Dinge passieren meist durch Zufall und so bin ich auch auf dieses HomeKit-System gekommen – durch Zufall. Um genau zu sein, via Instagram. Mir war der Name bisher kein Begriff, aber Opus macht schon seit Jahren im Bereich EnOcean interessante Dinge. Die gingen an mir aber leider vorbei. Doch durch das Opus Gateway, welches auch HomeKit beherrscht, bin ich dann nun doch in die EnOcean-Welt reingerutscht. Und bin sehr begeistert.

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EnOcean ist ein Funkstandard

Ähnlich wie es Zigbee ist. Wie auch bei Zigbee, arbeitet EnOcean als Funkstandard als ein MESH-System. Bedeutet, dass Sensoren nicht direkt zum Gateway “Sichtkontakt” haben müssen, sondern auch über einen näher am Gateway liegenden Sensor zum Gateway kommunizieren können. So sind Reichweiten kein Problem und Sensoren auch weiter vom Gateway entfernt nutzbar.

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Preis: Kostenlos

Die Einrichtung dieses System ist sehr einfach und problemlos gestaltet. Ich war in ungelogen 10 Minuten durch. Wer in die EnOcean-Welt mit HomeKit einsteigen möchte, braucht hierfür zuerst das Gateway von Opus. Dieses wird einzeln angeboten, wird mit einem Netzteil mit dem Stromnetz verbunden und via LAN-Kabel mit dem eigenen Netzwerk. Auf Wunsch kann man das Gateway auch in einen Sicherungskasten oder Netzwerkschrank einschrauben – das Befestigungsmaterial liegt hier bei. Auch das Netzteil und das LAN-Kabel liegen natürlich dabei. Man kann also direkt loslegen. Bei mir steht das Gateway einfach in meinem Netzwerkschrank.

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Die HomeKit-Einbindung

Die Einrichtung ist nach der kleinen Hardwareinstallation schnell durchgeführt. Es braucht hierfür zuerst die App von Opus, um das Gateway in eure HomeKit-Konfiguration zu bekommen. Wenn ihr diese zum ersten Mal öffnet, werdet ihr direkt durch die Einrichtung geleitet. Die Opus-App benötigt den HomeKit-Code. Dieser ist auf dem Gateway aufgeklebt und liegt auch der Bedienungsanleitung einmal bei – wie man das von allem HomeKit-Zubehör eben kennt.

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Diesen Code scannt man und richtet so das Gateway nach bekannter Art in die eigene HomeKit-Konfiguration ein. Bei mir liegen alle Gateways/Zentralen der einzelnen HomeKit-System übrigens immer im “Standardraum” – hier sehe ich sie nämlich nie im Alltag. Ein wenig HomeKit-Übersicht ist immer gut. Die Opus-App greift auf eure HomeKit-Konfiguration zu, dadurch sieht der Einrichtungsbildschirm sehr der Home-App von iOS ähnlich. Den Zugriff müsst ihr bei der ersten Einrichtung genehmigen.

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Schnell und einfach

Das war es an sich auch schon, denn ab diesem Moment lebt das Opus Gateway als Zentrale für EnOcean-Sensoren in eurem HomeKit-Gebilde. Allerdings fehlen natürlich noch die Sensoren selbst. Von diesen gibt es allerhand: Von Kontaktsensoren, über Wassersensoren, bis hin zu Rauchmeldern und so weiter. Vor allem brauchen einige Sensoren keinerlei Batterie, da sie ihre Energie durch Solarpanels generieren. Auch gibt es Lichtschalter mit mehreren Kanälen. Auch Aktoren mit Schalter für Jalousien sind erhältlich. So können bereits durch Aktoren genutzte Rollläden durch einen EnOcean-Aktor schnell und einfach in HomeKit gebracht werden. Eine Liste aller Sensoren findet ihr direkt bei Opus auf der Webseite (⇒LINK).

