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Auch wenn man den Gedanken ablehnt: Je handlicher und dünner Geräte heute werden, desto interessanter wirken sie doch. Das iPhone durchlebte in den letzten vielen Jahren ein paar Schlankheitskuren, legte aber, wie am iPhone 17 Pro (Max) zu sehen, auch gerne wieder hinzu. Vielleicht ein Jojo-Effekt? Was definitiv keinen Jo-Jo-Effekt sehen wird, ist das iPhone Air. Und um dieses umstrittene Gerät soll es in dieser Kolumne, nach einigen Wochen meiner Praxiserfahrungen mit diesem Gerät, gehen.

Das-iPhone-Air-Kolumne-matthias-petrat4 Das iPhone Air

Das iPhone Air …

… ist tatsächlich das umstrittenste iPhone seit Jahren. Es ist zeitgleich aber auch das interessanteste iPhone seit Jahren. Daher ist seit vielen Wochen der Griff bei mir am Morgen entweder zum iPhone 17 Pro Max oder zum iPhone Air. Dadurch konnte ich viele Eindrücke zum Pro-Modell sammeln, aber auch einen konkreten Kontrast zu Apples dünnstem iPhone kennenlernen. Die Entscheidung am Morgen ist unterschiedlich gewählt. Es ist nicht die Akkulaufzeit, wie vielleicht viele vermuten würden. Es ist gezielt der Griff zu etwas Filigranem oder zu etwas Robustem. Der Griff ist auch eine Entscheidung für ein Kamerasystem. Wie schon in der Kolumne zum iPhone 17 Pro (Max) erwähnt, sind es bei mir zwei Set-ups. Ein iPhone 17 Pro Max und eine Apple Watch Ultra 2 und ein iPhone Air mit einer Apple Watch Series 11. Das Anlegen und Einstecken ist demnach auf mehreren Wegen unterschiedlich.

Die Akkulaufzeit des iPhone Air …

… ist DAS Argument für und gegen ein iPhone Air. Zumindest wird diese Kuh durch die Medien gejagt. Tatsächlich ist mir dieses Thema grundlegend egal. Wie mein Kollege Alexander Olma immer sagt: „Akku ist ein gelöstes Problem.“. Und damit hat er recht. Das iPhone Air kommt wahrlich mit seinem, rein in der Kapazität betrachtet, kleineren Akku als der des iPhone 17 Pro Max etwas kürzer durch den Tag. Man muss allerdings auch dazusagen, dass diese Akkulaufzeit dadurch nicht schlechter ist. Mit weniger Akku, kommt das iPhone Air genauso gut durch den Tag. In Bezug auf mein Verhalten, lade ich mein iPhone 17 Pro Max nur bis 90 % und bin am Abend noch bei ca. 30 %. Beim iPhone Air starte ich mit 100 % und beende den Tag mit ca. 20 %. Die Gewohnheiten sind dabei nicht sehr verschieden. Was mir grundlegend nie das Gefühl vermittelte, dass ich mit einem iPhone besser durch den Tag komme, als mit dem anderen. Ich greife dieses Thema gerne mit dem Thema E-Auto auf. Wieso benötige ich ein E-Auto mit 700 km Gesamtreichweite, wenn ich grundlegend nicht mehr als 40 km am Tage fahre? Das iPhone Air passt exakt in die Metapher. Mehr ist nicht mehr.

Das-iPhone-Air-Kolumne-matthias-petrat2 Das iPhone Air

Schnellladen …

… ist eine Sache, die ich am iPhone Air tatsächlich ein wenig vermisse. Wo iPhone 17 und iPhone 17 Pro Max via MagSafe mit 25 Watt nachladen können, sind es am iPhone Air nur 20 Watt. Das mag nicht viel sein, aber ich merke die Sprünge, wenn das iPhone Air auf diese Weise lädt. Grundlegend sind hier die Sprünge dennoch schneller, da der Akku kleiner und schneller voll ist. Was uns wieder zum Thema „Gesamtreichweite“ bringt. Via USB-C lade ich ein iPhone eher selten. Höchstens mal unterwegs und auch dann immer mit einem 40-Watt-Netzteil.

MagSafe-Banner Das iPhone Air

Das iPhone Air ist unterwegs, …

… auch mit der geeigneten Powerbank, so in 30 Minuten wieder bei 50 %. Hier braucht es 10 Minuten mehr, als ein iPhone 17 Pro Max mit einem größeren Akku. Schnelleres Laden ist daher eine Sache, die ich beim iPhone Air gelegentlich bemerke, was aber nicht das Gewicht im Alltag fällt, da dieses iPhone durch den Tag kommt und nur im Bedarfsfall nachgeladen wird – wenn es auch Nächte noch mitmachen muss. Das betrifft tatsächlich beide iPhone-Modelle, die ich nutze.

