und rastet dann ein. Hinter dem Türschloss steckt noch der Schlüssel der Tür auf dem Schloss. Diesen dreht das smarte Türschloss später durch seinen elektrischen Motor und schließt dadurch ab, zu und zieht auch den Schnapper der Tür zurück. Damit das alles korrekt an jeder Tür fuktioniert, benötigt es eine Einrichtung und Kalibrierung.

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Preis: Kostenlos

Die App des Herstellers leitet einen Schritt für Schritt durch die Einrichtung und ermöglicht dadurch, dass das Türschloss die Tür mit seinem Schließverhalten kennenlernt. Das ist daher wichtig, da Haustüren von Außen oft nur einen Knauf oder eine Stange aufweisen und sich dadrüber nur öffnen lassen, wenn der Schnapper der Tür zurückgezogen wird. Das smarte Türschloss lernt durch eine Kalibrierfahrt somit den Weg zwischen komplettem Aufschließen  und kompletten Zuschließen kennen. Allerdings lernt es dadurch auch kennen, wann die Tür komplett aufgeschlossen ist und wann es den Schnapper ziehen kann. Ganz schön clever, was? Damit das und alle anderen Funktionen der Praxis etwas genauer betrachtet werden können, habe ich ein kleines Video erstellt, das ich an dieser Stelle zum Betrachten einbette. Viel Spaß beim Anschauen!

Die Sache mit der Nuki-App

Die Nuki-App ist eine wirklich feine Sache, denn sie bietet auch für Nicht-HomeKit-Nutzer alles was man für die Bedienung braucht. Zum einen wäre dies zum Beispiel das automatische abschließen der Tür, wenn man das Zuhause mit seinem Smartphone verlässt. Man kann in diesem Fall nicht mehr das Abschließen des Tür vergessen. Es sei denn, man vergisst sein Smartphone zu Hause. Aber wer würde in der heutigen Zeit schon sein Smartphone zu Hause lassen…?! Auch das automatische Aufschließen ermöglicht die Nuki-App. Für das Ab- und Aufschließen wird die Ortung via GPS ermöglicht. Nur so weiß das System, wann man zu Hause ankommt oder das Zuhause verlässt.

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In diesem Fall schließt sich die Tür auf, wenn man zu Hause ankommt. Wenn man in die unmittelbare Reichweite der Tür kommt, sehen sich Smartphone und Nuki-Türschloss via Bluetooth und der Schnapper wird gezogen. In den meisten Fällen geht das ohne Probleme. Die Nuki-App hat den Vorteil, dass man auch sieht ob die Tür selbst geöffnet oder geschlossen ist. Das ermöglicht der kleine Türsensor, der neben des Nuki-Türschloss auf den Türrahmen geklebt wird und somit als ein Kontaktpunkt  zwischen Türrahmen und der Tür fungiert. Damit das alles machbar ist, benötigt man die Nuki-Bridge. Diese wird in der Nähe des Türschlosses in eine Steckdose gesteckt und mit der Nuki-App eingerichtet. Diese Bridge spricht das Türschloss via Bluetooth 5.0 an und ermöglicht dadurch auch eine Fernöffnung bzw. Fernschließung der Tür.

Auch können damit Freigaben an andere Personen umgesetzt werden

Ideal ist dieses Türschloss daher für Familien und/oder Bewohner einer Wohngemeinschaft, welche iOS- und Androidsmartphones im Mischmasch nutzen. Jeder kann dadurch rein und raus. In jedem Fall gilt immer zu betonen, dass das Smartphone der Wohnungs- bzw. Türschlüssel ist und wie ein gewöhnlicher Schlüssel nicht verloren gehen sollte. Wer in den Urlaub fährt oder eine Ferienwohnung vermietet, kann über das Nuki-Türschloss auch anderen Leuten den Eintritt gewähren. Die Schlüsselübergabe kann dadurch digital erfolgen und auch wieder entzogen werden. Auch kann man einschränken wer um welche Uhrzeit die Tür öffnen darf. So könnte man eine Putzfrau beispielsweise nur den Eintritt am Freitagmittag gewähren und wird sonst nicht von ihr überrascht. Sollte ein Smartphone, was der Schlüssel für die Tür ist, doch mal verloren gehen, kann man das Smartphone jederzeit als Schlüssel deaktivieren. Man muss also kein Schloss der Tür ändern – wie das früher oft der Fall war. Hierfür sollte man zu Beginn die Weboberflöche des Nuki-Türschlosses einmal eingerichtet und aktiviert haben. Damit ist in jedem Browser der Zugriff über ein Benutzerkonto auf das Türschloss möglich.
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Apple HomeKit an der Tür

So toll die Nuki-App ist – sie ist wirklich toll und einfach gestaltet – ich setze auf die HomeKit-Funktionalitäten. Nach der Einrichtung des Nuki-Türschlosses, kann man dieses auch in HomeKit nutzen. Hierfür scannt man den HomeKit-Code in der Home-App ein und bindet das Gerät ganz gewöhnlich in sein HomeKit-Zuhause ein. Man kann dem Türschloss einen Namen geben – in meinem Fall “Haustür” – und einem passenden Raum zuordnen. Der Name ist später für Siri wichtig und auch der Raum ist für die Bedienung via Sprachbefehl sehr wichtig. Ich sage zu Siri zum Bespiel immer “Schließe die Tür im Eingang.”, da sich im Raum “Eingang” nur eine Tür zum Abschließen befindet. Hätte man mehrere HomeKit-Türschlösser, könnte man auch “Schließe alle Türen.” sagen.