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Sensoren in das Opus-System bringen und in HomeKit nutzen

In meinem Badezimmer habe ich einen Lichtsensor mit Anwesenheitserkennung an der Decke installiert. Das erlaubt mir, dass das Licht im Badezimmer immer dann eingeschaltet wird, wenn jemand 30 Minuten vor Sonnenuntergang ins Bad geht. So muss auch ein Besuch bei mir weiterhin keinen Lichtschalter drücken. Vor allem für den nächtlichen Gang ins Badezimmer ist das von Vorteil, denn man tappt nie im Dunkeln. Die Sensoren werden mit der Opus-App am Opus-Gateway angemeldet. Das ist in Sekundenschnelle passiert. Mit der Opus-App fügt man ein neues Gerät hinzu, scannt dessen QR-Code ab, fügt es einem HomeKit-Raum hinzu und ist damit auch schon fertig. In der Home-App kann man die Sensoren dann auf Wunsch neu benennen, anders anordnen und wie mit allen anderen HomeKit-Geräten umgehen. Dass das so einfach geht, ist wirklich fantastisch, denn man hat wirklich in Sekundenschnelle allerhand Sensoren eingebunden und in der Nutzung.

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Die eben genannte Regelung des Lichtes habe ich über eine sensorbasierte Automation in der Home-App angelegt. Das Auslösen dauert keine Sekunde, denn EnOcean ist bekannt für seine sehr schnelle Reaktionszeit. Direkt beim Eintritt ins Badezimmer wird bei mir somit das Licht eingeschaltet. So muss das in einem SmartHome sein! In meinem Fall wird das Licht nach 10 Minuten wieder ausgeschaltet, weil in der Automation ein zeitlicher Verfall eingelassen ist. Das kann man natürlich in dem Fall alles nach freien Wünschen einstellen und nutzen.

Für mich liegen die Vorteile von diesem System ganz klar auf der Hand

Die Einrichtung ist einfach und vor allem problemlos. Der Funkstandard arbeitet extrem schnell und setzt nicht auf teilweise langatmige Bluetoothverbindungen – auch wenn diese unter HomeKit allgemein schon sehr verbessert wurden. Aber EnOcean ist dennoch viel schneller. Auch weil Sensoren sich gegenseitig sehen und so über MESH-Brücken zum Gateway Sicht haben. Da ist auch ein in der Wohnung oder im Haus etwas abseits installierter Sensor dann kein allzu großes Problem. Ich hatte im Alltag mit keinen der Sensoren oder gar dem Gateway ein Problem.

Auch die Wassersensoren arbeiten tadellos. Sie melden über einen Push der Home-App, wenn Wasseraustritt (ein Leck) erkannt wurde. Das ist bei Wasseranschlüssen wie bei der Waschmaschine, dem Geschirrspüler oder einem normalen Abfluss nicht verkehrt. Wird Wasser erkannt, wird alarmiert. Man kann also direkt reagieren und hat keinen überdimensionierten Wasserbruch im Haus bzw. der Wohnung. Vor allem die unterschiedlichen Kippschalter sollten vielen einen Wunsch der Lichtsteuerung aber auch Rollladensteuerung erfüllen. Ich mag das System, die Einfachheit und die Vielfalt. Auch hoffe ich, dass es noch mehr Sensoren gibt. Aber das ist ja eine Sache von Apple selbst, dass sie mehr Sensor-Kategorien freigeben und Herstellern wie Opus, eine Firma von Jäger Direkt, mehr solcher Anwendungsszenarien ermöglichen. Mehr zum Opus HomeKit-Gateway und den dafür nutzbaren EnOcean-Sensoren findet ihr beim Hersteller auf der Webseite (⇒LINK).

Wer noch mehr zu Apple HomeKit und all den Themen darum wissen möchte, dem lege ich mein Buch in der 4. Auflage ans Herz. Darin werden alle Dinge zu Apple HomeKit im Detail erklärt – ideal für den Einsteiger aber auch für den Profi (⇒LINK).


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