Zack! Wieder ein Jahr rum. Eigentlich hatte ich erst einen Jahresrückblick auf 2024 und einen Ausblick auf 2025 geschrieben – schon schreibe ich ein Jahr später erneut einen. Was ging im Jahr 2025 ab und was ging so gar nicht ab? Und was habe ich eigentlich so für Ideen für das Jahr 2026? Ich verrate euch alles in dieser letzten Kolumne für dieses Jahr. Ein Rückblick und ein Ausblick.

Nie habe ich in einem Jahr mehr geschrieben.
2025 war das Jahr des Schreibens. Nie habe ich mehr geschrieben, als ich es in diesem Jahr tat. Neben 25 Kolumnen waren es vor allem Reviews und auch Anleitungen. Allein die Kolumnen summieren sich auf ca. 39 000 Wörter. Reviews waren in diesem Jahr etwas breiter gefächert und beschäftigten sich nicht nur mit dem Thema Smart-Home. Wenn ich so überfliege, dann war ich definitiv nicht faul. Und doch gab es immer dieses „Ich würde gerne mehr machen.„. Ein Gedanke, den man immer hat, wenn man Interessen besitzt. Aber es gibt Punkte, an denen man merkt: „Hey, du machst schon genug.„.Das Schreiben lag mir in diesem Jahr einfach. Auch daher habe ich in diesem mein 9. Fachbuch über Apple Home geschrieben. Ein Projekt, das 173 Arbeitsstunden benötigte, um über 55 000 Wörter in 14 Kapitel zu schreiben. Das Buch kommt sehr gut bei euch an. Danke dafür! In Summe habe ich in diesem Jahr an die 230 000 Wörter niedergeschrieben. Eine krasse Zahl.
Weniger lag mir mein Podcast – der ein Ende findet.
Meinen Kolumnen-Podcast gibt es tatsächlich schon seit den Zeiten von Apfelpage – wo ich vor über 10 Jahren arbeitete. Der Podcast war also schon da, als dieser Blog startete. Die Kolumne ist ein Ort, an dem ich Themen verarbeite, die mich, aber auch euch interessieren. Daher ist die Kolumne thematisch sehr breit gefächert und beschäftigt sich daher auch gerne mal mit gesellschaftlichen Themen in der Technikwelt. Die Kolumne lese ich euch immer persönlich vor. Mal war dieses Medium durch Sponsoren finanziert und mal nicht. Da Sponsoren für Podcasts keinen Aufwand mehr betreiben möchten, hob ich den Kolumnen-Podcast in ein Bezahlabo hoch, damit ihr weiterhin lauschen und durch einen monatlichen oder jährlichen Geldeinwurf sogar werbefrei zuhören könnt. Nach einem Jahr muss ich leider sagen, dass dieses Konzept von euch nicht so angenommen wurde, wie ich es gedacht habe.
Auch daher hat der Kolumnen-Podcast ein Ende gefunden. Das Einlesen, Schneiden, Produzieren und Veröffentlichen war ein Workflow, den ich zu 100 % auf dem iPad Pro mit Apple Pencil umsetzte. Ein Workflow, der aber bedauerlicherweise nicht den gewünschten Effekt brachte, den man sich irgendwann noch vorstellt. Tatsächlich sind zu wenige Menschen bereit, für einen Inhalt zu zahlen. Was auch ein Grund ist, wieso der Kolumnen-Podcast ein Ende findet. Dies ist aber nicht der einzige Grund. Ich empfand auch innerlich, dass dieses Projekt seine Zeit hatte. 12 Jahre lang eigene Texte in Audioform einzulesen, sind schon eine lange Reise. Bedauerlicherweise werdet ihr erst einmal nicht mehr alle zwei Wochen meine Stimme in einer Podcastepisode hören, wie ihr es gewohnt wart. Ich überlege aber und schaue, ob nicht eine „KI“ meine Kolumne direkt im Blogbeitrag vorlesen kann. Dann hättet ihr weiterhin die Möglichkeit, die Kolumne in Audioform zu verfolgen. Ansonsten ist auch das Lesen der Kolumne sicherlich ein Mehrwert.
Platz für Neues: Ein schwuler Roman
Der Kolumnen-Podcast macht dadurch aber auch Platz. Platz, um an diesem Punkt andere Dinge angehen zu können. Es gibt viele Manuskripte, Ideen und ein Projekt mit einem gewissen Faden, der sich durch eine Geschichte zieht, die erzählt werden möchte. Es geht um meinen Roman, den ich vor vielen Jahren begann und immer wieder verwarf. Mal war es fehlende Muse, mal fehlende Zeit und manchmal keine Lust. Tatsächlich ist dieser Roman die kreativste Sache, die ich je anfing. Aber bis heute nie beendet habe. Ich kann über diesen Roman gar nicht so viel verraten, weil ich bestimmte Dinge selbst noch nicht kenne oder weiß. Ich kenne das Ende zum Beispiel noch gar nicht.
