Im Jahr 2023 wirkt der Begriff „iTunes“ wie ein technischer Dinosaurier. Mittlerweile gräbt man daher an manchen Ecken immer einmal wieder das ein oder andere Fossil von ihm aus. Doch an manchen Stellen lebt iTunes noch still und heimlich weiter und zeigt damit die letzten Zeichen von iTunes auf.

Diese Kolumne lese ich dir auch persönlich in einer Podcastepisode vor.
Dass iTunes …
… ein alter Softwaredinosaurier ist, hatte ich schon sehr ausführlich beschrieben und auch den Werdegang von iTunes aufgezeigt. iTunes startete 2001 und war softwaretechnisch lange davor als SoundJam MP bekannt. Wenn wir von 2001 sprechen, dann reden wir auch von dem iPod. Auch reden wir von dem iPod Hi-Fi, dem ersten Apple TV und auch von dem ersten iPhone im Jahr 2007. Und ebenfalls reden wir von 2010 und dem ersten iPad.
Und wieso? Weil iTunes der Knotenpunkt von allem ist und immer im Mittelpunkt dieser Dinge stand. iTunes war immer ein Muss und es führte kein Weg an iTunes vorbei, wenn man ein Gerät im Apple-Universum nutzen wollte. Nur iTunes konnte diese Geräte mit einem Mac und auch PC synchronisieren und damit erst das Aufspielen von Musik- und Videoinhalten umsetzen. Auch wenn sich hier viele Drittanbieter-Apps daran versuchen, iTunes blieb immer das Muss und lebte immer ein Leben in vielen unterschiedlichen Themengebieten.
- Ein spezieller dynamischer Treiber von Apple liefert Hi‐Fi Audio
- Die Aktive Geräuschunterdrückung blendet Außengeräusche aus, damit du ganz in deine Musik eintauchen kannst
- Mit dem Transparenzmodus kannst du dein Umfeld hören und darauf reagieren
- 3DAudio mit dynamischem Head-Tracking sorgt für Surround-Sound wie im Kino
- Computational Audio kombiniert ein spezielles akustisches Design mit dem Apple H1Chip für ein revolutionäres Hörerlebnis
- 3D Audio mit dynamischem Head Tracking. Für Sound überall um dich herum
- Adaptiver EQ, der Musik automatisch an deine Ohren anpasst
- Neues konturiertes Design
- Steuere mit dem Drucksensor dein Entertainment, nimm Anrufe an, beende sie und mehr
- Vor Schweiß und Wasser geschützt
Zum einen …
… war iTunes eine klassische Software auf dem Mac und PC. Daneben war iTunes aber auch immer ein Dienst, an dem alles angebunden war. Kaum jemand weiß noch, dass der App-Store einst in iTunes lebte. Er war hier sogar durchsuchbar und Apps konnten heruntergeladen werden, bevor sie dann auf iPhone, iPad und iPod Touch geladen werden konnten. Ja, diese Zeiten vergisst man. Auch, dass Apps so als Backup in iTunes lagen. iTunes nahm einfach alle Medien an und war der zentrale Punkt.
So war es auch der einzige Weg den ersten Apple TV mit Inhalten zu bespielen, bevor dieser eigenständig über das Netzwerk auf die iTunes Mediathek eines Mac/PC zugreifen konnte. Somit war iTunes auch das erste Programm, welches eine zentrale Mediathekenrolle im Netzwerk übernahm. Als Name war iTunes immer irgendwo vertreten und bis heute gibt es noch die letzten Zeichen von iTunes. iTunes ist aber nicht nur ein Name oder eine Bezeichnung, es ist vor allem eine Marke.
Nachdem ich …
… ein neues Apple Home Fachbuch geschrieben habe, muss dieses den Weg in die Apple Bücher App finden. Das klingt nicht sehr spektakulär – ist es auch nicht. Zum Publizieren nutzt man eine neue Seite von Apple, in der man sein Buch mit allen Daten hochlädt. Aber wo lädt man es hoch? Bis heute lädt man es in iTunes Connect hoch. Auch 2023 noch. Erst nach dem Hochladen aller Daten loggt man sich in iTunes Connect ein und kann seinen Buchupload mit Preisen und regionalen Einstellungen auf Wunsch weltweit einstellen und muss hier auf eine Prüfung warten.
Bis heute ist es iTunes Connect, wo ich mir Bücherverkäufe und alles um dieses Thema betrachte. Es ist der einzige Weg. Es gibt auch keine App von Apple dafür, wie etwas App-Store Connect für Apps. So vergessen iTunes grundsätzlich also sein mag, so oft sehe ich es hingegen wöchentlich bei mir. Selbst Apple verschickt noch im Namen von iTunes Connect E-Mails an mich – alles wild. Es ist sicherlich auch hier nur noch eine Frage der Zeit, bis sich hier der Name und der Dienst ändert. Optisch sieht iTunes Connect zumindest noch wie iTunes aus, als Bücher in iTunes gekauft wurden und es noch keine Bücher-App unter iOS, iPadOS und macOS gab.
