Im Internet spinnen seit Jahren eine Vielzahl an Mythen herum, wenn es um das Aufladen und Nachladen eines iPhone geht. Die heutigen verbauten Akkus besitzen eine hochwertige Technologie für sich und haben mit alten Akkutechniken kaum noch was zu tun. Vor allem die Elektronik der Geräte hilft dem Akku korrekt und lange zu arbeiten. Ich möchte euch heute kleine Tipps zum schnelleren und korrekten Aufladen eines iPhone geben und euch zeitgleich auch erklären, wie ihr die Lebenszeit des Akkus verlängern könnt.

Schnelleres Aufladen eines iPhone

Jedes iPhone-Modell hat im Lieferumfang ein kleines, weißes Netzteil dabei. Dieses hat eine Ausgabe von 5 Watt mit 1 Ampere. Damit lädt das iPhone sich zwar zuverlässig auf, allerdings dauert dieser Ladezyklus gefühlt ewig – bei einem Plusmodell können das schon mehr als zwei Stunden sein. Zum Laden benutzt man daher lieber das Netzteil das einem iPad beiliegt, denn dieses hat 10 Watt oder 12 Watt und bietet außerdem 2 Ampere an Ausgangsleistung an. Alternativ kann man sich auch ein stärkeres Netzteil dazukaufen. Ich empfehle da immer gerne ein Ladegerät von Anker mit mehreren USB-Anschlüssen, um so auch zeitgleich noch ein iPad oder Zubehör mitladen zu können. Zeitgleich sind auch die zertifizierten Lightningkabel des Herstellers sehr zu empfehlen, denn diese sehen gut aus, sind geprüft und laden euer iPhone dadurch zuverlässig und sicher auf. Finger weg von billigen Chinanetzteilen und Chinakabel für wenige Euro!

Angeschlossen an dem Netzteil des iPad oder dem oben erwähnten Netzteil, zieht sich das iPhone nicht 1 Ampere wie zuvor, sondern nun maximal 1,5 Ampere. Bedeutet, dass mehr Strom in den iPhone-Akku kommt und das verkürzt die Ladezeit in der Praxis um fast ein Drittel. Es gibt Leute die behaupten, dass dies den Akku schädigt – was absoluter Blödsinn ist. Das iPhone hat Sicherheitsgrenzen verbaut, die genau so etwas verhindern und daher maximal 1,5 Ampere als Ladefluss erlauben. Ihr könnt solche Mythen also einfach vergessen und künftig euer iPhone schneller aufladen – mache ich so schon seit sieben Jahren.

 

Lebenszeit des iPhone-Akku verlängern

Wir bekommen unser iPhone eigentlich selten so leer, dass es ausgehen würde. Mit einem Plusmodell hat man dieses Problem noch seltener. Prinzipiell laden wir unser iPhone also selten auf sondern nur nach. Das Nachladen wird immer schlecht geredet, da der Akku dadurch mehr strapaziert werden würde – was ebenfalls Blödsinn ist. Dem Akku ist das nämlich relativ egal. Allerdings sollte man ihn zwischenzeitlich mal warten und das geht so.

  1. iPhone komplett aufladen (vorheriger Ladestand ist nicht relevant)
  2. Gerät leerlaufen lassen, bis es sich selbst ausschaltet (Bildschirm auf Maximum stellen, Bildschirmsperre deaktivieren und stumm Videos laufen lassen – in ca. 5 Stunden ist es leer)
  3. Jetzt das Gerät an den Strom hängen und auf 100% aufladen lassen (das Gerät schaltet sich dabei ein und ihr könnt es auch entsperren, solltet es beim Ladezyklus aber nicht exzessiv nutzen)
  4. Das iPhone sollte nun mindestens weitere 4 Stunden am Strom hängen bleiben
  5. Gerät nun vom Strom nehmen

Diesen Vorgang nennt man Trickle-Charge und funktioniert nur mit Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus. Der Akku wird dadurch von der kleinsten, erlaubten Restmenge auf 100% aufgeladen und die Ladung danach erhalten. Der Akku führt dadurch eine Wartung durch. Durch diesen Vorgang wird auch die Akkukapazität neu berechnet, wodurch die Prozentangabe im Display wieder korrekter angezeigt wird. Apple empfiehlt diesen Vorgang einmal im Monat durchzuführen – mache aber selbst ich nicht. Alle zwei Monate sollte man dieses Szenario aber sicherlich hinbekommen und so dem Akku einen kompletten Ladezyklus gönnen. Zudem wird das Gerät auch mal neugestartet – was heute bei dem Hosentaschencomputer nur noch weniger machen. Ebenfalls verlängern folgende Tipps die Akkulebenszeit.

 

  • niemals in der direkten Sonne liegen lassen
  • niemals über Stunden hinweg im heißen Auto liegen lassen
  • keinen extremen Kältetemperaturen aussetzen
  • keine stetig wechselnden Temperaturschwankungen zumuten (bspw. sehr warme Großküche zu Gefrierhaus)