Aber es wird ein recht schwuler Roman, der Geschichten aus Perspektiven erzählt, die ihr so noch nie gelesen oder gehört habt. Ernsthafte Geschichten eines Protagonisten, die humorvoll, naiv und auch manchmal schräg erzählt werden. 5 Kapitel gibt es bisher. Ich weiß nicht, wie viele es noch werden. Aber das würde ich gerne herausfinden. Daher soll 2026 das Jahr sein, in dem ich mich wieder mehr diesem Roman widme. Zeit, die ich durch den Wegfall des Kolumnen-Podcasts nun wieder etwas mehr habe. Dass ich schwul und mehr als weltoffen bin, sollte hier kein Geheimnis sein, wenn man mich seit schätzungsweise hundert Jahren verfolgt. Vielleicht stammt die ein oder andere Geschichte in diesem Roman also auch aus meinem Leben, ohne, dass ich es direkt verraten würde. Ich sage immer: „Kinder, ich könnte Bücher schreiben.“ Und da ich das im Fachbuchbereich schon lange mache, sollte ich das doch auch mal in anderen Gebieten tun, oder? Es wird Zeit für ein wenig Regenbogenglitter.
3D-Druck und mein Shop
Tatsächlich habe ich mich 2025 sehr viel mit 3D-Druck beschäftigt. Ich bin mittlerweile fast schon ein Profi geworden, was das Designen von Objekten angeht. Das Konzipieren, Fertigen und Testen von Prototypen liegt mir grundsätzlich sehr. So konnte ich in diesem Jahr eine fertige Halterung mit Lademöglichkeit für das iPad mini anbieten. Diese wird einfach in IKEA Skadis gehängt und bietet dann ohne großen Mehraufwand eine Lademöglichkeit für das iPad mini an. Mit meinen Produkten wollte ich es immer erst mir erleichtern, um Apple-Hardware im Alltag einen Tick schöner zu machen und den Umgang damit angenehmer zu gestalten. Alle Produkte im Shop sind aus diesem Gedanken geboren, werden heute in meiner 3D-Druck-Manufaktur für euch produziert und sind somit auch für euch nutzbar. Ich weiß nicht, wie viele MagSafe-Einbauringe ich in diesem Jahr wieder verkauft habe, aber es müssen Hunderte gewesen sein. Es wird 2026 direkt zwei neue Produkte geben. Mehr dazu in einem Blogbeitrag, wenn alles fertig ist.
Meine Werkstatt wurde von mir 2025 umgebaut.
Ich arbeite dort einfach viele Stunden in der Woche und da soll alles so strukturiert wie möglich sein. Auch daher kam ein Prusa XL mit fünf Druckköpfen in die Werkstatt. Nicht, um mehrfarbigen Druck durchzuführen, sondern, um Produkte schnell wechseln zu können. So besitzen Kopf 1 und Kopf 2 eine 0,4-mm-Düse, Kopf 3 und Kopf 4 eine 0,2‑mm‑Düse und Kopf 5 eine 0,6‑mm‑Düse. Dabei sind in Kopf 1 und 3 weißes Filament und in Kopf 2, 4 und 5 schwarzes Filament eingelegt. Wieso dieses Wirrwarr? Es ist kein Wirrwarr. Es ist ein durchdachtes Konzept, was mich flexibel bestimmte Produkte produzieren oder Prototypen testen lässt. So kann ich sehr flexibel unterschiedliche Düsengrößen und Farbwahlen nutzen, ohne viel Rüstzeit zu besitzen. Das spart Zeit und damit Geld. Dadurch können auch individuelle Druckaufträge, die ihr im Jahr 2025 wieder sehr löblich in Auftrag gegeben habt, schnell umgesetzt werden. Für 2026 bin ich am Abwägen, ob ein Prusa CORE One L nicht eine gute Unterstützung wäre. Auf jeden Fall wird 2026 weiterhin ein Jahr sein, in dem ich mich viel mit 3D-Druck und Produkten für den Shop beschäftigen werde. Der Shop wurde in diesem Jahr drei Jahre alt und hat mittlerweile über 1400 Bestellungen umgesetzt. Das ist eine großartige Sache, und ich freue mich sehr, wenn meine Produkte euch so gefallen. Danke vielmals für diesen Erfolg. Und damit es für euch noch ein wenig leichter wurde, könnt ihr seit diesem Jahr nicht nur via PayPal, sondern auch via Apple Pay im Shop zahlen. Und außerdem sind Bestellungen innerhalb Deutschlands versandkostenfrei. Wenn das mal nicht eine gute Entwicklung ist, oder?!