Auf dem Apple TV …
… war iTunes ewige Zeiten allgegenwärtig und für viele Nutzer:innen der erste Weg, um Filme und Serien auf einer Wunschliste zu beobachten, zu kaufen, zu leihen und zu betrachten. Neben iTunes legte Apple irgendwann die Serien-App daneben, welche die beiden Medienwelten etwas trennen sollte. Diesen Weg habe ich bis heute nicht verstanden, weil iTunes nie eine Trennung, sondern immer eine Vereinheitlichung darstellen sollte. Installiert man tvOS 17.2 auf einem Apple TV, so bekommt man eines der letzten Zeichen von iTunes gezeigt. Zumindest taucht der Name gefühlt ein letztes Mal auf.
Nachdem die Kino-Trailer-App bereits verschwunden war, verschwindet nun der Begriff „iTunes“ auf dem Apple TV. Aber keine Angst, nur als App. Dass Apple seit Jahren komplett auf die Apple-TV-App setzt, ist vollkommen nachvollziehbar, denn es ist der einzige korrekte Weg, um alle Videoinhalte an einem Ort zu bündeln. Unter tvOS 17.2 finden sich zwar noch die beiden alten „iTunes-Apps“, sie verweisen beim Öffnen aber direkt auf die TV-App und haben keinerlei Funktion mehr. Ich hätte beide als App-Leiche direkt komplett entfernt – aber Nutzer:innen müssen in solchen Dingen schrittweise trainiert werden. Möglich, dass diese beiden Apps dann mit dem nächsten tvOS-Update komplett entfernt werden.
Redet man von iTunes, …
… dann denkt man vielleicht auch an den Begriff „Apple ID“. Dieser Begriff stammt ebenfalls aus der Zeit von iTunes und hat sich auch bis heute gehalten. Heute hängt hier aber kein iTunes mehr dran, sondern nur noch ein „Store“. Dahinter lebt dennoch noch ein altes Konstrukt von iTunes, das wir ganz selten mal durchblitzen sehen. Gerade verschachtelte Hilfeseiten haben gerne noch ihren alten Look und Charme von iTunes und wurden bis heute nie aktualisiert. Man muss aber nicht weit blicken, möchte man etwas von iTunes sehen. Bis heute lebt der Dienst als App auf dem iPhone und dem iPad und lädt zum Kaufen ein. Nur auf dem Mac ist der Dienst komplett durch den Finder und die Musik-App in Rente geschickt worden.
- Personalisiertes 3D Audio mit dynamischem Head Tracking sorgt für Sound überall um dich herum
- Eine Passform
- Steuere mit dem Drucksensor dein Entertainment und nimm Anrufe an oder beende sie
- Schutz vor Wasser und Schweiß für AirPods und Ladecase
- Lightning Ladecase oder MagSafe Ladecase
- Automatisches Einschalten und Verbinden
- Einfaches Einrichten für alle deine Apple Geräte
- Schneller Zugriff auf Siri, indem du einfach „Hey Siri“ sagst
- Zweimal tippen, um einen Track wiederzugeben oder zum nächsten zu springen
- Der neue Apple H1 Chip ermöglicht schnellere kabellose Verbindungen zu deinen Geräten
Selbst unter Windows kennt man heute die Musik-App von Apple, …
… welche sich zwecks Marke aber Apple Music nennt. Und doch erhält man iTunes noch für Windows. Apple Music ist das neue iTunes, so sollte es sein, ist es aber in vielerlei Punkten bis heute nicht, weil iTunes sich in all seinen Jahren nicht nur auf Musik fixiert hat – wenn es auch mit dieser Medienart anfing. Das Aufspalten von iTunes ist schlicht eine sehr langwierige Sache, da Nutzer:innen immer iTunes als Anlaufpunkt für Medien im Kopf hatten. Diesen Gedanken zu splitten, bedeutet einen Lerneffekt anzustoßen. Auch daher ist unter tvOS 17.2 noch iTunes als App, aber mit einer Erklärung vorhanden. Bis iTunes wirklich komplett verschwunden ist, werden wir daher noch die letzten Zeichen von iTunes sehen und erkennen.
Ich war einer von sieben und wir unternahmen viele Autoreisen – lange Autoreisen. Und das war vor iPhones, iPads und DVD-Playern in Autos. Ich erinnere mich daran, wie neuartig es war, als ich meinen eigenen Walkman bekam, um Musik hören zu können.
∼ Phil Schiller – ehemaliger Apple Marketing-Vizepräsident ∼
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