Als Redakteur und Journalist fährt man auf guten Journalismus ab. Zumindest geht mir das so. Die Stern-Redaktion erlebte in den 80er Jahren eine journalistische Ente – so nennt man eine falsche Spur zu einem Thema, die sich dann als Lüge herausstellt. Die Tagebücher von Adolf Hitler seien gefunden worden und alle Welt war bei der Enthüllung gespannt. Kurze Zeit darauf entpuppte sich alles als eine große Lüge und die Tagebücher wurden als Fälschung entlarvt. Doch wie kam es zu alle dem?

Der Stern enthüllt die ganze Story nach nun mehr als 30 Jahren in einem eigenen Podcast. Insgesamt erscheinen 10 Episoden und diese erklären in dieser Reihe ganz genau, wie alles begann, wer hinter den Fälschungen steckt und was mit den 9,3 Millionen D-Mark passiert ist, die der Stern-Reporter dem Tagebuchanbieter nach und nach für die 62 Tagebücher zukommen lies. Originale Telefonaufzeichnungen aus der damaligen Zeit und Interviews von Betroffenen und Mitwirkenden, runden die ganze Story ab. In meinen Augen ist das Thema richtig glanzvoll aufgearbeitet worden und zeigt auch, dass der Stern heute in vielen Punkten über sich lachen kann und Fehler einfach passieren – egal wie klein oder groß sie sind. Zum Podcast geht es hier lang (⇒LINK).

In den 90er Jahren nahm man sich dieses Thema für eine Satire vor. Satire versteht nicht jeder, aber wer den Podcast vielleicht gehört hat und die Story als solche kennt, der wird sich über diesen Film mit Uwe Ochsenknecht, Götz George, Christiane Hörbiger, Harald Juhnke und Co. mehr als amüsieren können. Die Geschichte zieht das gesamte Thema in eine Lächerlichkeit der Extraklasse und zeigt damit auf, wie leicht man Menschen beirren kann. Zum Film geht es hier lang (⇒LINK).


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