Das ist daher so wichtig, da man das Nuki-Türschloss somit auch in HomeKit-Automationen einsetzen kann. So werden bei mir in der Gute-Nacht-Szene über ein “Hey Siri, gute Nacht.” zum HomePod alle Türen abgeschlossen, die Rollläden heruntergefahren und alle Lichter ausgeschaltet – zeitgleich drehen sich im Winter die Heizkörper für die Nacht herunter. Da viele am Abend die Haustür oder auch Wohnungstür abschließen, ist HomeKit in Verbindung mit dem Nuki 2.0 Türschloss auch ein sicherheitsrelevanter Aspekt. Der Vorteil der HomeKit-Automationen liegt auch darin, dass man die Tür erst abschließen lassen kann, wenn alle das Haus verlassen haben. Oder man setzt eine weitere Automation ein, damit in der Nacht immer die Haustür abgeschlossen wird, egal wer gerade das Haus verlässt. Automationen sind die nützlichsten Dinge, mit denen HomeKit aufwarten kann. Man kann sie in diesem Sicherheitsaspekt also komplett auskosten und nutzen.

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Apple HomeKit-Automationen für das Schließverhalten nutzen

Ich lebe in HomeKit. Tag und Nacht. Das wissen viele von euch und genau so wichtig ist es daher, dass man die Funktionen dahinter kennt und sinnvoll einsetzt. Bei mir regelt nicht die Nuki-App das Schließverhalten meiner Haustür, sondern mein HomeKit-Zuhause. Hierfür weiß eine Automation wann ich das Haus verlasse und schließ dann die Tür ab. Ganz alleine und im Hintergrund. HomeKit kann die Tür bei der Ankunft auch aufschließen. Das geschieht aus Sicherheitsgründen nicht einfach so, sondern benötigt immer eine Bestätigung. Nutzt man nur ein iPhone, so muss man das automatische Aufschließen der Tür über einen eintreffenden Push bestätigen und im gleichen Zug auch das iPhone entsperren – bei Face ID reicht das draufschauen auf das Gerät. Apple hat hier schlicht nichts dem Zufall überlassen. Ein iPhone als geklauter Schlüssel ist wirkungslos, denn das iPhone ist nur ein Schlüssel für dessen Besitzer. Ein Dieb des iPhones müsste es also erst entsperren können, damit er damit auch die Tür reinkommt.

Die Apple Watch …

Trägt man eine Apple Watch, dann kommt dieser Push auf deren Display hoch. Hier reicht ein Tippen auf die Bestätitgungsfläche und schon öffnet sich die Tür. Diese Bestätigung betrifft immer nur Türschlösser und auch immer nur, wenn diese durch ortsgebundene Automationen aufgeschlossen werden sollen. Ich öffne die Tür allerdings immer manuell. Wenn ich mit dem Auto vor der Haustür ankomme, dann kippe ich die Apple Watch zu mir und setze ein “Hey Siri, öffne die Tür im Eingang.” ab. Wenn ich aus dem Auto aussteige, kann ich schon wahrnehmen, das HomeKit gerade die Haustür aufschließt und den Schnapper zieht. Schließt man in HomeKit das Nuki-Türschloss auf, dann wird immer die Einstellung genommen, welche man dem Türschloss in der Nuki-App hinterlegt hat. Öffnen heißt bei mir in diesem Fall nicht nur aufschließen, sondern auch das Ziehen des Schnappers im Anschluss. Man kann es auch Falle nennen, ich finde Schnapper als Bezeichnung schon immer amüsanter. Schließlich fällt der Schnapper in die Falle. 

Angst vorm Aussperren …

Viele haben Angst, dass sie nicht mehr in ihr Haus bzw. ihre Wohnung kommen. Vor allem bei Stromausfall. Das ist wirklich nur eine unbegründete Angst, denn ein Stromausfall hat nichts mit dem Nuki 2.0 zu tun. Dieses smarte Türschloss wird über vier AA-Batterien betrieben. Sollten sich diese langsam leeren, setzt die Nuki-App einen Push ab und die Home-App informiert in der Statusleiste ebenfalls über niedrige Batteriestände von Geräten. Bei mir sind übrigens Nickel-Zink-Akkus im Einsatz – mehr darüber erfahrt ihr hier (⇒LINK). Das Nuki-Türschloss erkennt automatisch, ob es sich um handelsübliche Batterien oder Akkubatterien handelt. Aber bitte! Kauf keine normalen Batterien mehr!

Seit einigen Monaten schließt sich bei mir nun schon die Tür automatisch ab und schnell habe ich sie auch wieder geöffnet. Manchmal greife ich auch gern zur Nuki-App auf der Apple Watch, welche ich mir sogar als Komplikation im Zifferblatt abgelegt habe. Dadurch ist durch zwei Fingertipps die Tür offen. Das Nuki 2.0 mit Apple HomeKit – endlich ein Schlüssel weniger in der Hosentasche!

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