Klein, weiß und unscheinbar. So steht der Homee-Würfel seit längerer Zeit bei mir auf dem Netzwerkschrank und blickt dabei still und heimlich in die Weite meines Netzwerks. Der kleine Würfel ist der Ausgangspunkt eines modularen Smart-Home-Systems, kann auf Wunsch mit unterschiedlichen Smarthomestandards ausgestattet werden und fasst alles unter einem digitalem Dach zusammen.

Homee macht es anders als anderen, denn sie bringen nicht noch einen neuen Standard für Smarthomesysteme heraus, sondern spezialisieren sich mit ihrem Produkt auf die Zentralisierung und das Bündeln von allerhand Standards. Denn wer kennt es in seinem Smart Home nicht, wenn er bemerkt, dass das eine Heizkörperthermostat nur mit diesem Funkstandard und diese und jene Glühbirne nur mit dem anderen Funkstandard spricht? Genau an diesem Punkt hat man man mehrere, sich grundlegend unterscheidenden Smarthomesystem, kann diese nur unabhängig voneinander bedienen, automatisieren und nutze dafür auch jeweils eine eigene App auf seinem Smartphone. Im Alltag ist das alles nix, denn man weiß irgendwann nicht mehr was App A, B und C machen und das Smarthome wirkt plötzlich wieder dumm. Und genau das soll es ja nicht.

Der kleine weiße Homee-Würfel ist der Start für die Bündelung unterschiedlicher Systeme. Mit ihm kann der Nutzer im Netzwerk per WLAN eingebundenen Geräte in das Homee-System einbinden. Das wären in dem Fall zum Beispiel die komplette Netatmo-Wetterstation, das Nuki-Türschloss über dessen Bridge, auch alle SmartHome-Geräte von AVM angeschlossen an deren FritzBox und die CCU der HomeMatic-Reihe. Diese vier Plattformen, und mehr,  bekommt man mit dem Basiswürfel schon mal unter ein Dach und kann sie so miteinander nutzen und automatisieren – alles in einer App.

homee
Preis: Kostenlos

Die erste Einrichtung erfolgt über eine App – erhältlich für iOS und Android. Hier legt sich der Nutzer zu Beginn einen Homee-Account an, koppelt seinen Homee-Würfel daran und ist dann direkt startklar. Wer möchte kann ab diesem Punkt auch auf die Homee-Webansicht umschwenken und über dieser seine Geräte nun einbinden (->LINK). Die Anbindung der Geräte ist einfach wie simpel zugleich. Man wechselt in den Gerätereiter, tipp das Pluszeichen an, wählt den Basiswürfel und anschließend das gewünschte Smarthomesystem aus. Im Anschluss benötigt man nur noch die Login-Daten der jeweiligen Smarthomesysteme und hat damit auch schon alles erledigt. Ab diesem Punkt leben die einzelnen Geräte alle gebündelt in dem Homee-System.

Die Auswahl des Würfels? Ja! Der Homee ist in seiner Basis ein Würfel, um Geräte per WLAN im Netzwerk zu bedienen. Allerdings gibt es daneben auch noch Zigbee, Z-Wave und EnOcean als Funkstandard. Euer Philips Hue-System arbeitet bspw. über das Zigbee-Protokoll und euer Devolo-Smarthomesystem über das Z-Wave-Protokoll. Der weiße Basiswürfel lässt sich über weitere Würfel einfach in der Höhe erweitern. Damit beherrscht der Homee auch weitere Funkstandards und kann alle damit kommunizierenden Smarthomesysteme annehmen, einbinden und bedienen. Die Macher von Homee können dieses Spiel in Zukunft ansich permanent weiterspielen, in dem sie für neue Funkstandards einfach einen weiteren neuen Würfel dafür anbieten und so das Homeesystem noch mehr erweitern.

Alle eingebundenen Systeme und Geräte lassen sich in sogenannten Homeegrammen zu Automationen bündeln. Dafür werden Auslöser, Bedingung aber auch Aktionen angelegt, wodurch die Automation über alle eingebundenen Smarthomesysteme perfektioniert wird. Ebenfalls lassen sich Geräte in Gruppen zusammenfügen. Alle Geräte lassen sich einzeln über den Gerätereiter einsehen. Für eine Wetterstation erhält man auf diese Weise einen schnellen Einblick auf die derzeitigen Wetterdaten. In diesem Fall kann man diese auch auf Wunsch im Reiter “Mein Zuhause” anzeigen lassen und hat beim App-Start immer die derzeitigen Wetterdaten aufbereitet im Blick.

Das gesamte Homee-System ist auf Wunsch per Alexa und Google Assistenten steuerbar. Dafür aktiviert ihr in der Homee-App einfach die gewünschte Funktion in den Einstellungen und könnt danach sofort loslegen. Gerade Alexa ist derzeit sehr verbreitet und daher für viele die erste Wahl, wenn es um die sprachgesteuerte Heimautomatisierung geht. In einem internen Beta-Test wird derzeit auch die Anbindung an Apple HomeKit getestet. Sollte Apple dies offiziell zertifizieren und die softwareseitige HomeKit-Einbindung zustimmen, so kann die Home-App unter iOS und macOS alle unterstützten HomeKit-Geräteklassen der im Homeegebilde eingebundenen Geräte nutzen und steuern. Auch ist damit die Sprachsteuerung per Siri damit verfügbar. Wann dies offiziell geschieht gibt der Homee-Hersteller bekannt, wenn es soweit ist. Ich mag dieses Homee-System sehr, denn es bringt endlich Klarheit in das Smarthomedenken und schafft einen gemeinsamen Nenner für alles. Im Laufe der Smarthomezeiten sammeln sich einige Bridges der unterschiedlichen System an. Durch die modulare Erweiterbarkeit des Homee braucht man nur noch eine Bridge und kann all die anderen abbauen – das spart Strom, aber vor allem Platz neben dem heimischen Router. Allgemein eine perfekte Lösung, um dem Inseldenken aus dem Weg zu gehen. Eine Auflistung aller einbindbaren Smarthomeprodukte findet ihr übrigens hier (->LINK). Das gesamte Homeesystem wird komplett drahtlos bei euch eingebunden und benötigt daher nur ein Kabel – Strom via micro-USB. Aufgeräumter kann eine Smarthomeezentrale nich vorkommen, oder?

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