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Gefühlt gab es erst eine Kolumne über das iPhone 16 Pro (Max). Aber diese Kolumne ist tatsächlich schon 12 Monate her. Nach ein paar Wochen mit dem iPhone 17 Pro (Max) wird es daher Zeit für einen Eindruck mit und über das neue Pro-iPhone im Alltag. Was hat sich geändert? Was ist gut? Und was ist weniger gut?

Das-iPhone-17-Pro-Max-Review-matthias-petrat1-scaled Das iPhone 17 Pro (Max)

Diese Kolumne lese ich dir auch persönlich und werbefrei in einer Podcastepisode vor.

Apple-Podcast-Badge-2023-Neu Das iPhone 17 Pro (Max)

 

Titan wird durch Aluminium ersetzt.

Tatsächlich war ich ein wenig baff, als Apple mitteilte, dass das Gehäuse des neuen Pro-Modells fortan wieder aus Aluminium besteht. An diesem Punkt muss man nämlich zurückrechnen und sich erinnern, dass das Pro-iPhone die letzten beiden Jahre ein Titangehäuse hatte und zuvor auf Edelstahl setzte. Als gelernter Zerspanungsmechaniker ist das in der Hierarchie von Metallen viele Schritte zurück. Ohne dieses neue iPhone in der Hand zu halten, wirkt dieser Schritt tatsächlich wie viele Schritte zurück, wenn man sich nur die Wertigkeit von Material selbst betrachtet. Und auch in der Haptik muss ich nach vielen Wochen mit dem iPhone 17 Pro (Max) sagen, dass sich das Aluminiumgehäuse nicht so wertig anfühlt, wie es Titan die letzten Jahre tat. Titan fühlte sich weniger rutschig an und lag dadurch schlicht besser in der Hand. Ein Eindruck, den ich jeden Tag bemerke, und merke, dass ich Titan als Gehäusematerial wirklich sehr mochte.

Dabei ist Aluminium die bessere Wahl.

Apple hat Wissen des MacBooks auf das iPhone übertragen. Ein Unibodygehäuse macht auch beim iPhone absolut Sinn. Und es aus Aluminium zu fräsen noch mehr. Das iPhone 17 Pro (Max) ist daher ein Stück Aluminium, in dem die bekannte Technik sitzt, die dann mit einem Pro-Display verschlossen ist. Mit Aluminium hat Apple bessere Optionen, was die Wärmeleitfähigkeit und die passive Kühlung angeht, damit ein iPhone unter Last und Wärmeentwicklung weniger schnell oder stark drosselt. Auch daher nutzt Apple im iPhone 17 Pro (Max) nun einen „Vapor Chamber“. Dieses dünne Bauteil ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, die sich bei Wärmeaufnahme ausdehnt und die Wärme somit verteilt. Dies geschieht durch Ausdehnung der Flüssigkeit und Wärmeübertragung. Dadurch wird die Wärme über eine größere Fläche verteilt, wodurch das Aluminiumgehäuse die Wärme aufnehmen kann. Hier könnte man von einem passiven Kühlkörper sprechen. In der Praxis fiel mir auf, dass ein iPhone 17 Pro (Max) auch bei höherer Umgebungstemperatur und drahtlosem Laden mit 25 W via MagSafe (Qi 2.2) weniger warm wird, als ein iPhone 16 Pro (Max). Dieser Effekt ist sicherlich messbar. Die alltägliche Wahrnehmung ist allerdings ein fast besserer Faktor.

Das-iPhone-17-Pro-Max-Review-matthias-petrat4-scaled Das iPhone 17 Pro (Max)

Die Kameratechnik sammelt sich zu einem.

