Ich hab vor kurzer Zeit mal nachgeschaut. Tatsächlich bin ich schon mehr als 5 Jahre bei Twitter angemeldet und auch exakt so lange schon dort aktiv unterwegs. Twitter selbst wollte immer so wie Facebook sein, dabei hat es ansich einen ganz anderen Stellenwert – vor allem bei mir. Twitter ist kurzlebig und informativ zugleich. Ich denke, dass das der Wortbegrenzung geschuldet ist und dadurch der Informationsfluss so konstant auf einem Level gehalten werden kann. Twitter ballert einen in der offiziellen iOS-App allerdings echt mit Werbung zu – auch wenn sich das App-Design über die letzten Jahre doch verbessert hat. Allerdings nutzte ich die offizielle App noch nie und das hat gute Gründe.

Tweetbot-Artikelbild-e1500273963638 Tweetbot - der altbekannte und werbefreie Twitterclient

Ich bin jemand, der alles gerne abgeglichen haben möchte und der die Nutzung eines Dienstes, beschränkt auf ein Gerät, wirklich nicht mag. Daher nutze ich seit Jahren schon Tweetbot unter iOS und auch macOS. Heute hat das den Vorteil, dass die Twitter-Timeline über die iCloud im Sync gehalten wird und ich an jedem Gerät an der Stelle weitermache, an der ich auf einem anderen Gerät aufgehört habe. Zu früheren Zeiten hob sich der Twitterclient durch sein einfaches Design an die Spitze, da er Twitter unverschnörkelt demonstrierte.

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Tweetbot ist ein wichtiger Anlaufpunkt für mich, denn egal ob unter iOS oder macOS, ich halte damit Kontakt zu Branchenkollegen, Agenturen und auch zu euch Lesern. Twitter ist somit ein Knotenpunkt für mich, über den ihr mich erreicht aber ich auch euch – das macht es für beide Seiten einfach.  Die Twitterclient-App kenne ich mittlerweile im Schlaf und das Version für Version. Doch vor allem ist es immer wieder die Einfachheit der Funktionen, die ich einfach schätze und mit denen die Entwickler der App immer Vorreiter waren. Das beginnt bei einfachen Wischgesten und endet bei 3D-Touch-Funktionen. Auf einen Tweet antworte ich also nicht über das Öffnen des Tweet und Auswählen einer Schaltfläche, sondern einfach durch einen Wisch nach rechts über den Tweet – das spart zwei Antipppunkte und im Endeffekt auch Zeit. Durch einen Wisch nach links öffne ich den gesamten Tweet und seine Infos dahinter. Wer das nicht will, kann den Wisch nach links auch als Geste zum Favorisieren eines Tweets nutzen.

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Kernfunktion sind die möglichen Einstellungen. So kann der Twitternutzer in Tweetbot zwischen San Francisco und Avenir als Schriftart wählen und diese auch in ihrer Textgröße anpassen. Klar ist für mich, dass die Schrift so klein wie möglich sein muss, damit so viel Inhalt wie möglich auf das Display passt – egal ob iPhone 7 Plus, 10,5″ iPad Pro oder Mac. Klar ist auch, dass ich in Tweets den Namen und den Nutzernamen sehen möchte – wer das nicht möchte kann sich für eines von beiden entscheiden oder halt für beides zugleich. Wichtig ist auch das Theme, denn dieses kann entweder in Weiß oder Schwarz gehalten werden. Auf Wunsch schaltet Tweetbot das Theme auch um und switcht dadurch am Abend auf das dunkle Theme. Avatare sind unter Twitter immer eckig – bei Tweetbot auf Wunsch schon immer rund und das passt gut ins gesamte Apple-Designbild hinein.

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Formatierung ist alles! Daher kann Tweetbot mit Zitatformaten umgehen. Ich nutze hierfür die Einstellung “RT mit Kommentar”, da mir das bildlich zusagt und es sauber und aufgeräumt wirkt – allerdings muss sich hier wirklich jeder selbst probieren, denn eine Allheileinstellung gibt es schlicht nicht. Und wo wir schon beim Format sind! Links in Tweetbot werden direkt in der App geöffnet, denn dafür hat Tweetbot den Safari-Viewer integriert. Wer möchte kann sich Links auch direkt in Safari rüberschubsen und öffnen lassen – was in der Praxis durch den ständigen App-Wechsel eher umständlich wirkt. Und wer es ganz sauber mag, der nutzt die Reader-Ansicht in Tweetbot. Dadurch wird ein Link im Safari-Viewer geöffnet und der Inhalt dann direkt in den Reader-Modus versetzt – das spart Frust und Platz für Inhalt. Letzte gute Sache ist die Möglichkeit der Anlage von mehreren Accounts und das Wechseln zwischen diesen. Wer also einen privaten und einen beruflichen Twitteraccount nutzt, der kann mit Tweetbot zwischen diesen agieren und hat dennoch immer nur eine App als Anlaufpunkt. Alle Funktionen sind auch unter macOS vertreten und hier gehe ich, anders als auf einem iPhone, in Spalten vor. Das kann individuell eingestellt werden, doch ich habe gern nur die Timeline und eine Liste mit abonnierten Twitteraccounts offen.

Bildschirmfoto-2017-07-17-um-08.36.44 Tweetbot - der altbekannte und werbefreie Twitterclient

Man will nichts verpassen – wirklicht nicht. Daher sind Mitteilungen essentiell. Wichtig für mich ist aber, dass Twitter nicht bis ans Handgelenk darf, denn das würde meine Produktivität ins bodenlose stürzen. Tweetboot landet daher nur auf dem Sperrbildschirm der iOS-Gerät, nicht in deren Mitteilungszentrale und werden dann in der App selbst als neue Eingänge behandelt. Mitteilungen kann man sich einzeln einstellen und sich so nur bei bestimmten Aktionen benachrichtigen lassen. In meinem Fall bekomme ich nur bei Erwähnungen, Direktnachrichten und Zitaten einen Push zugeschickt – der Rest würde auch hier den Rahmen sprengen. Am Mac passiert das gleiche, denn ich sehe nur den Push – mehr nicht. Dennoch darf hier jeder frei entscheiden und seinen Fokus setzen. Und wo wir gerade bei Fokus sind! Dieser liegt auf dem Inhalt in der Timeline, denn Tweetbot ist, anders als die offizielle Twitter-App, werbefrei und diese geniale Sache bemerkt man erst, wenn man als Tweetbotnutzer mal zur offiziellen Twitter-App wechselt und dort fast von Werbung erschlagen wird. Für iOS und macOS gibt es jeweils eine kostenpflichtige App, welche alle genannten Funktionen und einen werbefreien Dauerstream der Twittertimeline ermöglichen – für mich eine unverzichtbare App.


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