Sicherheit ist heute kein Luxus mehr. Vor allem wenn es um die Überwachung eigener Grundstücke geht. Ja, hier muss man kleine Dinge beachten, denn zum Beispiel darf man nur die Flächen des eigenen Grundstücks filmen und diese Daten aufzeichnen. Die Straße, der Bürgersteig und auch das Grundstück des Nachbarn darf in diesen Fällen nicht im Bilder von Überwachungskameras sichtbar sein und aufgenommen werden. Wenn man das beherzigt, ist alles gut. Doch wie überwacht man sein Grundstück am besten? Eine Möglichkeit stelle ich euch heute vor.

Die Argus 2 von Reolink ist das verbesserte Modell der ursprünglichen Argus-Kamera. Das System kann nun autark arbeiten und benötigt für den Betrieb nur eurer WLAN und ein Solarpanel für die Stromzufuhr. Damit könnt ihr an eurer Hauswand eine Sicherheitskamera mit nur einem Kabel anbringen.

Was früher noch hunderte oder gar tausende Euros gekostet hat, ist heute für jeden Haushalt erschwinglich geworden. Die Argus 2 gibt es im Set zu kaufen. Der Lieferumfang gliedert sich in der Kamera selbst, einem Akku für die Kamera, Halterungen für an die Wand, einem Solarpanel und weiterem kleinen Zubehör auf. Wer das Set hat, kann jederzeit das System durch ein zweites Set erweitern. So kann der Nutzer mit nur einer App eine oder mehrere der Kamera um das Haus nutzen. Wer also den vorderen und hinteren Teil des Haus überwachen möchte, kann das für wenig Geld und mit nur einem Zugriffspunkt tun.

Die Installation ist einfach. Nach dem Auspacken solltet ihr den mitgelieferten Akku einmal komplett aufladen. Nun gilt es für die Kamera einen geeigneten Platz zu finden. Mit Hilfe der zwei Befestigungsvarianten, kann die Argus 2 einmal fest montiert werden oder auch via Klettverschluss/Stativ befestigt werden. Die feste Montage kann auf Holz- oder Steinuntergründen erfolgen und benötigt dafür Schrauben bzw. Schrauben und Dübel – was im Lieferumfang enthalten ist. Einmal befestigt und den Akku anschließend eingelegt, ist die Kamera auch schon für den Betrieb bereit.

Doch moment! Wo werden die aufgezeichneten Videodateien eigentlich gespeichert – werdet ihr euch sicher fragen. Lokal. Lokal auf einer microSD-Karte. Die müsst ihr für den Betrieb mitbringen. 32GB reichen hier als Speichergröße aus. Ist die Karte voll, wird das älteste Video verworfen und durch das neuste Video ersetzt. Wer mehr aufzeichnen will, nimmt 64GB als Speicherkapazität. Speicherkarten dieser Größe sind mit keinen großen Kosten verbunden und hätten meiner Meinung nach im Lieferumfang enthalten sein können – zumindest eine 16GB-Karte für den Erstbetrieb. In der Kamera eingelegt, könnt ihr die Speicherkarte nach der Ersteinrichtung über die App formatieren, so dass das Kamerasystem die Karte korrekt nutzen und beschreiben kann. 

Die Ersteinrichtung ist sehr einfach gestaltet. Ladet euch einfach die passende App herunter und folgt den Anweisungen darin. In 10 Minuten ist die Kamera eingebunden und bereit. Gut ist, dass alle Plattformen unterstützt werden. Darunter iOS, Android, macOS und auch Windows. Ihr könnt also jederzeit mit dem Smartphone oder Computer auf das System zugreifen. Übrigens auch von unterwegs aus, denn da das System mit eurem heimischen WLAN-Netzwerk verbunden wird, kann es euch das Livebild, aber auch aufgezeichnete Videos, gespeichert auf der microSD-Karte, streamen/zeigen. 

