Die Sache mit der iPhone-Drosselung ist seit Wochen ein Thema für sich und wurde von mir auch in einer Kolumne behandelt (->LINK). Mittlerweile hat Apple seinen Fehler erkannt und auch begonnen an der Thematik zu arbeiten. Mit der gestern veröffentlichten Beta 2 von iOS 11.3 zeigt der iPhone-Hersteller erste neue Batteriefunktionen auf.

Ab der Beta 2 von iOS 11.3 lässt sich in der Einstellungs-App im Reiter “Batterie” nun der Eintrag “Batteriezustand” erkennen. Die Funktion ist noch als Betaversion deklariert und könnte demnach in den nächsten Betaversionen noch weiter ausgebaut werden. Wählt man den Eintrag an, dann errechnet das System die noch verfügbare Akkukapazität. Im Falle meines iPhone 6s ist diese noch bei 100% und damit in Ordnung. In diesem Fall wird auch die Systemleistung mit “Höchstleistungsfähigkeit” betitelt. Sollte ein Akku eine zu niedrige Restkapazität besitzen, da er schlicht durch Ladezyklen verschlissen ist, dann wird in diesem Teile der Einstellungs-App erklärt, dass die Systemleistung gedrosselt wurde, um ein ungewolltes Ausschalten des Gerätes zu vermeiden. Sollte die Restkapazität so schlecht sein, dass der Wert nicht mehr korrekt ermittelt werden an, empfiehlt die Einstellungs-App ab diesem Punkt den Apple-Service aufzusuchen. Diese Funktion ist noch in der Betaphase. Es wäre wünschenswert, wenn das System einmal täglich im Hintergrund den Höchstwert der Akkukapazität errechnet und den Nutzer bei Auffälligkeiten über eine Push-Mitteilung informiert und in den gesonderten Teil der Einstellungs-App schickt.

Update: Apple erklärt in einem offiziellen Supportdokument (->LINK) nun auch was beim Drosseln der iPhone-Leistung genau passiert bzw. eingestellt wird.

  • Langsames Starten von Apps
  • Niedrigere Bildrate beim Scrollen
  • Dimmen der Hintergrundbeleuchtung (kann im Kontrollzentrum neu eingestellt werden)
  • Um bis zu -3 dB niedrigere Lautstärke
  • Allmählich sinkende Bildrate in einigen Apps
  • In Extremfällen wird der Blitz der Kamera deaktiviert (dies wird in der Kamera-Benutzeroberfläche angezeigt)
  • Im Hintergrund aktualisierte Apps müssen nach dem Start unter Umständen neu geladen werden

Zeitgleich klärt das Dokument aber auch, dass folgende Funktionen nicht von der Leistungsdrosselung betroffen sind:

  • Qualität von Telefonaten über das Mobilfunknetz und Übertragungsleistung über das Netz
  • Qualität der aufgenommenen Fotos und Videos
  • Leistung des GPS
  • Ortungsgenauigkeit
  • Sensoren wie Gyroskop, Beschleunigungsmesser, Barometer
  • Apple Pay

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