Restaurantbesucher schätzen gutes Essen und erstklassigen Service. Doch der Anspruch moderner Gäste steigt und setzt Lokalbesitzer immer mehr unter Druck, immersive Erlebnisse oder eine unvergessliche Entertainmentgastronomie zu bieten. Zudem leidet die Gastro-Szene unter fehlenden Fachkräften und Branchennachwuchs. Mit dem Einsatz von KI-Köchen könnten sich die beiden Problemfelder jedoch leicht beheben lassen.

Die Zeiten, in denen ein zuvorkommender Kellner und ein kreatives Gericht für Begeisterung bei Gästen sorgten, sind lange vorbei. Traditionsreiche Restaurants haben zwar weiterhin ihre Berechtigung und sprechen eine bestimmte Zielgruppe an, doch wird es nötig, zukunftsweisende Wege in der Küche und im Service zu gehen. Die Mischung aus Essen und Entertainment stellt die Szene vor neue Herausforderungen, die vor allem eines erfüllen muss: Digitale Innovationen sind Pflichtteil abseits der Speisekarte.
Schon 2023 machte es ein Lokal in Pasadena, Kalifornien, vor. Die Eröffnung eines Fast-Food-Restaurants, in dem Hamburger und Pommes von KI-Robotern zubereitet wurden, sorgte für einen Aufschrei in der Szene. Es ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Maximierung an Effizienz, Schnelligkeit und Standardisierung von einfachen Abläufen. Zudem werden ein hoher Entertainment-Faktor und ein Alleinstellungsmerkmal geboten, die marketingseitig hervorragend genutzt werden können.
Abgeschmeckt: Entwicklung mit Beigeschmack?
Digitalisierung ist in der Gastro kein Fremdwort. Derzeit bezieht sich dies jedoch auf organisatorische Arbeitsbereiche, zu denen Personalverwaltung, Inventur oder Serviceabwicklung gehören. Damit ein Gastronomie Kassensystem einhergehende Aufgaben effizienter und einfacher macht, sind Schnittstellen für mehrere Devices und Zugriffe auf Zahlungsoptionen oder Stundentabellen einzelner Mitarbeiter wichtig. Das Arbeiten mit Zettel und Stift entfällt fast vollständig, was Mitarbeitern und Personalern erheblichen Aufwand erspart.
Während die Digitalisierung in diesem Bereich nachvollziehbar ist, kommen beim Blick in die Küche Zweifel auf. Kann ein Roboter das Feingefühl für außergewöhnliche Speisen entwickeln, wie es ein Mensch kann? Striktes Abarbeiten eines Rezepts mag machbar sein. Aber wie sieht es mit Variationen, unverträglichen Zutaten oder Ersatzzutaten aus? In diesen Fällen können die technischen Mitarbeiter an ihre Grenzen gelangen. Was sich außerhalb des einprogrammierten Rahmens bewegt, ist für die Roboter nicht umsetzbar. Inhaber und Gastronomen könnten somit schnell an die Grenzen ihres Angebots stoßen, wenn sie der Digitalisierung das Feld komplett überlassen.
Der Mix ist wichtig.
Burger zubereiten und Pasta aufwärmen: Die grundlegenden Arbeiten sind für Roboter einfache Aufgaben, die einem klaren Schema folgen. Für abweichende Bestellungen und die Weiterentwicklung anspruchsvoller Küche sind Experten am Herd gefragt. Es ist keine Frage des „Entweder-oder“, sondern vielmehr eine Chance, eine perfekte Mischung aus Handwerk und Digitalisierung zu erschaffen. Einerseits können Roboter den Entertainment-Faktor im Restaurant bedienen, während Köche die kulinarische Komponente absichern. Somit bleibt der gute Geschmack erhalten und kann auf die Wünsche der Gäste zu jeder Zeit optimiert oder variiert werden.
Der Einsatz von Robotern oder KI ist somit keineswegs gleichzusetzen mit der Rationalisierung oder dem Streichen von Stellen. Diese Angst gilt es einzudämmen, denn sie ist die größte Hürde, die als Entwicklungsbarriere im Weg steht. Das Bewusstsein muss wachsen, dass KI neuen Input schafft und spannende Geschäftsfelder eröffnet, die die Gastro beleben und verändern. Erlebnisgastronomie auf kleinem Raum: Es ist möglich, wenn sich Inhaber und Besitzer den Möglichkeiten öffnen und über den Tellerrand hinausschauen.
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