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Die Farbe als solche ist ein Merkmal, das unseren Geschmack beschreibt. Nicht umsonst haben wir oftmals auch eine Lieblingsfarbe oder Farbtöne, für die wir uns eher entscheiden als für andere. Ich bin eine Person, die graue Töne sehr schätzt – denn es gibt unzählige Varianten davon und kein Grau ist wie das andere. Doch daneben ist es vor allem die Farbe Weiß – und diese spielt gerade beim iPhone schon lange eine wichtige Rolle. Ich möchte im Folgenden mehr über das weiße iPhone reden.

Das-weisse-iPhone-Kolumne-scaled Das weiße iPhone

Diese Kolumne lese ich dir auch persönlich in einer Podcastepisode vor.

 

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Schwarz und Weiß …

… sind grundsätzlich eigentlich gar keine Farben. Diesen Grundsatz wird man mit Sicherheit noch aus dem Kunstunterricht kennen und sich vielleicht auch an diese Worte der Kunstlehrerin oder des Kunstlehrers erinnern. Und dennoch setzen wir grundsätzlich gerne auf Weiß oder Schwarz. In diesem Fall entscheiden wir uns also für einen Kontrastton. Und da wir für unterschiedliche Dinge unterschiedlich entscheiden, war auch das iPhone irgendwann in der Lage eine Kontrastwahl treffen zu lassen.

Ein weißes iPhone war bis zum iPhone 3G eigentlich unbekannt. Die erste Generation des iPhone bestach 2007 markant durch eine Kombination aus Aluminum und schwarzem Kunststoff. Jedes iPhone sah damit immer gleich aus und Hüllen waren zu dieser Zeit noch nicht so das Thema wie heute. Das erste Design wurde von Apple mit dem iPhone 3G allerdings schnell verworfen und man setzte ab diesem Zeitpunkt auf ein schwarzes Kunststoffgehäuse, in dem die komplette Front des iPhone eingelassen wurde. Jeder Nutzer aus dieser Zeit weiß noch, dass dies nicht die beste Entscheidung war und das Gehäuse sehr gerne am unteren Ende Risse bildete. Auch handelte es sich um einen schwarzen Hochglanzkunststoff, der schon Kratzer abbekam, wenn man das iPhone nur aus der Schachtel nahm. Und dieses Szenario wiederholte sich mit einem iPhone 7 mit einem Gehäuse aus schwarzem Klavierlack.

Nach dem iPhone der 1. Generation …

… musste ein optischer Unterschied her, damit das damals neue iPhone 3G auch optisch von seinem Vorjahresmodell unterschieden werden konnte. An dieser Art der optischen Unterschiede ist bis heute was dran und nicht umsonst bekommt ein iPhone heute zur Hälfte seines Jahreszyklus noch neue Farben spendiert. Die Farbe spielt also eine wichtige Rolle. Vielleicht auch um zu zeigen, dass man mit dem neuesten iPhone-Modell hantiert. Der Kenner weiß somit rein farbtechnisch schon schnell, um welches Modell es sich handelt und wie aktuell das Smartphone des anderen ist. Ja, das ist heute wirklich ein sehr spezielles Kriterium und für viele dennoch wichtig.

So weiß man auch direkt, dass es sich um ein iPhone 13 Pro (Max) handelt, wenn das Gerät eine blaue Rückseite aus satiniertem Glas und einem bläulichen Edelstahlrahmen besitzt. Es ist ein Wiedererkennungswert, der ganz automatisch vorhanden ist. Und mit Sicherheit weiß Apple diesen psychischen Trick besser zu nutzen als er uns am Ende selbst bewusst wird. Denn wenn wir ehrlich sind, war ein iPhone 7 fast ein iPhone 6s und nur ausverkauft, weil der schwarze Klavierlack komplett neu und für sehr viele ein begehrter Kaufgrund war. Doch an diese Entscheidungsmuster denken wir heute kaum mehr. Die Psyche hat viele Facetten und ist in dieser Hinsicht ein wenig trickreich.

