Ich hatte euch vor einiger Zeit beschrieben wie ihr eure Rollläden über einen elektrischen Gurtwickler in HomeKit nutzen könnt und dieser Artikel fand sehr viel Anklang bei euch. Den Artikel dafür findet ihr übrigens hier (->LINK). Nun – über HomeKit und seine Technik auch automatisiert Dinge schalten bzw. zu regeln zu können, können die Rollläden dadurch automatisch hochgezogen und runtergelassen werden. Bei mir bedeutet dies, das HomeKit 30 Minuten nach Sonnenuntergang alle Rollläden herunterlässt und 30 Minuten nach Sonnenaufgang hochzieht – wenn ich nicht zu Hause bin. Wenn ich zu Hause bin, dann schließe ich Rollläden durch einen Siri-Zuruf einzeln oder in eine Szene. Das bedeutet, das “Hey Siri, gute Nacht.” alle Lichter löscht, die Tür abschließt und alle Rollläden herunterfährt. Ein “Hey Siri, guten Morgen.” schaltet am Morgen einige Lichter ein und zieht die Rollläden hoch. Dinge die man sich verinnerlicht und plötzlich nicht mehr missen möchte. Doch was ist, wenn man das ganze Thema noch mehr ausreizen will?

Wie ich ich schon in dem oben verlinkten Artikel erwähnte handelt es sich bei den elektrischen Gurtwicklern um die DuoFern-Reihe von Rademacher. Diese können ganz einfach und schnell eure händlichen Gurtwickler ersetzen, brauchen nur einen Steckdose in der Nähe und fahren ab diesem Punkt die Rollläden elektrisch auf und ab.

Ich hatte mit meinem Schlafzimmer und Esszimmer angefangen und mir daher das Starterset bestehend aus zwei Gurtwicklern und HomePilot zugelegt und vielleicht habt ihr das ähnlich getan. Da das System jederzeit erweitert werden kann, wurden auch die beiden Rollläden im Wohnzimmer/Büro natürlich automatisiert.

Anders als im Schlafzimmer und Esszimmer, sind die Gurtwickler hier mit einer festen Stromquelle in der Wand verbunden. Dadurch sind auf der Wand keine Stromkabel sichtbar und alles wirkt sauber und aufgeräumt. Da für Wohnzimmer/Büro sowieso bei einer Kernsanierung der komplette Strom neu geplant und verlegt wurde, konnte man gleiche ein Stromkabel für in die Gurtwicklerkästen einplanen – der kleinste Aufwand überhaupt.

Für den kleinen, schmalen Gurtwickler habe ich den normalen DuoFern-Gurtwickler und für den großen Rollladen den DuoFern-Plus-Gurtwickler genutzt. Der Unterschied ist hier einmal die Baugröße und die maximale Zuglast. Der DuoFern schafft 45kg zu ziehen und der DuoFern Plus maximal 60 kg. Eingebaut, auf Start- und Endposition gefahren und eingestellt war dann alles startklar, um die beiden Gurtwickler an der HomePilot-Zentrale angemeldet zu werden – die in der Home-App dann auch dem jeweiligen Raum hinzugefügt wurden. Übrigens können alles Rademacherprodukte die am HomePilot angemeldet sind auch mit der offiziellen App des Herstellers bedient werden – auch wenn ihr nicht zu Hause seid.

HomePilot
Preis: Kostenlos

So weit, so gut. Doch ich wollte da etwas mehr mit machen. Vor allem was die Wetterlage betrifft, können bei mir oft starke Windböen mit Orkanstärke auftreten. Da das Wohnzimmer/Büro auf der Wetterseite liegt, sind diese Fenster vor solchen Unwettern zu schützen – allerdings auch alle anderen Fenster natürlich. Hierfür hat der Hersteller einen Umweltsensor parat der einiges drauf hat.

Der Umweltsensor von Rademacher sitz im Außenbereich und überwacht die Wetterlage. Bei der Aufstellung/Installation sollte man darauf achten, dass der Sensor hoch und frei sitzt. Er sollte also an einer Hausseite sitzen wo der den Sonnenverlauf mitbekommen kann. Auch sollte er nicht im Schatten und windgeschützt installiert werden. Der Sensor benötigt eine 230V-Stromleitung. Bei mir hat der Elektriker dies über ein Abzweigen des Strom an einer Außensteckdose vollzogen und den Umweltsensor über ein Stromkabel mit dem Stromnetz verbunden. Danach brachte ich den Umweltsensor auf dem Balkon am Mast der Satellitenschüssel an, wo er frei herumhängt.

Der Umweltsensor kann mehrere Werte des Wetters überwachen, aufzeigen aber nicht speichern. Zu Aufzeichnen der Daten ist er allerdings auch nicht gemacht, denn er soll der Wetterlage entsprechend als Auslöser dienen. Der m/s, die °C, die 

Das beste kommt allerdings jetzt. Solltet ihr eine Markise mit Rohrmotor euer Eigen nennen, dann könnt ihr den Rohrmotor einfach über einen Kabelzulauf mit dem Umweltsensor verbinden, denn darin befindet sich zugleich ein Aktor für Markisen. Durch das Verbinden des Markisenmotors mit dem Umweltsensor ist die Markise, ein eigenständiges Gerät im HomePilot-System und kann ab diesem Punkt auch über die Hersteller-App heraus- und eingefahren werden. Sollte ihr wie ich in dem verlinkten Artikel das System über einen Kniffs in HomeKit eingebunden haben, könnt ihr eure Markise so auch per HomeKit aus- und einfahren. Mit diesem Tipp, meiner Anleitung und dem HomePilot-System von Rademacher könnt ihr so all eure Rollläden und Markisen automatisieren und in HomeKit nutzen.

Durch den Umweltsensor kann die Markise bspw. automatisiert herausgefahren werden wenn die Sonneneinstrahlung einen gewissen Wert erreicht und die Sonne in einem bestimmten Winkel steht – allerdings kann man die Abhängigkeit von Wind und Regen daran knüpfen. Intelligenter geht es wohl kaum, oder? Die oberen und unteren Grenzwerte einzelner Werte könnt ihr frei festlegen. Es kann also ein oberer und unterer Wert für die Über- und Unterschreitung festgelegt werden. Dadurch kann das HomePilot-System auch jeden Tag in Echtzeit bei Morgendämmerung und Abenddämmerung reagieren und die Rollläden immer pünktlich raufziehen oder herunterlassen. Bei mir habe ich den Sensor so eingestellt, dass er jede Minute eine Messung aller Werte durchführt. Dadurch ist die Reaktionszeit schnellstmöglich und die Ausführungen entsprechend. Die Automationen heißen im HomePilot “Szenen”. Hier werden die Reaktion abhängig von den Umweltwerden angelegt und vom Nutzer frei definiert – was sehr einfach und verständlich ist (wie die gesamte Oberfläche). Ich bin von dem gesamten System sehr angetan und mehr als zufrieden. Ein Sache die für euch HomeKit-Nutzer sicher rinteressant ist: Die Umweltsensor und seine Daten können nicht in HomeKit selbst genutzt werde – allerdings wohl der Aktor für die Markise. Ihr müsst also dem HomePilot die wettergesteuerter Automation überlassen und könnt per HomeKit manuell eingreifen – so mache ich es und so ist es im Alltag auch sinnvoll und unbeschwert. Wer wirklich im smarten Zuhause ankommen möchte und sich auch bei Abwesenheit sicher fühlen möchte, dem lege ich das HomePilot-System von Rademacher und den dazugehörigen Umweltsenso ans herz – eine Investition die es wirklich in sich hat.


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