Das-iPhone-Air-Kolumne-matthias-petrat5 Das iPhone Air

Die Kamera …

… gliedert sich beim iPhone Air durch eine Kameralinse, einen LED-Blitz und ein Mikrofon auf. Und das klingt in Zeiten, in denen Smartphones 35 Linsen haben, fast schon lachhaft. Über den Tag hinweg ist es die Kamera, die ich als einzige nutze. Es ist die Kamera, die auch die Bilder für meine Blogarbeiten macht. Der Griff am Morgen ist somit auch so gewählt, ob ich das iPhone am Tag mit mehr Kameraoptionen benötige oder nicht. Zwei Linsen mehr, sind eben zwei Linsen mehr. Sie aber auch zu nutzen, ist die andere Sache. Und Hand aufs Herz: Nutzt ihr jeden Tag die Ultraweitwinkel- und Teleskoplinse und nutzt ihr jeden Tag die Funktion, Makrobilder anzufertigen? Wenn ihr diese Frage bejaht, wäre das tatsächlich eine Lüge. Falls es doch so sein sollte, wäre das iPhone Air auf dieser Grundlage nichts für euch, und das ist absolut fein. Die Bilder zum iPhone 17 Pro Max hat übrigens das iPhone Air geknipst.

Das-iPhone-Air-Kolumne-matthias-petrat1 Das iPhone Air

Die Materialwahl …

… ist am iPhone Air speziell. Grundlegend mag ich die Haptik dieses Gerätes unendlich gerne. Es fühlt sich fast schon zu leicht an. Allerdings verliert man diesen Eindruck, wenn man das iPhone Air zu viel benutzt. Es ist nahe an der Vision eines komplett aus Glas bestehenden iPhone. Sehr nahe. Und gerade daher ist das iPhone Air das interessantere Gerät. Vorderseitig ist nur ein Display zu betrachten, was rückseitig alle Hardware packt und diese in einen polierten Titanrahmen schnürt. Rückseitig ist alles mit einer Glasabdeckung verdeckt. Der Rahmen fühlt sich wie der Edelstahlrahmen am iPhone 14 Pro an. Es ist aber Titan. Auch daher wirkt das gesamte Gerät super zäh. Ich hatte nicht einmal die Angst, dass dieses Gerät sich verbiegen könnte. Das Gefühl hatte ich aber auch bei einem iPhone 6 Plus damals nicht. Mittlerweile ist auch bewiesen, dass das iPhone Air sich nicht so einfach verbiegen lässt. Grundlegend ist die Materialwahl sehr nah an einer Vision. Nur die Hardware müsste noch mehr schrumpfen, um noch mehr an dieses Bild heranzukommen.

Apple-Siri-Remote-Halterung-Banner Das iPhone Air

Beim Design …

… gibt es eine Sache, die ich nicht mag. So dünn das iPhone ist, so sehr kann man kritisch sehen, dass das iPhone eine Landzunge auf der Rückseite besitzt, die natürlich dicker als der Rest des Gerätes ist. Darunter sitzt die gesamte Hardware des Gerätes, und wir sehen eigentlich nur Glas und eine Kameralinse als Grund. Aber das ist es nicht. Mich stört, dass die Kameralinse wieder heraussticht und höher ist, als der Rest. Dadurch lässt sich ein iPhone Air nicht so ablegen, dass es nicht übertrieben kippelt. Ich hätte tatsächlich 10 Minuten weniger Akkulaufzeit in Kauf genommen, damit mehr Platz vorhanden ist, um diese Linse plan mit der Landzunge versenken zu können. Dieses Detail ist buchstäblich der Dorn im Auge des Designs. Zumindest für mich. Wäre dies nicht der Fall, wäre das Design wirklich eine 10/10. So leider nur eine 8/10.

Das-iPhone-Air-Kolumne-matthias-petrat3 Das iPhone Air

„Schrödingers iPhone“

Das wäre vielleicht ein Zweiname für das iPhone Air. Es platziert sich als ein ultradünnes und mobiles Gerät, welches, in Bezug auf seinen Formfaktor, viele andere Geräte leistungstechnisch in den Schatten stellt. Dabei beschränkt es sich auf wesentliche Punkte und das 6,5-Zoll-OLED-Display ist einer von vielen Punkten. Wir fragen nach solchen Geräten. Zeitgleich lehnen wir sie aber auch wieder ab. Das iPhone Air kommt grundlegend weniger gut an, als es geplant war. Diese Meinung ist okay, aber wenn diese wirklich nur in Bezug auf eine imaginiert niedrige Akkulaufzeit begründet wird, dann ist diese Meinung komplett falsch. Das iPhone Air bietet das volle iPhone-Erlebnis an, wird aber dennoch nicht so gut angenommen, wie es ein Pro-Modell des iPhone schafft. Für mich wäre die Frage, ob das iPhone Air nicht das bessere iPhone 17 wäre. Wäre die Wahl und die Ansicht also nicht anders, wenn es nur iPhone Air und iPhone Pro zur Auswahl gäbe?

Ich bin mir sehr unsicher, ob es ein neues iPhone Air geben wird. Wirklich unsicher. In meinen Augen sollte Apple dieses Konzept definitiv verfeinern und das Line-up nur in iPhone Air und iPhone aufgliedern. Dann wäre die Wahl des Gerätes am Ende wie die Wahl bei mir am Morgen. Entweder – oder. Vielleicht wie in der guten, alten Zeit, in der man zu einem iPhone 6 oder iPhone 6 Plus griff. 

Nicht die Technik um uns herum lässt uns zu rationalen Menschen entwickeln, sondern eher die Unfähigkeit zu träumen.

∼ Dieter Rams – deutscher Industriedesigner ∼

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