Kopfhörer können echt nervig sein. Vor allem wenn man mit ihnen unterwegs ist und bemerkt, dass sie in der Handhabung unlogisch konzipiert wurden. Wohin mit Kopfhörern, wenn man sie gerade nicht braucht? Und findet man sie nach dem Verstauen auch wirklich wieder schnell? Alles Fragen und relevante Themen, wenn es um die Praxistauglichkeit von Kopfhörern geht – vor allem wenn sie kabellos sind (was man heute wirklich möchte).

Spigen ist ein Hersteller von Zubehör für iPhone, iPad und Co. und mit der Tochterfirma Legato setzt der Hersteller nun auch im Audiosegment an. Die Arc R72E-Kopfhörer sind Bluetoothkopfhöhrer der etwas anderen Art und besitzen gleich mehrere Besonderheiten.

Zuerst einmal zum Design selbst. Der Kopfhörer ist allgemein ein Nackenbügel, der am Nackenende etwas schmäler und zu beiden Seiten hin dicker ist. Der gesamte Bügel ist flexibel und liegt damit super angenehm auf den Schultern bzw. am Nacken. Der Bügel kann durch seine Flexibilität um 90 Grad verdreht werden und dennoch entstehen keine Schäden. Am Nackenbügel befinden sich zwei Knöpfe und das sorgt allgemein für sehr wenig Verwirrung im Alltag. Ein Knopf dient klassische zum Starten und Pausieren des Audiomaterials und aktiviert bei längerem Drücken auch auf Wunsch Siri. Der zweite Knopf dient zum Wechseln der Tracks – entweder vorwärts oder rückwärts. Allgemein ist der Arc R72E-Kopfhörer sehr auf wesentliche Dinge beschränkt und das gefiel mir in meinem zweiwöchigen Test sehr gut.

Die Ohrstöpsel können mit unterschiedlichen Aufsätzen individuell an den eigenen Gehörgang angepasst werden. Die schon aufgesetzten Gehörgangstöpsel passten direkt für mich und meine Gehörgangsgröße. Die Ohrstöpsel hängen einzeln an einem Kabel im Nackenteile und lassen sich herausziehen. Über das Kabel wird einmal der Strom, die Audioübertragung und die Aufhängung ermöglicht. Jeder Ohrstöpsel lässt sich mit einem Gegenzug herausziehen. Benötigt man den Kopfhörer also nicht mehr, so nimmt man die Ohrstöpsel einfach nur aus dem Ohr, zieht kurz am Kabel und die Ohrstöpsel werden automatisch zum Nackenbügel in die dafür vorgesehene Vertiefung zurückgezogen. Im Betrieb hängt dieses Kabel übrigens locker und ist nicht auf Spannung.

Die Audioqualität muss eigentlich jeder für sich testen. Ich finde sie wirklich gut, denn dank Qualcomm aptX und Bluetooth 4.1 klingen Höhen sauber und Bässe kräftig. Ein wenig basslastig finde ich den Klang aber allgemein und es erinnert ein wenig an die BeatsX. Drei verschiedene Equalizermodi gibt es und sie sorgen je nach Einstellung für einen weiten und dynamischen Klang –  mein Favorit war und is der Treble-Equalizer. Das ist aber nur meine Einschätzung. Bis zu 10 Stunden kann man mit einer Akkuladung Musik oder Podcasts genießen und wenn der Akku leer ist, wird er per microUSB aufgeladen – das Kabel dafür befindet sich im Lieferumfang. Neben dem Musikkonsum kann man aber auch Telefonieren und hier gibt der Hersteller eine Zeit von maximal 10 Stunden an. Abschließen kann ich sagen, dass dies meine ersten Kopfhörer mit Nackenbügel dieser Art waren und ich von der Aufmachung und dem leichten Verstauen und anschließend weiterhin Tragen doch sehr angetan war – vielleicht nicht jedermanns Sache, aber definitiv eine einfache und komfortable Sache.


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