Das iPhone 3G …

… war das erste weiße iPhone. Erstmals konnte man beim Kauf eine Farbwahl treffen. Ist man eher der Liebhaber von Schwarz oder Weiß und wie passt welche Farbe besser in meinen Alltag. Allerdings gab es das weiße Modell nur in der 16 GB Variante. Das sind auch Fragen, die wir uns heute immer noch stellen und mit einer Entscheidung beantworten. Daher besitze ich auch keinen bunten iMac, sondern einen silberfarbenen iMac (⇒LINK). Ich bin persönlich nicht der Typ für bunte Dinge. Und dennoch gibt es diese Option. Auch der HomePod mini grätscht mit seinen drei neuen und bunten Farben in dieses Thema herein und lässt dieses Gerät nach über einem Jahr plötzlich neu wirken. Die gute alte Psyche eben. Das weiße iPhone war eine Sache für sich, denn weiß gilt als rein und wertvoll. Mit dem iPhone 4 sollten sich dies wiederholen, doch es kam anders.

Das iPhone 4 sollte es in Weiß und Schwarz geben. Aus anfangs unerklärlichen Gründen bekam man aber nur ein schwarzes Modell. Erst später kam heraus, dass die neue Front, welche auch weiß war, Probleme mit der erstmals vorderseitig verbauten Frontkamera machte. Das Licht brach sich im weißen Glas einfach anders und beeinflusste somit das Kamerabild. Das löste man erst mit dem iPhone 4s, weswegen es auch nie ein weißes iPhone 4 gab.

Seit dem iPhone 5 …

… gibt es immer ein weißes iPhone als Option. Mittlerweile aber auch nur noch in der Pro-Sparte. Möchte man also ein iPhone mit einer komplett weißen Rückseite, so ist nur das iPhone 13 Pro (Max) hier vertreten. Ein iPhone 13 hat kein reines Weiß mehr, sondern besitzt einen Farbton mit einem ganz leichten Gelbstich, weshalb man diese Farbe auch Polarstern nennt. Ist das aber wirklich wichtig? Absolut, denn die Farbe ist am Ende eine Entscheidung und ein Unterschied. Anders würde man ein iPhone 13 nicht neben einem iPhone 12 unterscheiden können – zumindest nicht auf den ersten Blick. Gelten solche Farbgebungen also vielleicht als Ideenersatz? Vielleicht. Auf jeden Fall scheint es seit Jahren ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung zu sein. Es wird immer wieder gemunkelt, dass die Farbe Weiß bei Autos eine Modefarbe wurde, weil Apple mit seinem weißen Design einen großen Einfluss auf die Farbentscheidung bei Kunden ausüben würde. Der iPod war zu Beginn weiß, einige Modelle des MacBook ebenfalls und auch der iMac hatte lange Zeit ein weißes Gehäuse oder sogar einen weißen Fuß. Und nicht umsonst sind AirPods und AirPods Pro nur in der Farbe Weiß zu haben. Es ist eine neutrale, aber dennoch auffällige Farbe.

Die Farbwahl …

… ist uns heute so wichtig, weil sie unsere Persönlichkeit unterstreicht. Vielleicht soll etwas neutral, sensibel, hochwertig, verspielt, frisch oder auch einfach nur modern wirken. Hier ist es am Ende die Farbe, die den dicken und entscheidenden I-Punkt aufdrückt. Ein weißes iPhone hat daher schon immer eine andere Wirkung als jede andere Farbe. Allerdings hatte ein weißes iPhone zur damaligen Zeit mehr Charme als heute. Vielleicht auch, weil es nur ein Modell in zwei Farben zur Auswahl gab und die Entscheidung heute wesentlich weitläufiger getroffen werden muss. Vielleicht ist die Farbe am Ende aber auch komplett egal. Zumindest sobald man eine Schutzhülle um sein Gerät packt und das Design und die Farbe in ihr verschwinden.

Sonnenuntergang ist meine Lieblingsfarbe. Danach kommt Regenbogen.

∼ Matthew Joseph Thaddeus Stepanek – US-amerikanischer Lyriker ∼

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