In diesem Jahr …
… möchte ich den Rückblick weniger persönlich halten. Grundsätzlich geht es mir gut. Es könnte mir nicht besser gehen. Neben all dem, was ihr hier so lesen, hören oder von mir kaufen könnt, arbeite ich als Angestellter. Und tatsächlich habe ich diesen Job mehr als lieben gelernt. Eine Sache, von der ich so nie gedacht hätte, dass ich darin so aufgehe. Als Supportmitarbeiter bei Untis beschäftige ich mich jeden Tag mit dem digitalen Alltag von Schulen. Meine Arbeit ist wertvoll, da sie nicht einem Menschen, sondern einer ganzen Verkettung an Menschen hilft. Dieses Gefühl, dass man im Grunde einer ganzen Schule mit seiner Arbeit hilft, ist etwas sehr Wertvolles. Und daher habe ich mich in diesen Beruf wirklich sehr verliebt. Früher ging ich einfach zur Arbeit. Das Gefühl gibt es für mich heute so tatsächlich nicht mehr. Seit zwei Jahren gehe ich nicht einfach zu einer Arbeit, die einfach erfüllt werden muss, sondern zu einer Aufgabe, die wichtig ist und die Spaß macht. Aufgaben, die erfüllend sind und bei denen man mit dem Gefühl „Du hast heute Menschen geholfen.“ nach Hause geht. Ein technischer Beruf mit einer hohen Sozialkompetenz.
2025 ist abgehakt – 2026 kann kommen.
Es gibt viele Haken, die ich 2025 gerne gesetzt habe. Vor allem an jede Ausarbeitung, egal ob ein Artikel, ein Fachbuch oder das Beenden eines Produktes für den Shop. Es gibt Haken, die ich weniger gerne gesetzt habe und die mir ohne Vorwarnung gesetzt wurden. Meine Oma verstarb im Januar im Alter von 85 Jahren, meine Schäferhündin Ronja verstarb im April im Alter von 13 Jahren, eine alte Freundin starb im November im Alter von 67 Jahren und ein ehemaliger und bis zuletzt befreundeter Arbeitskollege starb im Dezember im Alter von 45 Jahren. Verluste, die sich leider nicht einfach abhaken lassen. Aber es macht immer wieder bewusst, dass das Leben einen einfach abhaken kann und eine Sache damit einfach erledigt ist. Das macht mir immer bewusst, dass ich vorher noch ein paar Häkchen setzen möchte und muss, bevor ich abgehakt werde. Ich glaube, dass dies eine schöne Metapher ist, um auszudrücken, dass das Leben schnell ein Ende findet, bevor man selbst ein Ende findet. Wie schnell die Zeit manchmal rast, werdet ihr selbst wissen. ich sehe es immer an meiner Nichte, die nun 7,5 Jahre alt ist, in die 2. Schulklasse geht und die ich eigentlich erst gefühlt vor drei Monaten bei ihrer Taufe auf dem Arm hielt. Und daher nehme ich mir nicht irgendwelche Vorsätze vor, sondern setze mir kleine Ziele, die auch erreicht werden können. Ein Ziel erreiche ich wahrscheinlich schon im April, wenn ich fortan nur noch elektrisch unterwegs bin und keine Dinosaurier mehr verbrennen muss, um von A nach B zu kommen.
Ich bedanke mich, …
… bei allen Leser:innen meiner Blogbeiträge, bei allen Follower:innen auf meinen Social-Media-Kanälen, bei allen Kund:innen in meinem Shop und bei allen Kolleg:innen, die ich in diesem Jahr traf und mit denen ich auch zusammenarbeiten durfte.
Und ich bedanke mich bei jedem und jeder, die/der auf dem Blog oder in der App die Kaffeekasse nutzt. Ihr habt in diesem Jahr fleißig meine Arbeit unterstützt. Wer es bisher verpasst hat, darf es gerne nachholen.
Ich hoffe, dass ihr alle gut durch das Jahr 2025 gekommen seid.
Lasst eure Haken dort sitzen, wo sie sitzen. Schaut sie euch an, denkt kurz drüber nach, und dann denkt dran, dass noch mehr Dinge ein Häkchen brauchen, das ihr setzt.
Euch alles Gute für 2026 – wir lesen uns.
Nehmt euch nicht zu ernst und macht es nicht anderen Menschen zu recht.
Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie selbst zu erschaffen.
∼ Abraham Lincoln ∼
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