Eigentlich war dies überfällig, oder? Apple hat viele Jahre hinweg die Sensorik auf der Rückseite des iPhones so angeordnet, dass es eine Kamerainsel gab, die etwas verloren erschien. Diese Insel wuchs zwar immer mehr, aber es blieb eine Insel. Aus dieser Insel wurde nun ein Plateau. Vielleicht könnte man es, wenn wir bei Insel bleiben, auch eine breite Landzunge nennen? Die komplette rückseitige Sensorik sitzt jetzt auf einer Art Hügel. Hier sitzen alle drei Kameralinsen, ein Lidar-Sensor, ein LED-Blitz und ein Mikrofon. Zu Beginn fand ich das sehr gewöhnungsbedürftig. Mittlerweile finde ich es nur logisch. Allerdings hat es Apple auch hiermit nicht geschafft, dass ein iPhone so abgelegt werden kann, dass es auf einer Oberfläche nicht wackelt. Die Kameralinsen stehen weiterhin mehr heraus als die Höhe des Hügels. Komm schon, Apple! Ihr könnt das wirklich besser. Selbst mit einer originalen Schutzhülle von Apple wackelt es noch.

Apple-Magic-Keyboard-Halterung-Banner Das iPhone 17 Pro (Max)

Eine Glasfläche auf der Rückseite.

Damit Fast-Charging via MagSafe (Qi 2.2) mit 25 Watt an Leistung möglich ist, besitzt das Unibodygehäuse des iPhones eine Aussparung, die mit einer Glasfläche überdeckt ist. Tatsächlich sitzt das Apple-Logo hier erst einmal tiefer als sonst. Setzt man MagSafe-Zubehör an, bspw. einen Magnetring zum Halten oder ein MagSafe-Ladekabel, sitzt dieses nicht mehr mittig über diesem Logo. Das sieht wahrlich nach nichts aus. Es stört. Der magnetische Punkt ist damit höher, als das Apple-Logo. Eine Kleinigkeit, die nervt, da man sich bisher immer am Apple-Logo orientierte, um Zubehör anzuheften. Diese Hilfe ist weg – man muss höher ansetzen. Das drahtlose Laden mit dieser Geschwindigkeit ist nicht neu. Auch ein iPhone 16 Pro (Max) erlaubte dies schon. Daher lade ich via MagSafe über jede Möbeloberfläche schnell und effizient. Optisch finde ich die Rückseite des iPhone 17 Pro (Max) tatsächlich nett. Und ich sehe sie jeden Tag, denn ich nutze seit Jahren keine Schutzhülle mehr am iPhone.

Das-iPhone-17-Pro-Max-Review-matthias-petrat5-scaled Das iPhone 17 Pro (Max)

Das iPhone 17 Pro Max hat zugelegt.

Nutzt man seit dem iPhone 3Gs ein iPhone, bemerkt man auch marginale Unterschiede. Das Gewicht ist hier der größte Faktor. Ein iPhone 5 war damals so viel größer und zugleich so viel leichter. Beim iPhone 17 Pro (Max) fällt direkt auf, dass es dicker und schwerer als sein Vorgänger aus der Pro-Reihe ist. Stört dies? Nein. Tatsächlich nicht. Und doch bemerkt man es. Ich nutze zwei Set-ups. Ein iPhone 17 Pro (Max) mit einer gekoppelten Apple Watch Ultra 2 und ein iPhone Air, gekoppelt mit einer Apple Watch Series 11. Der Griff ist also entweder zu einem sehr leichten Set-up oder zu einem eher robusteren. Die Entscheidung erfolgt hierbei am Morgen recht spontan. Und gerade hier fallen diese Unterschiede am besten auf, weil man die Eindrücke wechselt und auch anders bewertet.

Das iPhone 17 Pro (Max) bietet grundlegend durch sein Gewicht und seine dickere Haptik ein Mehr an Akkulaufzeit. In diesem Kontext ist das iPhone Air nicht schlechtzureden – hierzu in einer anderen Kolumne mehr. Das iPhone 17 Pro (Max) bekomme ich über den Tag, allerdings kaum leer, und das ist schon ein aufmerksamer Nutzungsfaktor. Da das iPhone ein wenig lernen musste, bot es mir nach ca. drei Wochen an, dass es ausreichen würde, wenn ich den Akku täglich nur bis 90 % lade. Das stimmt tatsächlich. Seit Wochen lädt das iPhone nur bis 90 % und am Abend sitze ich meist noch mit 30 % herum und beende mit diesem Restakku den Tag. Ich benötige somit nur 60 % des Akkus, wenn ich normal mit dem iPhone hantiere, und ich hantiere viel. Was zum Thema passt: dass ein iPhone Air hier locker mithalten kann – aber dazu, wie zuvor besprochen, in einer anderen Kolumne mehr.