Reolink
Preis: Kostenlos

Die Ausrichtung ist das Wichtigste an der ganzen Sache. Das Bild wird in 1080p aufgezeichnet. Das sorgt für eine scharfe Sicht und gute Erkennung von Details. Über der Haustür platziert solltet ihr mit Hilfe der Live-Ansicht in der App das Bild optimal ausrichten. Durch die flexible Einstellungsart, kann die Kamera wirklich in jeden Winkel gedreht oder gekippt werden, was die Ausrichtung sehr angenehm gestaltet. Da die Argus 2 auch eine Nachtsicht besitzt und dies über Infrarotlicht umsetzt, könnt ihr auch im Dunkeln alles korrekt erkennen.

Wichtig ist auch die Stromversorgung, denn diese wird über das mitgelieferte Solarpanel ermöglicht. Hierfür solltet ihr einen Platz wählen, der am Tag ca. 2 Stunden im Sonnenlicht steht. Diese Zeit reicht dem Reolink-System schon aus, damit es sich aufladen kann. Das Solarpanel lädt in diesem Fall den Akku der Kamera auf, welche dann auch über Nacht vom Akku speist. Das Solarpanel lädt auch mit wenig Licht den Akku auf. Direktes Sonnenlicht für 2 Stunden ist aber der ideale Fall. Das Kabel zwischen Kamera und Solarpanel ist ca. vier Meter lang. Die Halterung des Solarpanels ermöglicht über das Kugelgelenk eine 360-Grad-Ausrichtung. Der Akku verbleibt in den meisten Fällen bei 70%. Niedriger fällt er ansich nie, da er über Tag immer wieder aufgeladen wird. Der Akku wird also nur in der Nacht entladen.

 

Durch einen Bewegungssensor kann die Kamera bei erkannten Bewegungen einen Alarm im Sinne eines Push an euch schicken. Die Intensität lässt sich hierfür einstellen, allerdings nicht der Bereich. Ich würde mir wünschen, dass man im Sichtfeld der Kamera einen Bereich definieren kann, in dem die Kamera dann Bewegungen erkennen und reagieren soll. Selbst auf der niedrigsten Stufe erkennt die Argus 2 manchmal zu viele Bewegungen, die nicht relevant sind. Wodurch die Funktion bei mir im Test deaktiviert wurde. Die Argus 2 nimmt bei erkannter Bewegung das Video für eine definierte Zeit auf und speichert es dann lokal ab. In einer Timeline in der App kann man sich die Tage einzeln betrachten.

Man sieht also ob viel oder wenig Verkehr auf dem Grundstück stattfand. Wer ging ins Haus rein? Wer ging wieder heraus? Und vor allem wann? Alles Fragen die sich so beantworten lassen. Wichtig ist, dass ihr eurer Haus mit einem Warnhinweis verseht, damit Besucher und Außenstehende wissen, dass sie auf eurem Grundstück gefilmt werden. Pro Kamera reicht ein kleiner, sichtbarer Aufkleber absolut aus. 

Das Gesamtpaket der Argus 2 von Reolink wirkt und ist robust. Niedrige und auch hohe Temperaturen machen dem Kamerasystem nichts aus. Das Bild ist am Tag sowie in der Nacht klar und scharf. Auch die lokale Speicherung der Videodaten ist eine feine Sache, denn das Speichern dieser Daten in eine Wolke ist immer so eine Sache und meist auch mit einem Abo verknüpft. Hier ist man selbst der Herr seiner Daten.

Auch lassen sich Videos über die App so lokal auf iPhone und Co. speichern. Wer sein Haus und das Grundstück überwachen und so vielleicht auch mögliche Einbrecher abschrecken will, der ist mit der Argus 2 von Reolink sehr gut bedient. Die Verhältnis zwischen Preis und Leistung wirkt perfekt und die Funktionen sind für den Laien schnell und einfach zu verstehen. Das System kann indoor und outdoor genutzt werden. Es können somit also auch Innenräume überwacht werden.

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