Das-iPhone-17-Pro-Max-Review-matthias-petrat3-scaled Das iPhone 17 Pro (Max)

Grundlegend waren das alles bisher optische Eindrücke.

Ich schätze die neue Telescope-Linse unendlich, die nun mit einem 8×-Zoom noch näher an Objekte kommt. Wer jemals solch einen Zoom brauchte, wird wissen, wie toll dies ist. Bei einem Konzert kommt man an einen Star so nah heran, als würde man direkt vor ihm stehen. Auch mache ich so tatsächlich noch mehr Nahaufnahmen, auf die Entfernung betrachtet. Grundlegend toll, dass man dieses Objektiv schlicht immer dabei hat. Und toll, dass alle Linsen jetzt 48 Megapixel besitzen. Vom neuen A19-Pro-Prozessor merke ich nicht viel Unterschied, da ich zuvor von einem A18-Pro-Prozessor kam. Beide sind schnell, beide sind gut. Der A19-pro-Prozessor benötigt etwas weniger Energie, so Apple. Das stimmt am Ende des Tages mit dem Eindruck überein, dass ich dieses iPhone weniger schnell leerbekomme.

MagSafe-Wandhalterung-Banner Das iPhone 17 Pro (Max)

Auch die Frontkamera hat ein Feature, das ich schätzen gelernt habe. Dass diese Kamera jetzt auch durch Software Bilder im Breitbildformat machen kann, ist schon eine tolle Sache. Gruppenselfies müssen endlich nicht mehr hochkant sein. Außerdem kann man so auch frontseitig in 16:9 filmen, wenn das iPhone selbst hochkant steht oder gehalten wird. Das Display mit 3000 Nits ist ebenfalls hilfsbereit zu haben, ist dieses in hellem Licht einfach noch besser ablesbar. Zum Vergleich: Das iPhone 16 Pro (Max) kam hier auf maximal 2000 Nits. Was viele auch nicht bedenken: Mit einem 40-Watt-Netzteil kann man dieses iPhone nun in 20 Minuten von 0 % auf 50 % via USB-C aufladen. Das vorherige Pro-Modell brauchte für den gleichen Prozentwert 35 Minuten.

Das-iPhone-17-Pro-Max-Review-matthias-petrat2-scaled Das iPhone 17 Pro (Max)

In Summe.

Das iPhone 17 Pro (Max) ist ein Gerät in zwei Größen. Man entscheidet sich schlicht für eine Displaygröße – die Hardware ist hingegen gleich. Das schätze ich, denn dies war in der Vergangenheit oft nicht so. Man kann beim iPhone 17 Pro (Max) daher grundlegend nichts falsch machen. Man entscheidet sich immer für ein perfektes Gesamtpaket. Wer heute zu diesem Modell greift, greift zu einem Mitläufer für die nächsten Jahre. Denn WiFi-7, Bluetooth 6.0, Thread und neueste Mobilfunktechnik setzen mit diesem Pro-iPhone einen Grundstein für die nächsten Jahre, in denen nur iOS mit Software das Gerät noch besser machen kann und wird. Das iPhone erfindet sich in der Pro-Reihe daher nicht neu, aber es wandelt sich mit dem iPhone 17 Pro (Max) in eine neue Richtung. Hierfür muss man allerdings ganz genau hinschauen. Ein Unibodygehäuse ist hier nur ein Teil der Ansicht.

Es gibt keine Chance, dass das iPhone einen bedeutenden Marktanteil erlangen wird.

∼ Steve Ballmer – ehemaliger Microsoft-CEO ∼

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